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Golffußball: Park soll kleiner werden

Wittenbeck Golffußball: Park soll kleiner werden

Befürworter und Kritiker des Golffußballs in Wittenbeck informierten sich über neue Pläne

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Die Fußballgolfanlage in Wittenbeck soll nach neuen Plänen des Betreibers von bisher 18 auf 12 Bahnen reduziert werden. Archivfoto: Lennart Plottke

Wittenbeck. Im Ostsee Golf Resort Wittenbeck soll die Trendsportart Fußballgolf, auch GoFu genannt, bald wieder ermöglicht werden. Diesmal mit behördlicher Genehmigung. Denn die im Jahr 2013 auf dem Platz eröffnete GoFu-Anlage wurde vor zwei Jahren aufgrund einer behördlichen „Nutzungsuntersagung“ stillgelegt. Die Behörde hatte ihr Verbot damit begründet, dass der mit Lärm verbundene Sport nicht mit den Zielen des bestehenden Bebauungsplanes übereinstimmt. Auch war die Anlage ohne Baugenehmigung errichtet worden.

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Befürworter und Kritiker des Golffußballs in Wittenbeck informierten sich über neue Pläne

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Deshalb soll der B-Plan nun geändert und eine Genehmigung beantragt werden. Im Auftrag des Investors, dem Ostsee Golf Resort, stellte Planer Roland Mahnel das Projekt in einer öffentlichen Versammlung den Wittenbeckern vor. Erschienen waren dazu am Dienstagabend mehr als 20 Einwohner im Feuerwehrgebäude. Die Stühle reichten gerade aus.

In der Diskussion wurde deutlich, dass sowohl Kritiker als auch Befürworter dazu gehörten. „Ziel unserer Planung ist es, in Zukunft jedweden Stress auf der Anlage zu vermeiden“, erklärte Roland Mahnel. Erreicht werden soll dieses Ziel auch durch eine drastische Verkleinerung der Fußballgolfanlage. „Wir reduzieren die Fläche um gut 3400 Quadratmeter, die neue Anlage wird dann nicht mehr 18, sondern nur noch 12 Bahnen haben. Die Durchlaufzeit, bis alle Bahnen absolviert sind, beträgt dann rund eine Stunde“, erklärte Werner Gallas, der Geschäftsführer des Golfplatzes.

Mahnel rechnete vor, dass der geringste Abstand zu privaten Grundstücken 90 Meter betrage. „Bis zum nächsten privaten Gebäude sind es 124 Meter“, führte der Planer aus. Gäste, die zum GoFu nach Wittenbeck kommen, sollen künftig grundsätzlich über den großen Parkplatz in die Anlage geführt werden, das Vorbeiziehen lärmender Gäste an Eigenheimen soll so vermieden werden. „Es wird auch strenger auf die Einhaltung von Regeln geachtet werden“, betonte Mahnel, räumte aber ein, dass weder Verhaltensregeln für die Nutzer noch Öffnungszeiten in den Bebauungsplan geschrieben werden können.

Anwohner wollten vom Planer wissen, wie der Verlauf eines vereinfachten Planungsverfahrens ist und welche Behörden einbezogen sind. Auch wurde gefragt: „Wer kontrolliert die Einhaltung der Regeln?“

Der Planer konnte nicht verbindlich mitteilen, ob die für den Emissionsschutz zuständige Behörde eine Stellungnahme abgeben wird. „Angeschrieben wurde die Behörde aber von uns“, so Mahnel. Geöffnet werden soll die Anlage täglich von 9 bis 17 Uhr. „Auch sonntags“, erklärte Geschäftsführer Gallas auf Nachfrage. Bemängelt wurde, dass der kleinere Parkplatz, der näher an der Wohnbebauung liegt, im Plan weiter durch Golffußballer genutzt werden kann. „Der wird doch nur noch von ganz wenigen genutzt, die meisten Gäste fahren auf den großen Platz mit 200 Plätzen“, warf einer der Befürworter ein.

Unter den Zuhörern des Abends waren auch Mitarbeiter vom Golfresort. „Es geht dabei auch um unsere Arbeitsplätze. Deshalb hoffe ich, dass das Vorhaben umgesetzt wird“, meinte André Niesler, Mitarbeiter für Sportmanagement.

Auf von Anwohnern geäußerte Befürchtungen, dass es nur sehr schwer möglich sei, den Lärm durch GoFu spielende Gruppen einzudämmen, entgegnete Dirk Stübs, der 1. Stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Wittenbeck: „Ich bin davon überzeugt, dass der Betreiber aus eigenem Interesse dafür sorgt, dass Regeln eingehalten werden. Lärm wollen auch die Stammgäste, die den klassischen Golf spielen, nicht haben.“

Zum Abschluss erinnerte Bürgermeisterin Annette Fink die Bürger noch daran, dass innerhalb des Planverfahrens Einwände zur Änderung des Bebauungsplanes fristgemäß beim zuständigen Amt Bad Doberan-Land einzureichen sind. „Zu spät eingereichte Einwände werden in der Abwägung nicht berücksichtigt“, betonte die Bürgermeisterin.

Fußballgolf

Fußballgolf ist eine Ballsportart, die die beiden Sportarten Golf und Fußball verbindet. Ziel ist es, wie beim Golf einen Ball mit möglichst wenig Schlägen in ein Loch oder in ein Netz zu spielen.

Als Ball dient ein Fußball, als Schläger der Fuß. Eine Runde besteht aus einer bestimmten Anzahl Spielbahnen, die nacheinander absolviert werden. Ihre Ursprünge hat der Sport in Schweden.

Rolf Barkhorn

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