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Große Mehrheit für den Abriss

Kühlungsborn Große Mehrheit für den Abriss

Im Bebauungsplan wird der Standort weiter für den Bau eines neuen Freizeitbades freigehalten.

Kühlungsborn. Es dauerte fast zwei Stunden, bis der Tagesordnungspunkt dran war, bei dem es um den Abriss der Schwimmhalle ging. Ein paar mahnende Worte richtete Knut Wiek (SPD) zu Beginn an seine Kollegen in der Kühlungsborner Stadtvertretung: „Wir entscheiden hier heute nicht nur über den Abriss, sondern auch über die Zukunft der Meerwasserschwimmhalle. Immerhin haben 12000 Menschen dafür unterschrieben. Das dürfen wir nicht ignorieren.“

Christian Mothes (Zählgemeinschaft Linke/Kühlungsborner Liste) verteidigte die von seiner Fraktion eingebrachte Beschlussvorlage: „Es geht in erster Linie darum, einen baulichen Missstand und eine ernste Gefahrenquelle zu beseitigen.“Außerdem betonte Mothes, dass eine Entscheidung für den Abriss der Ruine nicht automatisch eine Entscheidung gegen den Neubau einer Schwimmhalle an dem Standort sei. „Der B-Plan sieht an dem Standort immer noch eine Schwimmhalle vor.“ Uwe Wiek (Grüne) wollte vor allem von Uwe Ziesig (Zählgemeinschaft Ziesig/HGV) und Lars Zacher (CDU) wissen, warum diese inzwischen nicht mehr zu den erklärten Abrissgegnern gehörten. Bei einer ersten Abstimmung im Februar votierte eine Mehrheit gegen den Rückbau.

„Ich bekenne: Ich war ein großer Befürworter des Schwimmhallenprojektes von Professor Wagner. Aber das wurde nicht umgesetzt. Jetzt geht es darum, die Ruine wegzubekommen“, antwortete Ziesig.

Und Lars Zacher erklärte, dass er immer noch für den Bau einer Schwimmhalle plädiere. Aber wenn die Möglichkeit, für den Abriss Fördermittel in Anspruch zu nehmen, auslaufe, bleibe die Kommune eines Tages auf den Kosten sitzen. Das sei nicht zu verantworten. Ähnlich äußerte sich sein Fraktionskollege Andreas Bartelmann: „Wenn die Fördermittel 2017 auslaufen, müssen wir jetzt handeln. Deshalb stimme auch ich zu. Wir müssen auch ehrlich eingestehen, dass der Versuch, die alte Schwimmhalle zu sanieren, nicht geglückt ist.“ Dem schloss sich auch Sebastian von Jutrzenka, ebenfalls CDU, an.

Nach dem aktuellen Stand der Ausschreibung gefragt, antwortete Bauamtsleiterin Peggy Westphal, dass für eine neue Ausschreibung erst einmal die Grundlagen durch die Stadtvertreter geschaffen werden müssten. „Sie müssen noch festlegen, welche Kriterien die Ausschreibung enthalten soll. Dazu muss die Diskussion erst einmal in den Fraktionen geführt werden“, erklärte Peggy Westphal.

Bei der Abstimmung zur Beschlussvorlage der Fraktion Linke/Kühlungsborner Liste votierte nur Knut Wiek dagegen. Dass er selbst einen anderen Standort für eine neue Schwimmhalle für möglich hält, ließ

er schon vorher durchblicken, als noch kontrovers darüber debattiert wurde, ob eine städtische Fläche von bis zu 5000 Quadratmetern am Grünen Weg an einen Gewerbebetrieb verpachtet werden sollte.

Da sagte Knut Wiek: „So leichtfertig sollten wir unsere städtischen Flächen nicht weggeben. Das ist ein wichtiges Entwicklungsgebiet unserer Stadt. Vielleicht wollen wir da eine neue Schwimmhalle bauen oder ein Rathaus für Kühlungsborn und Kröpelin.“

Das Votum zum Abriss der Badruine stößt bei Kühlungsbornern und Gästen auf positives Echo. „Es wird Zeit, dass der Schandfleck endlich verschwindet“, meint Eric Blaszczyk aus Kühlungsborn.

Auch Yvonne Wüstemann, Urlauberin aus Salzwedel, findet es „nicht schlimm“, wenn die Ruine im Park abgerissen wird. „Eine Schwimmhalle würde aber dennoch gut zu Kühlungsborn passen“, ergänzt die junge Mutter.

„Die Ruine muss hier weg“, sagt Nadine Brandt aus Hannover. Aber eine neue Schwimmhalle wäre für Familien mit kleineren Kindern wichtig, argumentiert sie.

Rolf Barkhorn

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