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Hafen kommt glimpflich davon

Kühlungsborn Hafen kommt glimpflich davon

Sturmtief hinterlässt in der Marina kaum Schäden / Neue Stromversorgung und Liegeplätze geplant

Kühlungsborn. Gut gerüstet: Sturmtief „Axel“ hat Kühlungsborns Bootshafen offenbar wenig anhaben können – es gebe so gut wie keine Schäden, sagt Ulrich Langer, Chef der Touristik Service Kühlungsborn GmbH. In diesem Jahr soll die Marina unter anderem eine moderne Stromversorgung sowie mehr Liegeplätze für größere Motorboote bekommen. Auch das Verkehrsproblem bleibt ein Thema.

Vor gut einer Woche hat Sturmtief „Axel“ an der Küste gewütet und für große Schäden gesorgt. Wie sehr war der Kühlungsborner Hafen davon betroffen?

Ulrich Langer: Wenn man die verheerenden Ausmaße direkt am Strand mit dem meterbreiten Algenteppich sieht, wird man schon ein bisschen demütig. Denn wir haben kaum Schäden zu verzeichnen.

Klar stand das Wasser im Hafenbecken schon sehr hoch – aber die Schwimmstege sind alle heil geblieben, es gab kaum Überspülungen. Hier und da ein bisschen fegen und ausbessern – das war’s.

Dann können Sie sich also voll auf die kommende Saison konzentrieren – was liegt da für den Hafen an?

Wir wollen hier in erster Linie die Stromanschlüsse besser verteilen. Die Stege bekommen jeweils einzelne Versorgungen, sind so unabhängiger. Es gibt immer größere Schiffe, immer mehr Bedarf. Da wollen wir natürlich den größtmöglichen Komfort bieten.

Apropos größere Schiffe – kann die der Hafen überhaupt aufnehmen?

Wir bieten 400 Liegeplätze an – 200 davon sind für Dauernutzer reserviert. Die Nachfrage ist ungebrochen gut. Dabei geht die Tendenz immer mehr zu größeren und eben auch schwereren Motorbooten.

Deshalb sind wir mit dem Hafenplaner in Gesprächen, um mehr Liegeplätze für schwere Dauerlieger zu schaffen. Aktuell haben wir fünf Kopfplätze, wovon drei dauerhaft belegt sind – zwei halten wir uns etwa für Regatten frei. Der Hafen gibt das absolut her, wir haben hier genügend Platz.

Apropos größere Schiffe: Vor drei Jahren drohte die Hafeneinfahrt an der Nordmole zu versanden . . .

Dieses Problem haben wir im Jahr 2015 gemeinsam mit der Stadt durch umfangreiche Ausbaggerungen in den Griff bekommen. Die Solltiefe im Hafen beträgt zwischen drei und vier Meter – es ist alles im grünen Bereich.

Alle Jahre wieder kommt es rund um den Hafenbereich zu großen Verkehrsproblemen. Vor allem die prekäre Parkplatz-Situation nervt Gäste und Einheimische gleichermaßen . . .

Zumindest den Parkplatz oberhalb des Hafenhauses haben wir 2015 deutlich aufgewertet. Durch ein neues Kassensystem sowie feste Markierungen der einzelnen Parkflächen nutzen wir hier zumindest die etwa 150 Stellplätze optimal aus.

Das reicht aber hinten und vorn nicht aus . . .

Natürlich wäre es hilfreich, wenn das noch unbebaute Grundstück weiterhin als Parkfläche genutzt werden könnte. Aber seit 2012 ist dieses Areal nun mal für Autos gesperrt. Es handelt sich hier um ein Privatgrundstück. Insgesamt muss allen Beteiligten klar sein, dass wir deutlich mehr Freiraum brauchen – gerade mit Blick auf das hohe Verkehrsaufkommen in diesem Bereich.

Was heißt das konkret?

Wir müssen endlich das Nadelöhr Hafenstraße/Fulgen entschärfen. Das ist seit Jahren ein Unfallschwerpunkt. Um den gefährlichen Begegnungsverkehr von Radlern, Fußgängern und Autos zu lösen, muss die Verkehrsführung geändert werden – da gilt es aber, viele Beteiligte unter einen Hut zu bringen.

Gibt es rund um den Hafen weitere Baustellen?

Die Stadt plant auf einer Länge von 200 Metern die Erweiterung der Blockstufen vor den Restaurants und Läden – nach dem Vorbild des „Vielmeer“. Uns als Touristiker wäre natürlich sehr daran gelegen, dass es hier überhaupt weitergeht – aber man kann den Gastronomen und Ladeninhabern schwer vorschreiben, was sie zu tun haben.

Sind noch mehr Bauten geplant?

Die „Gaststätte am Hafen“ soll abgerissen und durch einen zweigeschossigen Neubau ersetzt werden – inklusive Tiefgarage und Platz für ein Ladengeschäft, eine Gaststätte und eine öffentliche Toilette.

Und wie sieht es mit dem Provisorium rund um den Segelverein aus?

Ein Container, der langsam wegrostet, kann nicht im Sinne eines Ostseebades sein. Da sind wir in Gesprächen. Klar ist, dass wir dringend guten Nachwuchs brauchen – dann sollten wir optimale Bedingungen schaffen. Dazu gehört auch, die Taucher und die Segelschule künftig mehr an den Kühlungsborner Hafen anzubinden.

Interview: Lennart Plottke

OZ

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