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Jugendwehren „rudern“ zum Weltrekord

Kägsdorf Jugendwehren „rudern“ zum Weltrekord

Beim Amtszeltlager in Kägsdorf starten 150 Nachwuchslöscher und ihre Betreuer einen Versuch

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Beglaubigen mit ihrer Unterschrift: Die Bürgermeister Horst Hagemeister (v.l.), Karlheinz Siewert und Berno Grzech.

Kägsdorf. Zusammengeklappte Bierbänke sind das Boot, die Wiese das Meer und 150 Jungen und Mädchen sowie ihre Betreuer die Mannschaft. „Ihr seid die beste Rudermannschaft der Welt“, ruft Marco Helwig ins Mikro. Seid ihr bereit? „Jaaaa“, schallt es zurück. Der Sänger der Band „Marco & friends“ aus Bargeshagen schlägt die Gitarre an. Los geht’s.

 

OZ-Bild

Etwa 150 Mitglieder der Jugendfeuerwehren wollen einen Weltrekord aufstellen und „rudern“ zu Achim Reichels „Aloha He“.

Quelle: Fotos: Anja Levien

Die Teilnehmer des 20 Amtszeltlagers des Amtes Bad Doberan-Land haben gestern möglicherweise einen neuen Weltrekord aufgestellt. Dafür setzten sie sich auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Kägsdorf hintereinander und „ruderten“ zu Achim Reichels Lied „Aloha He“. Mit Einsatz des Refrains heben sie die Arme und schwenken sie nach links und rechts. Bei der Strophe wird wieder „gerudert“. Erst wird geprobt, dann wird es zwei Mal ernst.

Mit ganz vorne sitzt Dominik Karsten von der Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Hohenfelde. „Wir geben das Tempo an“, sagt der 15-Jährige. Liegt da Druck auf den Schultern? „Nein“, sagt er.

Anstrengend sei das „Rudern“ aber schon. Zustimmendes Nicken von Florian Höppner. Für den Elfjährigen ist es das erste Amtszeltlager. „Das ist cool, dass wir einen Weltrekordversuch starten.“

Die ganze Verantwortung liegt jedoch nicht bei den Hohenfeldern. Den Überblick über die meterlange Schlange hat Torsten Reske. Der Gemeindewehrführer von Admannshagen-Bargeshagen gibt im Stehen den Rudertakt an. Seit 20 Jahren ist Torsten Reske beim Zeltlager dabei, das in diesem Jahr durch Spenden der OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ mit ermöglicht wurde. Schon immer sei am Lagerfeuer „Aloha He“ gespielt und dazu „gerudert“ worden. „Das machen die Jugendwehren in allen Bundesländern“, erzählt er. Auch bei den Deutschen Meisterschaften im Feuerwehrsport Ende Juli in Rostock hätten welche die Choreografie zu dem Lied vorgeführt. „Wir machen das in Bargeshagen auf jeder Veranstaltung.“ Das kann Lisa Ränsch bestätigen. Die 28-Jährige singt bei „Marco & friends“, die das Lied für den Weltrekord live spielen, und ist selbst seit 16 Jahren in der Feuerwehr. „Ich habe das Zeltlager fast immer mitgemacht. Es ist schön. Hier ist kein Handyempfang, das ist auch mal gut“, sagt sie.

Für Jette von Rüden ist es das zweite Amtszeltlager. „Der Weltrekord ist eine gute Idee, aber er ist anstrengend“, sagt die Elfjährige. Auch Jens Thiele von der Freiwilligen Feuerwehr Nienhagen ist in der Rudermannschaft. „Das geht in Arme und Beine“, sagt der 48-Jährige. Durch den Versuch werde der Zusammenhalt im Amt und im Zeltlager gestärkt.

Bis zu 1000 Anfragen gehen bei den Guinness-Rekorden täglich ein, erzählt Amtsjugendwart Steffen Kampa, der mit dem Engagement beim Weltrekord-Versuch zufrieden ist. Ob er anerkannt wird, können die Initiatoren noch nicht sagen. „Wir erfüllen mit dem Videobeweis und den Unterschriften alle Voraussetzungen“, sagt Steffen Kampa. Die Bürgermeister von Börgerende-Rethwisch, Hohenfelde und Retschow beglaubigen mit ihren Unterschriften den Versuch. „Es ist spitzenmäßig, dass die Jugend so etwas macht“, sagt Horst Hagemeister. Karlheinz Siewert fügt hinzu: „Es ist großartig, dass die Feuerwehr mit der Jugend so etwas macht und es auch durchgesetzt wird.“ Berno Grzech ergänzt: „Die Jugendarbeit ist wichtig für Nachwuchsförderung. Das kann man nur unterstützen.“

Sollte der Weltrekord stehen, sind sich Torsten Reske und Steffen Kampa sicher, dass sich das rumspricht. „Dann werden welche nachziehen, aber wir waren die Ersten“, sagt Torsten Reske. „Wir haben den Stein ins Rollen gebracht“, fügt Steffen Kampa hinzu.

Anja Levien

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