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Bauhof-Chef: Frühlings-Offensive läuft

Bauhof-Chef: Frühlings-Offensive läuft

Bänke aufstellen, Blumen pflanzen, überall sauber machen — die Leute vom Bauhof haben viel zu tun

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Die kostenlose Annahme von Grün- und Astschnitt sowie Gartenabfällen im März und Oktober auf dem Bauhof wird super angenommen. Die komfortable Alternative zum Verbrennen sorgt dafür, dass auch in diesen Monaten im Ostseebad die Luft sauber ist.

Quelle: Fotos: Lutz Werner

Kühlungsborn Das Ostseebad Kühlungsborn macht sich hübsch für die Osterfeiertage — für die vielen Tausend Übernachtungs- und Tagesgäste und natürlich auch für die eigenen Einwohner. „Das, was gemacht werden musste, ist so gut wie erledigt“, sagt Bauhof-Chef Andreas Wegener.

 

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Bauhof-Chef Andreas Wegener: „Die Frühjahrs-Offensive läuft.“

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Wie sieht es im Ort aus — unmittelbar vor dem Osterfest?

Andreas Wegener: Gut, denke ich. Die öffentlichen Wege, Plätze, Promenade und Strand wurden von uns gründlich gereinigt, die Strandzugänge wieder hergerichtet. 500 Bänke, die wir im Winter sauber gemacht und teils aufgearbeitet und gestrichen haben, stehen wieder überall dort, wo die Menschen verweilen möchten. Und in den Rabatten und Pflanzkübeln leuchtet es bunt. Exakt 8386 Frühlingsblumen wurden gepflanzt. Diesen Auftrag haben wir allerdings an eine Firma vergeben.

Rings um das Ostseebad lodern wieder die Gartenfeuer, wie das im Frühling vielerorts zu sehen ist. In Kühlungsborn jedoch nicht. Ist das Ostseebad wieder rauchfrei geblieben — wie schon in den vergangenen Jahren?

Wegener: Absolut. Das Verbot des Verbrennens wird akzeptiert, weil die Alternative komfortabel ist. Unser Annahmeservice für Grün- und Astschnitt sowie für Gartenabfälle — kostenlos in den Monaten März und Oktober, ganz kleiner Obolus in der übrigen Zeit des Jahres — wird super angenommen. Wir nehmen übers Jahr — mit Schwerpunkt im Frühjahr und Herbst — rund 400 Kubikmeter Material von privaten Grundstücken an und entsorgen es in einem Kompostwerk. Das kostet rund 5200 Euro im Jahr und ist gut investiertes Geld in saubere Luft, die der Gast zurecht in einem Ostseebad erwartet.

In einer Fraktionssitzung von SPD/Grüne wurde die Forderung laut, auch den abgelegenen, naturbelassenen Riedenstrand im äußersten Westen der Gemarkung mit Papierkörben zu versehen und regelmäßig zu reinigen. Was sagen Sie dazu?

Wegener: Das übersteigt unsere Kräfte und ist nicht machbar. Wir gehen dort immer mal wieder durch, wenn wir ein bisschen Luft haben. Mehr ist nicht drin. Der Kühlungsborner Strand ist neun Kilometer lang, im gesamten Stadtgebiet gibt es 452 Papierkörbe, die in der Saison vom 1. Mai bis 30.September täglich geleert werden müssen. Wir konzentrieren uns dabei auf den langen, bewirtschafteten Strandabschnitt. Er beginnt einige hundert Meter östlich des Hafens und endet vor der Ostseeklinik im Westen. Mehr ist wirklich nicht drin.

In der Fraktionssitzung, in der sie über die Arbeit des Bauhofs berichteten, sprachen Sie auch von zunehmendem Mülltourismus. Was meinen Sie damit?

Wegener: Ein für uns ärgerliches Problem, das es schon immer gibt, das aber seit der Einführung des neuen kreislichen Müllentsorgungssystems mit einem vierwöchigen Rhythmus der Tonnen-Leerungen deutlich zugenommen hat. Um die eigene Tonne zu entlasten, landet der Müllbeutel in einem öffentlichen Müllbehälter — dem Papierkorb an der Promenade, am Straßenrand oder im Park. Es ist schwer, dagegen vorzugehen.

Wo sehen Sie die Ursachen?

Wegener: Zusätzliche Leerungen im Zwei-Wochen-Rhythmus oder größere Tonnen — die korrekte Alternative — kosten mehr Geld. Und man kann Leuten auch nicht verbieten, Müll in einem Müllbehälter — hier in einen Papierkorb im öffentlichen Raum — zu werfen. Der natürlich nicht für Hausmüll aufgestellt wird. Es ist eben ärgerlich.

Wie sieht es mit Graffiti-Schmierereien in Kühlungsborn aus?

Wegener: Das war vor ein paar Wochen ein heftiges Problem, das wir jedoch schnell — auch dank der Hilfe von Schulleiterin Ute Schmidt vom Schulzentrum — in den Griff bekommen haben. Drei Gruppen von Sechstklässlern lieferten sich einen Wettkampf um die aus ihrer Sicht schönsten Sprayereien — auf Wänden der öffentlichen Toiletten, auf der Mauer an der Promenade, auf Trafostationen.

8000 Euro hat es gekostet, diese „Kunst“ wieder zu entfernen.

Wie geht es nach Ostern weiter?

Wegener: Die sechs mobilen Rettungswachen der Rettungsschwimmer müssen am Strand in Stellung gebracht werden, in den Hauptwachen wird klar Schiff gemacht. Die beiden behindertengerechten Badestege sind einsatzbereit zu machen. Dann gehen die Mäharbeiten an den Rändern von Gemeindestraßen, Radwegen und in den Parks wieder los. Dazu Papierkörbe und öffentliche Toiletten. Dann geht es wieder richtig rund.

Bauhof-Mitarbeiter und Firmen teilen sich die Arbeit

19 Mitarbeiter hat der städtische Bauhof in Kühlungsborn. Alle sind festangestellt. Allein drei Arbeitskräfte werden für die Reinigung und Bestückung der 19 öffentlichen Toiletten gebraucht, deren Nutzung im Ostseebad kostenlos ist. Ein speziell qualifizierter Mitarbeiter betreut als Platzwart die Sportplätze im Ort. Geförderte Arbeitsverhältnisse — wie beispielsweise ABM-Kräfte oder Ein-Euro-Jobber — gibt es nicht.

62 000 Arbeitsstunden sind im Jahr erforderlich, um alle im öffentlichen Raum der Stadt anfallenden Arbeiten — vom Winterdienst bis zum Leeren der Papierkörbe — erledigen zu können. 28000 Stunden werden davon von den Mitarbeitern des Bauhofes geleistet, Arbeitsleistungen im Umfang von 34000 Stunden werden an Firmen vergeben. Dazu gehören beispielsweise die aufwendigen Pflanzaktionen und die Pflege des Stadtgrüns.

Von Interview von Lutz Werner

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