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Kühlungsborn: Debatte um Gewerbeflächen

Kühlungsborn Kühlungsborn: Debatte um Gewerbeflächen

Stadtvertreter diskutieren kontrovers über eine mögliche Ansiedlung in Sport- und Freizeitgebieten.

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Kühlungsborn. Will das Ostseebad Kühlungsborn auf einem Grundstück, das im Bebauungsplan eigentlich als „Sondergebiet für Jugendherberge, Sport- und Freizeitanlagen“ bezeichnet wird, die Ansiedlung von Gewerbe zulassen oder nicht? Dieser Frage mussten sich die Stadtvertreter auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend stellen. „Es geht dabei um den Bereich am Grünen Weg zwischen der Kleingarten-Anlage und dem Pflegeheim“, erklärte Bauamtsleiterin Peggy Westphal. „Hier liegt der Stadt die Anfrage für ein etwa 5000 Quadratmeter großes Gewerbegrundstück vor, auf dem sich ein Dienstleistungsbetrieb per Erbbaupacht ansiedeln will.“Das Areal würde sich dabei in Flächen für Büroräume, eine Kalthalle für die Lagerung von Verkehrssicherungsmaterial, ein Außenlager mit Waschplatz sowie eine Parkplatzanlage für Personal- und Firmenfahrzeuge unterteilen, so Westphal.

 

OZ-Bild

Ein profa- nes Gewerbe- gebiet passt hier gar nicht rein — das wäre doch wie ein Fremdkörper.“Gemeindevertreter Knut Wiek (SPD)

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Er sei über dieses Ansinnen „sehr betrübt“, sagte Stadtvertreter Knut Wiek (SPD) und kritisierte: „Ein profanes Gewerbegebiet passt an dieser Stelle gar nicht rein — das wäre doch wie ein Fremdkörper.“ Denn grundsätzlich seien hier Freizeiteinrichtungen, ein Sportplatz, eine Jugendherberge oder ein neues Rathaus vorgesehen, so Wiek. „Das ist nahezu das letzte Grundstück der Stadt, das bebaut werden kann.“ Darüber hinaus habe die betreffende Firma überhaupt keine Vergangenheit im Ort, machte Wiek deutlich: „Das haben wir noch nie gemacht — einem Betrieb ohne Erfolgshintergrund so ein Grundstück zuzuschanzen.“

Ohne Frage sei dieses Gebiet auch nicht der Favorit der CDU-Fraktion gewesen, betonte Ortsverbands-Chef Lars Zacher: „Aber die Verwaltung hat in den vergangenen Wochen nach alternativen Standorten für eine Gewerbeansiedlung auf privaten Grundstücken gesucht, etwa im Bereich Zur Steinbeck, Zur Asbeck oder Grüner Weg — ohne Erfolg.“ Darüber hinaus sei der Bewerber einer der größten Steuerzahler im Ort, so Zacher: „Und das unabhängig vom Tourismus.“

Dabei sei die Firma laut Bundesanzeiger in einer anderen Gemeinde angesiedelt, merkte Uwe Wiek (Grüne) an: „Das ist schon dubios.“ Ganz so sei das nicht, entgegnete Kämmerer Dirk Lahser: „Der Einzelunternehmer hat seinen Sitz in Kühlungsborn und wohnt hier auch.“ Die Firma sei seit Jahren im Ort präsent und entwickle sich gut, sagte auch Gerd Susemihl (HGV). Dennoch: Die Stadt habe einen gültigen Bebauungs- und Flächennutzungsplan, so Uwe Wiek. „Und nur, weil jetzt einer kommt und mit Geld wedelt, fallen wir um — das sollten wir nicht machen.“

Im konkreten Fall handele es sich um ein nicht störendes Gewerbe, es werde hier nichts produziert, sagte Stadtvertreter und Bauausschuss-Vorsitzender Hans-Joachim Ollhoff (HGV): „Ich bin grundsätzlich dafür, Interessenten entsprechende Flächen zur Verfügung zu stellen.“ Zudem gehe es zunächst einmal nur um einen Grundsatzbeschluss, ob überhaupt eine Änderung des Bebauungsplanes in Betracht komme, machte Bauamtsleiterin Peggy Westphal deutlich.

Letztlich schlossen sich die Stadtvertreter mehrheitlich den Empfehlungen der Ausschüsse an — und gaben per Grundsatzbeschluss grünes Licht für die Ansiedlung eines Gewerbes auf dem „Sondergebiet für Jugendherberge, Sport- und Freizeitanlagen“.

Von Lennart Plottke

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