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Klassentreffen mit Seltenheitswert

Kühlungsborn Klassentreffen mit Seltenheitswert

Absolventen der ehemaligen Goetheschule in Kühlungsborn feiern ihr diamantenes Abitur.

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Klassentreffen aus Anlass 60 Jahre Abitur gestern im Hotel „Polarstern“ in Kühlungsborn.

Quelle: Rolf Barkhorn

Kühlungsborn. Klassentreffen stecken immer voller Erinnerungen. Das war auch bei den ehemaligen Schülern der Kühlungsborner Goetheschule, die sich gestern Mittag im Hotel „Polarstern“ trafen, nicht anders. Aber dennoch hatte ihr Zusammenkommen Seltenheitswert. Denn die ehemaligen Schüler der 12b feiern in diesem Jahr diamantenes Abitur. „Das wird nicht mehr so oft vorkommen, denn Ende des Schuljahres 1958/59 war es mit der Goethe-Oberschule vorbei. Die Abituranwärter gingen fortan in Bad Doberan zur Schule“, erklärte Hans-Dieter Raspe, beim gestrigen Treffen in seiner Festrede. Er gehört zu den Absolventen des Abiturjahrganges von 1956, die sich seit der Wende mit ehemaligen Mitschülern treffen, die bis zum Ende der zehnten Klasse blieben und die Mittlere Reife erlangten.

Es gab an unserer Schule keine Lehrer, die wir gar nicht mochten.“Peter Moeck (78), Absolvent des

Abiturjahrganges 1956 an der Goetheschule Kühlungsborn

Diese Treffen, die ein bisschen an den Rühmann-Film „Die Feuerzangenbowle“ erinnern, finden seit der Wende regelmäßig alle zwei Jahre statt und die großen Jubiläen werden dann besonders gewürdigt.

„Vorher, zu DDR-Zeiten, haben wir uns auch getroffen, aber daran konnten einige, die es irgendwann in den Westen verschlagen hatte, leider nicht teilnehmen“, erzählte Raspe. Die Geburtsstunde der regelmäßigen Zusammenkünfte schlug dann auch erst 1992, als sich die Absolventen der 10b nach 38 Jahren erstmals in Kühlungsborn trafen. Seitdem feiern beide Gruppen, die Abiturienten und die Abgänger der 10b zusammen.

In seiner Festansprache erinnerte der 78-jährige Journalist und Jurist Raspe an die gemeinsam erlebte Jugendzeit. „Wir gehören einer Generation an, die als Kinder ohne Fernsehen, Computer, Handy und Gameboy aufwuchs. Wir konnten uns noch mit einfachen Mitteln wie einem Stahlbaukasten oder ein paar Lehmmurmeln stundenlang selbst beschäftigen.“

Auch die Helden der Zeit waren andere: „Timur und sein Trupp – hieß unser Harry Potter und unser ’Herr der Ringe’ war ’Winnetou!’“. Getanzt wurde nach der Musik von Kurt Edelhagen und gelacht haben wir über die Witze von Heinz Ehrhardt und Harald Nielsen, beschrieb Karl-Heinz Raspe.

Auch dass man am 5. März 1953 in „FDJ-Kluft“ gekleidet um den verstorbenen sowjetischen Staatslenker Stalin getrauert hatte, ließ Raspe in seiner Ansprache nicht aus. Er betonte aber auch, dass die Oberschulzeit für ihn die unbeschwerteste Zeit seines Lebens und eine Ära des Behütetseins war.

Auch der Anteil der Lehrer an der Entwicklung der Schüler wurde in seiner Festrede ausführlich gewürdigt. „Es gab keine Lehrer, die wir nicht mochten“, erzählte Peter Moeck (78). Gut erinnern konnte er sich noch an die Sportstunden mit Heinz Hamann. Über ihn sagte der ehemalige Goetheschüler und spätere Kühlungsborner Bürgermeister: „Der hat uns am Reck und den anderen Geräten ganz schön gezwiebelt. Er war aber auch selbst ein sehr guter Sportler.“

Sich selbst bezeichnete Moeck als „durchschnittlichen“ Schüler. Aber immerhin durfte er im Schulorchester die Erste Geige spielen. Orchester und Chor fuhren gemeinsam zu den großen Jugendtreffen nach Berlin. „Wir besaßen keinen richtigen Gong. Den brauchten wir aber für eine bestimmte Stelle in einem russischen Volkslied. So haben wir einfach ein Stück Schiene vom Molli mitgenommen, wo für den Gong mit dem Hammer draufgeschlagen wurde“, erinnerte sich Jubiläums-Abiturient Moeck.

Rolf Barkhorn

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