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Inspiriert vom Blick aufs Haff

Rerik Inspiriert vom Blick aufs Haff

Hobby-Malerin Sigrid Formell stellt im Reriker Heimatmuseum aus / Neues Objekt: Badekarren von 1803

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Die Rerikerin Sigrid Formell eröffnete jetzt im Heimatmuseum ihre Ausstellung „Mecklenburgische Landschaften“.

Quelle: Fotos: Sabine Hügelland

Rerik. Es ist eine Liebeserklärung an ihre Wahlheimat: Sigrid Formell eröffnete jetzt ihre Ausstellung „Mecklenburgische Landschaften“ im Reriker Heimatmuseum mit 22 Bilder aus ihrem Besitz sowie vier Leihgaben. Viele Motive – auch verträumte Winterlandschaften – stammen aus Rerik und Umgebung. Dort, wo Sigrid Formell seit 21 Jahren lebt. Für die 73-Jährige war der Blick aus ihrem Fenster oftmals Inspiration für neue Malereien. Der Blick auf das Haff im Wandel der Tages-und Jahreszeiten bescherten ihr wundervolle Vorlagen für neue Werke.

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Hobby-Malerin Sigrid Formell stellt im Reriker Heimatmuseum aus / Neues Objekt: Badekarren von 1803

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Auch meine Mutter war sehr kunstliebend,

sah mir oft über die Schulter

und beriet mich.“Malerin Sigrid Formell

Zuvor waren Rostock und Kröpelin ihre Heimat. Doch eigentlich stammt Sigrid Formell aus Eger im Sudentenland – nach Kriegsende und mit der Aussiedlung nach Oberbayern zog sie schließlich im Alter von 13 Jahren nach Kröpelin. Viele Jahre war sie als Röntgenassistentin in Rostock und Doberan tätig.

Die Faszination, die das junge Mädchen ergriff, als sie zum ersten Mal die Ostsee sah, war so nachhaltig, dass See und Boote bis heute zu ihren Lieblingsthemen in der Malerei gehören. „Dabei schaue ich vor allem auf Hell und Dunkel, auf das Spiel von Licht und Schatten“, sagt Sigrid Formell, die das Talent wohl von ihrem Vater erbte, einem Mediziner, der Hobbymaler war. „Auch meine Mutter war sehr kunstliebend, sah mir oft über die Schulter und beriet mich.“ Um die Grundkenntnisse zu erlernen und auszubauen, besuchte Sigrid Formell im Laufe ihres Lebens Mal-und Zeichenzirkel: „Ich spezialisierte mich auf Aquarelltechnik – allerdings nehme ich weniger Wasser als üblich.“

Zu Farbe und Pinsel greift sie mittlerweile jedoch nur noch sporadisch, „wenn es mich packt“. Dann können gleich mehrere Werke hintereinander entstehen. Wobei eines bis zu drei Tage braucht.

Die Ausstellung verbleibt bis zum 28. Oktober im Heimatmuseum, das von Thomas Köhler geleitet wird. Und er freut sich über ein neues Ausstellungs-Objekt: den Nachbau eines Badekarrens von 1803.

Angefertigt vom Bad Doberaner Peter Scholz. Angelehnt an den Badekarren, der im Stadt-und Bädermuseum zu sehen ist. Thomas Köhler vervollständigte den Bereich der Bädergeschichte aus dem Ostseebad Rerik mit einer kleinen Hommage an den Bikini, der seinen 70. Geburtstag feierte. Unter anderem ist das legendäre Bild von Ursula Andress zu sehen, die als erstes Bondgirl in „James Bond jagt Dr. No“

1962 Berühmtheit erlangte. Und das vor allem, weil die Schöne in einem sexy Bikini derart gekonnt aus den Fluten stieg, dass diese Szene bis heute nachhaltig wirkt.

Draußen auf dem Museumsgelände und gegenüber der angrenzenden Bibliothek steht ein Nachbau eines Badekarrens aus der Zeit um 1900, der bereits 1997 im Rahmen eines ABM-Projektes um Traditionspflege zum Anfassen von drei Frauen erbaut wurde. Renate Klinkowski, Birgit Illge und Petra Frohwein von der Projektgruppe bauten damals den Badekarren nach alten Fotos und Abbildungen originalgetreu nach.

Zwei- und vierrädrige Badekarren waren in den heutigen Ostseebädern bereits ab 1850 in Gebrauch. Sie wurden damals mit Pferdestärke in etwa ein Meter tiefes Wasser gezogen, wo dann Damen und Herren – keusch abgetrennt voneinander – im Wasser badeten. Alt Gaarz, das spätere Rerik, musterte 1903 den letzten Badekarren wegen Altersschwäche aus. Im Heimatmuseum kann die Bäder-Geschichte der Region nachvollzogen werden. Hier befindet sich auch ein historisches „Strandgestühl“, in dem eine Puppe sitzt, die historische Badekleidung aus der Zeit um 1900 trägt.

Sabine Hügelland

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