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Jugend bekommt eine politische Stimme

Kühlungsborn Jugend bekommt eine politische Stimme

Die Stadtpolitik will die jungen Leute ins Boot holen. Ein Gremium schaffen, in dem sie gegenüber Rathaus und Stadtvertretung ihre Interessen vertreten können.

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Erleben — Gestalten — Mitmachen: Kristin Poppinga lädt im Namen der Arbeitsgruppe Jugendbeirat alle interessierten jungen Leute zur Info-Veranstaltung am 17. März ein.

Quelle: Lutz Werner

Kühlungsborn. Die Stadtpolitik will die jungen Leute ins Boot holen. Ein Gremium schaffen, in dem sie gegenüber Rathaus und Stadtvertretung ihre Interessen vertreten können. Und in der Diskussion mit Politik und Verwaltung auch lernen, was möglich ist und was nicht.

Dazu soll — nach dem Vorbild der Nachbarkommunen Bad Doberan und Rerik — ein Jugendbeirat gegründet werden. Die Wahl wird voraussichtlich Ende September/Anfang Oktober sein. Eine Informationsveranstaltung, die sich vor allem an Jugendliche richtet, die sich vorstellen könnten, dort mitzumachen, gibt es jedoch schon in der kommenden Woche: am Donnerstag, dem 17. März, ab 16 Uhr im Raum 14 des Schulzentrums.

Vorbereitet wird die Gründung des Jugendbeirats von einer Arbeitsgruppe des Sozialausschusses, der unter anderem Peter Hausmann (SPD), Hubertus von Storch und Stefan Sorge (CDU), Kristin Poppinga und Angela Bauer-Oberwalder (Grüne) und Peer Kretzschmar (parteilos) angehören.

„Im Beirat sollen Jugendliche aus allen Interessengruppen vertreten sein: vom Schulzentrum, aus den Vereinen, aus der Jungen Gemeinde und auch Azubis. Es wäre schön, wenn wir schon in der Info-Veranstaltung am 17. März einen breiten Mix hätten“, sagt Peter Hausmann, der das Unternehmen Jugendbeirat koordiniert.

Im Beirat der jungen Leute können Jugendliche im Alter von 12 bis 21 Jahren mitarbeiten. Gewählt werden sie für eine Amtsperiode von zwei Jahren. Das ist in der Richtlinie für den Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Ostseebad Kühlungsborn festgelegt, die bereits am Ende des vergangenen Jahres erarbeitet wurde. „Optimal wären neun Mitglieder, vier Mädchen und Jungen sollten aus der Altersklasse 12-16 kommen, fünf sollten die etwas Älteren vertreten“, so Hausmann.

„Der Jugendbeirat ist überparteilich, überkonfessionell und verbandsunabhängig“, hebt Stefan Sorge ein ganz wichtiges Prinzip hervor. Die Mädchen und Jungen sollen über ihr Gremium — nach dem Vorbild des Seniorenbeirates, den es schon viele Jahre gibt — ihre Wünsche äußern, Probleme ansprechen und Interessen vertreten. Doch das sei nur die eine Seite. „Demokratie erleben, gestalten, mitmachen:

Die Beiratsmitglieder werden durch ihre Arbeit auch lernen, wie in unserer Stadt Planungs- und Entscheidungsprozesse zustande kommen, wie Politik auf kommunaler Ebene funktioniert“, erklärt Kristin Poppinga.

Politischer Partner des Jugendbeirats — und sicher auch ein bisschen Mentor — wird der Sozialausschuss der Stadtvertretung sein. „Der Sozialausschuss wird immer der erste Ansprechpartner des Beirats sein, hier können die jungen Leute ihre Anliegen mit uns diskutieren“, so Hausmann. Es sei auch daran gedacht, dass ein jüngerer Mitarbeiter aus dem Rathaus, „der an den Jugendlichen noch ganz dicht dran ist“, dabei hilft, die Arbeit des Beirats zu koordinieren.

Bis zur Wahlversammlung nach den Sommerferien wird noch einige Zeit vergehen. Doch über das Wahlverfahren besteht jetzt schon Einigkeit. „Wir laden zuvor öffentlich die Kühlungsborner Jugend zur Wahlversammlung ein. Wer kandidieren will, muss seine Absicht zuvor schriftlich beim Bürgeramt im Rathaus bekunden. Die neun Kandidaten mit den meisten Stimmen werden ein Mandat gewinnen. Sollte es weniger als neun Kandidaten geben, wird der Beirat mit einer geringeren Zahl von Mitgliedern arbeiten“, erklärt Kristin Poppinga. Interessierte könnten ab sofort schriftlich die Bereitschaft erklären, im Beirat mitarbeiten zu wollen.

Kontakt: jugendbeiratkuehlungsborn@gmail.com

Von Lutz Werner

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