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Erste Ideen für Strandkonzept

Kühlungsborn Erste Ideen für Strandkonzept

Kühlungsborn bildet Arbeitsgruppe, die sich mit Neuordnung des Ostseestrandes befasst

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Für die Erarbeitung einer Konzeption für die Nutzung des Ostseestrandes werden jetzt in Kühlungsborn die Ideen gesammelt.

Quelle: Rolf Barkhorn

Kühlungsborn. Der über vier Kilometer lange Ostseestrand ist einer der Hauptgründe für den seit Jahrzehnten boomenden Tourismus in Kühlungsborn. Mit einem gesonderten Konzept sollen in Zukunft alle Fragen, die mit der Nutzung des Strandes zusammenhängen, geregelt werden. Die politische Debatte darüber hat im Ostseebad begonnen.

Es gibt Leute, die wollen am Strand auch mal feiern, wo es nicht stört und auch mal länger als 22 Uhr.“Uwe Ziesig (parteilos)

Bürgervorsteher Kühlungsborn

Am Donnerstagabend stand das neue Strandkonzept auf der Tagesordnung des Kurbetriebs- und Wirtschaftsausschusses (KWA). Alle Fraktionen waren im Vorfeld der Sitzung gebeten worden, Vorschläge für das Konzept einzureichen. Eine umfangreiche schriftliche Ideensammlung lag jedoch nur vom Handwerker- und Gewerbeverein (HGV) vor. „Es ist wichtig, alle einzubeziehen, vor allem auch die Strandkorbvermieter“, betonte der Ausschussvorsitzende Andreas Bartelmann (CDU). Dazu wusste Bürgermeister Rainer Karl (parteilos) zu berichten, dass die Strandkorbvermieter schon eine Arbeitsgruppe mit drei Vertretern ihrer Branche gebildet haben. Auch wies er darauf hin, dass für die Neuaufteilung des Strandes doch ein gewisser Zeitdruck bestehe. „Die auf fünf Jahre ausgestellten Pachtverträge für die Strandkorbvermieter laufen Ende 2017 aus.“ Die Neuvergabe müsse mit dem Konzept geregelt werden. „Eine Arbeitsgruppe, die sich ausführlich mit den Vorschlägen zur Konzeption befasst, sollten wir auch bilden“, schlug Bürgervorsteher und Ausschussmitglied Uwe Ziesig (parteilos) vor. Er plädierte dafür, im Bereich östlich vom Hafen an ausgewählter Stelle Partys zu ermöglichen. „Es gibt Leute, die wollen am Strand auch mal feiern, am besten dort, wo es nicht stört und auch mal länger als 22 Uhr.“ Dafür seien die Strandlounges, die von Pächtern bewirtschaftet werden sollen, nicht geeignet, so Ziesig.

Hubertus von Storch (CDU) wies darauf hin, dass es wichtig sei, in das Konzept Umweltaspekte mit einzuarbeiten. So sollten die Müllbehälter auch für Zigarettenkippen geeignet sein. Der Umweltgedanke spielt auch im Ideenkatalog des HGV eine Rolle. So wird vorgeschlagen, die Nutzung von Einwegverpackungen am Strand zu verbieten und Nichtraucherstrände einzurichten. Für wichtig wurde es aber auch erachtet, am westlichsten Strandabschnitt an der Mutter- und Kindkurklinik eine feste Sanitäranlage zu bauen. „Dort stehen nur zwei Dixi-Toiletten. Das geht gar nicht“, meinte Dietrich Rehpenning (HGV), selbst Pächter dieses Strandabschnittes.

Andreas Bartelmann knüpfte nochmal an das Umweltthema an und schlug vor, den Gästen mit geeigneten Mitteln vor Augen zu führen, wie schädlich Plastik und anderer Müll am Strand sind. Mit Fundstücken ließe sich das sicher gut in einer Art Ausstellung demonstrieren, so Bartelmann. Oliver Radeke, der als sachkundiger Bürger für die Fraktion SPD/Bündnis 90/Grüne im Ausschuss sitzt, warf ein, dass es auch notwendig sei, Ruhezonen am Strand einzurichten. Ebenso wichtig sei ein Abschnitt für Kinder, der vor allem von den Kitas der Stadt genutzt werden könnte.

Im Ausschuss wurde dann noch eine Weile darüber diskutiert, ob man sofort die Mitglieder der Arbeitsgruppe benennen sollte. Dann einigte sich das Gremium aber darauf, dass die Fraktionen über ihre Vertreter entscheiden sollen und diese dann in die Arbeitsgruppe für das Strandkonzept entsenden. Die Gruppe der Strandverpächter soll mit hinzukommen.

Ausgefertigt wird das Strandkonzept von der Agentur GLC in Glücksburg, die schon den Auftrag hat, das Tourismuskonzept für Kühlungsborn fortzuschreiben.

„Das Strandkonzept muss ein Bestandteil des Tourismuskonzeptes werden“, betonte Andreas Bartelmann. In der Versammlung des Handwerker- und Gewerbevereins hatte TSK-Chef Ulrich Langer kürzlich berichtet, dass die Strandkonzeption Pilotprojekt für alle Ostseebäder im Land sei.

Abschließend meinte Rainer Karl: „Beim Zusammentragen unserer Ideen werden wir vielleicht selber noch nicht an alles denken. Aber wir können davon ausgehen, dass von den Profis der GLC dann auch noch einige Vorschläge kommen. Am Ende muss ohnehin die Stadtvertretung das Konzept beschließen.“

Rolf Barkhorn

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