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Kitas im Ostseebad gut ausgelastet

Kühlungsborn Kitas im Ostseebad gut ausgelastet

Sozialausschuss plant gemeinsame Umfrage mit Nachbargemeinden zu Bedarf an Betreuungsplätzen und -zeiten

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In der Awo-Kita „Bummi“ werden derzeit 108 Kinder betreut.

Quelle: Rolf Barkhorn

Kühlungsborn. Die drei Kühlungsborner Kindertagesstätten sind gut ausgelastet, freie Plätze existieren nur vereinzelt. Dennoch gibt es aktuell noch keinen Handlungsbedarf, eine weitere Kita im Ostseebad zu bauen.

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Sozialausschuss plant gemeinsame Umfrage mit Nachbargemeinden zu Bedarf an Betreuungsplätzen und -zeiten

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Das war ein Fazit der öffentlichen Beratung des Sozialausschusses der Stadt Kühlungsborn mit Vertretern der Kitas und deren Träger. Allerdings wurde auch deutlich, dass zurzeit keine verlässlichen Zahlen zum tatsächlichen Bedarf vorliegen. Das liege zum Teil mit daran, dass sich der gesetzliche Anspruch der Eltern auf einen Kita-Platz auf einen Radius von 30 Kilometern beziehe und somit auch zahlreiche Kinder aus Nachbargemeinden in Kühlungsnborner Kitas betreut würden und umgekehrt, hieß es. Deshalb solle der Bedarf nun, möglichst in Kooperation mit den Nachbargemeinden, per Fragebogen von den Eltern erhoben werden, stellte der amtierende Bürgermeister, Dirk Lahser, dar.

Ausführlich diskutierte die Runde am Mittwochabend auch darüber, wie notwendig und sinnvoll es ist, die Betreuungszeiten in den Einrichtungen zu erweitern und auch samstags anzubieten. „Wir sollten erst einmal solche Angebote schaffen und dann sehen wir, wie es angenommen wird“, schlug Sebastian von Jutrzenka (CDU) vor. Dem widersprach Peggy Westphal. „Vom Landkreis werden Kita-Plätze nur dann genehmigt, wenn der Bedarf nachgewiesen ist. Deshalb muss dieser erst einmal ermittelt werden“, so die 2. Stellvertreterin des Bürgermeisters. Auch machte sie auf ein weiteres Problem aufmerksam:

„Wenn der Samstag in einer Einrichtung hinzukommt, steigen die Kosten und die müssen dann von allen Eltern getragen werden. Das muss denen erstmal vermittelt werden.“

Von allen Vertreterinnen der drei Kitas und den Trägern wurde zwar Bereitschaft signalisiert, dass man auf wachsenden Bedarf „kreativ und flexibel“ reagieren werde. „Wir sind bereit, entsprechend unseren Möglichkeiten die Kapazitäten zu erweitern“, sagte Katrin Polz vom Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt, dem Träger der Kita „Bummi“. Sie betonte aber auch, dass es das Ziel sein müsse, die drei bestehenden Einrichtungen auch in Zukunft gut auszulasten.

Der Bau einer vierten Kita könnte sich negativ auf die Wirtschaftlichkeit der bestehenden Stätten auswirken. Der Ansicht, dass in Kühlungsborn die Notwendigkeit bestehe, eine Kinderbetreuung auch samstags anzubieten, schloss sich keine der Kita-Vertreterinnen an. „Diese Forderung kommt nicht von den Eltern, sondern von der Arbeitgeberseite. Aber wären die Unternehmen dann auch bereit, die höheren Kosten dafür zu tragen?“, fragte Katrin Polz. Sebastian von Jutrzenka wies noch darauf hin, dass er nicht wolle, dass Eltern ihre Kinder sechs Tage in die Kita geben. „Da müssten sie an einem Tag in der Woche zu Hause bleiben“, betonte der Stadtvertreter. Susann Wieland vom DRK-Kreisverband, dem Träger der Kita „Uns Ostseekinner“, meinte, dass die Kinder an den Wochenenden ins familiäre Umfeld gehörten. „Auch Kinder haben ein Recht auf Freizeit“, so Wieland. Die Öffnungszeiten in der Woche sind nach Meinung der Kita-Leiterinnen bislang ausreichend. Alle drei berichteten übereinstimmend, dass abends in den Spätgruppen nur noch zwei bis drei Kinder betreut würden, von denen die letzten noch vor Ablauf der Öffnungszeit abgeholt würden. Sitzungsleiter Gerd Susemihl verwies aber darauf, dass nicht alle berufstätigen Eltern schon um 18 Uhr Feierabend hätten. Dem müsste Rechnung getragen werden.

Aber auch dieser Bedarf muss genau ermittelt werden. Dass von den Kitas nach eineinhalb Jahren nun mehr Flexibilität signalisiert werde, so schätzte Susemihl ein, verdanke man auch der Debatte über den möglichen Kita-Neubau.

Rolf Barkhorn

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