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Kampfansage gegen Parksünder

Rerik Kampfansage gegen Parksünder

Das Ostseebad Rerik geht verstärkt gegen Wildparker vor / Die Zahl der Kontrolleure wurde auf drei erhöht

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Kontrolleurin Janet Dulisch bringt an einem Fahrzeug, in dem der Parkschein fehlt, einen Strafzettel an.

Quelle: Rolf Barkhorn

Rerik. Rücksichtlose Wildparker, die ihr Fahrzeug möglichst in Strandnähe an unerlaubten Plätzen abstellen, gehören immer noch zu den größten Problemen, mit denen sich die Reriker seit Jahren herumschlagen. In diesem Jahr wurden rechtzeitig vor Saisonbeginn Maßnahmen getroffen, um das Problem einzudämmen.

Das Wildparken ist im Sommer ein Problem. Die Arbeitsgruppe Verkehr befasst sich damit.“Stefanie Quaas,Leiterin Kurverwaltung Rerik

Nadine Reichwald ist verärgert über Falschparker: „Wenn unsere Zeit es erlaubt, fahren wir abends nach 18 Uhr mit den Kindern zum Strand. Wir fahren immer durch bis zur Wendeschleife. Ich bin jedes Mal froh, heil anzukommen – ohne Unfall. Warum hat nicht ein einziges Auto, was dort unberechtigt parkt, einen Strafzettel“, beschreibt sie im sozialen Netzwerk Facebook die Situation, erntet Zustimmung. „Das geht schon seit Jahren so, es ändert sich nichts“, lautet ein Kommentar.

Ihr seien solche Meinungen bekannt, sagt Ilona Zippert, Leiterin des Ordnungsamtes im Amt Neubukow-Salzhaff und erklärt: „Genauso gibt es einige Reriker, die sich darüber beschweren, dass wir zu rabiat vorgehen würden.“ Dass die Wildparker im Sommer ein echtes Problem darstellen, bestätigt Stefanie Quaas, die Leiterin der Reriker Kurverwaltung. Den Vorwurf, dass seitens der Gemeinde nichts gegen die Parksünder getan werde, weist sie allerdings zurück. „Die Arbeitsgruppe Verkehr befasst sich schon seit Längerem damit und gerade zu dieser Saison wurden wichtige Schritte eingeleitet“, erklärt die Chefin der Kurverwaltung und verweist auf die Ende Mai neu angebrachten hölzernen Barrieren an der Straßenseite zur Stranddüne und auf die personelle Aufstockung von bislang zwei auf nun drei Verkehrsüberwacher.

Als wichtige Maßnahme bezeichnet Stefanie Quaas auch den Umbau der Wendestelle am Ende der Sackgasse auf dem Wustrower Hals: „Bisher hatte der Wendebereich durch Einzäunung eine quadratische Form.

Das lud wohl einige regelrecht zum Parken ein. Die neue Einfriedung hat eine Kreisform, für eine Wendeschleife wohl besser geeignet.“

Die Chefin der Kurverwaltung berichtet, dass zusätzliche Schilder, die im Wendebereich noch mal auf das Parkverbot hätten hinweisen können, von der Verkehrsbehörde nicht erlaubt wurden. „Da es sich in dem gesamten Bereich um eine Zone mit eingeschränktem Halteverbot handelt, seien keine weiteren Schilder nötig, wurde uns erklärt“, so Quaas.

Janet Dulisch, die als eine von drei Verkehrsüberwachern im Auftrag des Amtes Neubukow-Salzhaff den „ruhenden Verkehr“ im Ostseebad Rerik kontrolliert, kann immerhin bestätigen, dass mit dem Anbringen der Holzbarrieren neben der Düne dort keine Strandbesucher mehr parken.

An der Wendestelle würden tagsüber vereinzelt noch parkende Fahrzeuge angetroffen. „Die bekommen dann selbstverständlich einen Strafzettel“, betont Janet Dulisch und ergänzt: „Wer an dieser Stelle parkt, verhindert möglicherweise, dass Rettungsfahrzeuge dort wenden können. Das kann im Ernstfall Lebensgefahr bedeuten. Dafür habe ich kein Verständnis.“

Doch die Möglichkeit der Politessen, gegen die schwersten Parksünder vorzugehen, endet mit Dienstschluss. „Nach 18 Uhr sind wir zwar nicht mehr im Dienst, aber die Polizei kann auch noch gerufen werden. Die ist genauso dafür zuständig“, betont Janet Dulisch.

Nach 18 Uhr ist aber auch das Parken auf dem sonst gebührenpflichtigen Platz am Wustrower Hals kostenfrei. Von dieser Möglichkeit machen gern auch Angler Gebrauch, die ihrem Hobby nachts auf der Seebrücke nachgehen.

Die Gebühren, die tagsüber dort fällig werden, sind bei der Lage im Vergleich zu anderen Urlaubsorten mit einem Euro die Stunde eher gering.

Strafen für Parksünder

60 Euro Bußgeld und ein „Punkt“ im Bundesregister drohen Parksündern, die ihr Fahrzeug an Engstellen parken und damit Rettungsfahrzeuge behindern.

10 Euro sind laut Bußgeldkatalog mindestens fällig, wenn auf gebührenpflichtigen Parkplätzen kein Parkschein vorliegt oder dieser abgelaufen ist, bzw. an Stellen mit Parkuhrpflicht keine Parkuhr sichtbar ausliegt. Nach 30 Minuten steigt die Bußgeldhöhe auf 15 Euro.

35 Euro kostet das unberechtigte Abstellen des Fahrzeuges auf einem für Schwerbehinderte gekennzeichneten Platz.

Rolf Barkhorn

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