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Joschis Strandbar ist in Gefahr

Wittenbeck Joschis Strandbar ist in Gefahr

Seit 1990 wird ausgeschenkt / Behörden tolerieren es nicht / Planer legt Entwurf für Strandkonzept vor

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Bierwagen und Pavillon stehen direkt am Wasser. Diese Fläche soll aber wieder bepflanzt werden.

Quelle: Fotos: Mathias Otto (2), Lutz Werner (1)

Wittenbeck. Seit 1990 wird am Wittenbecker Strand schon ausgeschenkt, nun soll Schluss sein. Behörden tolerieren Joschis Strandbar nicht mehr. Dies teilte der Planer Ronald Mahnel auf einer Einwohnerversammlung mit. Die Gemeinde um Bürgermeisterin Annette Fink hatte Bürger eingeladen, um sie auf den neuesten Stand über den Bebauungsplan Nummer 10

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Seit 1990 wird ausgeschenkt / Behörden tolerieren es nicht / Planer legt Entwurf für Strandkonzept vor

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„Strandbereich“ zu bringen.

Roland Kern, Betreiber der Strandbar und gleichzeitig Gemeindevertreter, kam als Zuschauer, wollte wissen, wie es für ihn weitergehen soll. „Am Strand sollen keinen zusätzlichen Gebäude mehr stehen“, erklärt Ronald Mahnel. „Für mich ist die Entscheidung ein touristischer Knieschuss“, so Kern. Diesen Strandabschnitt nennt er „das touristische Tor zur Gemeinde Wittenbeck“. Dazu gehöre definitiv eine Strandversorgung. Er erinnerte sich, dass es an diesem Platz zwischenzeitlich mit Imbisswagen und Eisbuden vier Versorgungspunkte gleichzeitig gegeben hatte.

„Im Ort befinden sich unter anderem zwei Hotels und mehrere Ferienhausbetreiber. Wir wollen den Urlaubern etwas bieten. Sonst kann es schnell passieren, dass sie ihren nächsten Urlaub in Kühlungsborn oder Rerik verbringen“, sagt er. Der Gastronom hat erfahren, dass es laut Gesetz eine Option gibt, doch noch zu bleiben. Denn es sei möglich, dass er eine Ausnahmegenehmigung bekommen kann. „Die Frage ist, inwieweit wir als Gemeinde diese Strandversorgung haben möchten. Aber wenn ja, sollten wir uns dafür stark machen“, betonte er.

Ein weiterer Streitpunkt: die freie Sicht auf die Ostsee. Denn Hans-Magnus von Brandenstein hatte vor einiger Zeit eigenmächtig einen Teil der Büsche entfernen lassen, damit Besuchern die Sicht zur Ostsee verbessert wird. Der Geschäftsführer der TIG Traditionsbau Immobilien GmbH besitzt das Grundstück zwischen Strand und Schienen sowie die westliche Seite der Straße. Für Anwohner Claus- Dirk Petersen wurde damit ein erheblicher Einschnitt in den Küstenschutz gemacht. „Mir liegt viel daran, dass die Büsche wieder gepflanzt werden“, sagt er. Viele aus dem Ort seien der gleichen Meinung.

Auf die Frage aber, wer außer ihm noch die freie Fläche bepflanzen möchte, meldeten sich von den knapp 30 Zuschauern noch lediglich zwei weitere Anwohner. „Für das Entfernen der Gehölze habe ich bereits eine Strafe gezahlt. Ich habe damals die Brombeersträucher weggenommen“, berichtet Hans-Magnus von Brandenstein. Laut Ronald Mahnel wurde behördlich schon geklärt, wie dieser Bereich zu pflegen und zu bewirtschaften ist. „Eine neue Bepflanzung muss mit der Behörde abgestimmt sein“, so der Planer.

Er berichtete aber auch von den Wünschen der Investorengruppe TIG. Von den Ideen, wie sie sich künftig den Bereich nördlich des Fulgenweges vorstellen. Die Einsiedler sollen gestärkt werden. Das heißt, hier ist unter anderem ein Fahrradhotel geplant. Außerdem soll am Molli-Bahnsteig ein Bahnhofsgebäude samt Betreiberwohnung entstehen. Verbessert werden soll weiterhin für Fußgänger und Radfahrer die Verbindung zum Ort.

Einbußen müssten künftig Tagesbesucher hinnehmen. Denn die sollen nicht mehr wie gewohnt direkt am Wasser parken dürfen, sondern noch weit vor den Bahnschienen. An dieser Stelle sollen später Wohnmobile stehen. Bei den künftigen Stellflächen ist die Zahl mittlerweile von 300 auf 200 gesunken. „Wir möchte es nicht übertreiben. Mit dem Vorhaben beschäftigen wir zudem zehn Mitarbeiter, die aus der Gemeinde kommen“, sagt der Investor.

In der nächsten Sitzung des Bauausschusses sollen die geänderten Punkte in das Konzept eingearbeitet werden.

Mathias Otto

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