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Kühlungsborn: CDU will mit „Kümmerkompetenz“ punkten

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Stadtverbandsvorsitzender Lars Zacher zur Lage der Partei nach den Wahlen

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Lars Zacher (38) steht seit sieben Jahren an der Spitze des 40-köpfigen Stadtverbandes der CDU in Kühlungsborn und wurde jetzt wiedergewählt.

Quelle: Foto: Lutz Werner

Kühlungsborn. Immobilien-Unternehmer Lars Zacher (38) steht seit sieben Jahren an der Spitze des Stadtverbandes der CDU im Ostseebad Kühlungsborn. Er sagt: „Wir sind gut aufgestellt für die kommenden Aufgaben.“

Der Stadtverband der CDU wählte unlängst einen neuen Vorstand. Was sagen Sie zum Ergebnis?

Lars Zacher: Das ist Kontinuität mit einer im Unterschied zu allen anderen politischen Kräften in der Stadt vergleichsweise jungen Mannschaft. Die Mehrzahl der Vorstandsmitglieder ist Ende 30 bis Anfang 40. Neu hinzugekommen in der Vorstandsriege ist Petra Jürich. Vier unserer fünf jungen Vorstandsmitglieder sitzen auch in der Stadtvertretung, in der wir die stärkste Fraktion sind. Wir haben den notwendigen Generationenwechsel in den vergangenen Jahren gut gemeistert. Das zeigt auch diese Vorstandswahl-Wahl.

Das war eine interne Wahl im Stadtverband unter Mitgliedern. Mit dem Ausgang der Bürgermeisterwahl am zurückliegenden Sonntag können Sie sicher nicht zufrieden sein?

Nein. Da brauchen wir nicht lange drumherum reden. Wir sind schon enttäuscht darüber, dass es unser Kandidat nicht in die Stichwahl geschafft hat. Damit hatten wir fest gerechnet.

War Stephan Krauleidis, den viele Kühlungsborner noch immer als Doberaner Politiker wahrgenommen haben, vielleicht der falsche Mann im Wettstreit mit Rüdiger Kozian und Peter Menzel, die in Kühlungsborn tief verwurzelt sind und einen hohen Bekanntheitsgrad haben?

Hinterher ist man immer schlauer. Hinsichtlich seiner politischen Kompetenz und Erfahrung war Stephan Krauleidis schon ein sehr guter Kandidat – der beste, den wir finden konnten. Er wird – da bin ich sicher – im Stadtverband seinen Platz finden.

Hoher Bekanntheitsgrad, in Kühlungsborn tief verwurzelt, bei vielen sogar beliebt: Das trifft beispielsweise auf Sie und Andreas Bartelmann zu. Warum haben Sie Ihren Hut nicht in den Ring geworfen?

Wir führen beide Unternehmen, aus denen wir uns nicht einfach zurückziehen können oder sie gar auflösen könnten, wenn einer von uns gewählt worden wäre. Da gibt es auch die Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern. Und als Bürgermeister weiter Inhaber eines ortsansässigen Unternehmens zu sein: Das hätte sofort Kritiker auf den Plan gerufen, die von Interessenkonflikten geredet hätten.

Mit 37 Prozent der Zweitstimmen erzielte die CDU in Kühlungsborn bei der zurückliegenden Bundestagswahl ein Ergebnis, das deutlich über dem Landes- und Bundesdurchschnitt liegt. Allerdings kam auch die AfD auf beachtliche 15 Prozent. Wie geht der Stadtverband damit um?

Auf die großen politischen Themen, die im Bund die Auseinandersetzung mit dieser Partei bestimmen, haben wir als lokaler Stadtverband wenig Einfluss. Aber wir können den Menschen hier täglich aufs Neue beweisen, dass wir die Partei mit der „Kümmerkompetenz“ sind. Uns ihre oft ganz alltäglichen Probleme nicht nur anhören, sondern auch versuchen, sie zu lösen. Politik zum Anfassen für die Menschen von hier machen. Das gelingt uns, so glaube ich, ganz gut. Ein solches Politikverständnis wird, da bin ich optimistisch, viele Kühlungsborner, die jetzt AfD gewählt haben, auch wieder zu uns zurückbringen.

Im Wahlkampf zur Bürgermeister-Stichwahl hat sich der CDU-Stadtverband demonstrativ hinter den späteren Sieger, den unabhängigen Kandidaten Rüdiger Kozian, gestellt. Warum?

Rüdiger Kozian ist zwar als unabhängiger Kandidat angetreten, aber er ist auch Vorsitzender der Unabhängigen Wählergemeinschaft. Zwischen der CDU und der UWG gibt es eine große politische Schnittmenge, die beiden Fraktionen haben in der Stadtvertretung bisher bei vielen wichtigen Entscheidungen gut zusammengearbeitet. Da war Vertrauen zu Rüdiger Kozian – auch, weil sein Wahlkampf konstruktiv und mit Augenmaß geführt wurde. Was man von seinem Mitbewerber in der Stichwahl nicht immer sagen konnte.

Mit einem neuen Bürgermeister Kozian ab dem 1. Januar im Rathaus: Welche Themen wird die CDU versuchen, in der Stadtvertretung besonders voranzubringen?

Für die weitere Entwicklung unseres Hauptwirtschaftszweiges Tourismus – ohne ihn zu vernachlässigen – ist in den vergangenen Jahren viel getan wurden. Jetzt müssen die Interessen der Kühlungsborner noch stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Heißt: Bau einer vierten Kita, Erweiterung des Hortes und Erlangung von Landes-Fördermitteln für den sozialen Wohnungsbau. Sonst bleiben bezahlbare Wohnungen einTraum.

CDU-Stadtverband wählte einen neuen Vorstand

8 Mitglieder hat der Vorstand des Stadtverbandes der CDU im Ostseebad Kühlungsborn. Die Mitglieder des Vorstandes werden für zwei Jahre in ihr Amt gewählt.

Lars Zacher wurde bei der zurückliegenden Vorstandswahl als Vorsitzender des Stadtverbandes bestätigt.

Stellvertreter sind Susanne Jaeger und Hubertus von Storch. Als Beisitzer fungieren im Vorstand der Stadt-CDU Andreas Bartelmann, Sebastian von Jutrzenka, Benjamin Arnold, Christoph Zocher und Petra Jürich.

Interview: Lutz Werner

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