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Kühlungsborner wollen Lernen verbessern

Kühlungsborn Kühlungsborner wollen Lernen verbessern

Mit einem Daten-Safe für Lebensläufe kämpft eine Entwickler-Gemeinschaft um die beste Idee Deutschlands

Kühlungsborn. Eine internationale Entwickler-Gemeinschaft aus Mecklenburg-Vorpommern will das digitale Lernen revolutionieren. Mit einem innovativen Programm, dem Personal-Data-Locker (PDL), sollen Lernprozesse sichtbar – und auch sicherer gemacht werden. Mit dieser Datenbank für alle Lernaktivitäten eines Lernenden hat es die erst im Frühjahr 2014 gegründete Genossenschaft Sicher-im-Inter.net, deren Mitbegründerin die Kühlungsborner Unternehmerin Heike Schaffarzyk ist, nun in die Endrunde des bundesweiten Wettbewerbs „Deutschland – Land der Ideen“ geschafft – als einziges Projekt aus MV.

Dabei haben sich die Kühlungsborner in einer ersten Abstimmungsrunde bereits gegen 100 prämierte Projekte durchgesetzt. Nun naht die Entscheidung: Vom 27. September bis zum 6. Oktober läuft die letzte Runde. Über das Internet stimmt das Publikum dabei über die beste Idee des Jahres ab. Nach zwei Voting-Tagen befindet sich der „Digitale-Lern-Lebenslauf“ auf dem achten Platz. Die Konkurrenz ist groß: Neben einem Krisennetzwerk für schwerkranke Kinder, einem neuartigen Projekt zur Wasserreinigung und einem speziellen Sorgentelefon muss die Software aus dem Mecklenburger Ostseebad gegen insgesamt zehn Projekte bestehen.

Doch die 47-jährige Schaffarzyk zeigt sich kämpferisch. Denn ihre Entwickler-Gemeinschaft, die derzeit aus sechs Leuten besteht, und für die zeitweise auch Programmierer aus England oder Singapur arbeiten, hat bereits andere Preise abgeräumt. „Uns geht es nicht ums Geld“, sagt sie. „Es ist eine gute Sache.“ Deshalb sei der PDL auch eine Open-Source-Software, ein Programm, dessen Quelltext öffentlich ist und von Dritten eingesehen werden kann. „Aber wir können über den Wettbewerb auch zeigen, dass Kühlungsborn ein Ort ist, der mehr Wirtschaft hat als nur Tourismus“, sagt Schaffarzyk.

Mit dem digitalen Datensafe soll das E-Learning verbessert werden. Derzeit wird das Programm an Universitäten in Österreich und Holland getestet. „Erst wollten wir, dass junge Leute sicher mit den neuen Medien kommunizieren können“, erklärt Schaffarzyk. „Den ersten Kontakt damit machen Kinder in der Schule.“ Doch die derzeitigen E-Learning-Systeme in Deutschland seien alle zu unangenehm in der Nutzung.

Schaffarzyks Lebensgefährte Martin Lagasse (52) erklärt die Vorzüge des PDL. „Damit kann jeder selbst seinen eigenen Lernfortschritt dokumentieren“, sagt er. „Lerndaten aus Job, Schule, Universität oder von Webinaren lassen sich in einem Profil speichern.“ Die Daten gingen nicht mehr verloren. Trotzdem würde der Nutzer stets Herr über seine Daten bleiben – nach deutschen Sicherheitsstandards.

Er entscheidet, was er einem künftigen Arbeitgeber zeigt und was nicht. „Unternehmen können die Lebensläufe dann gegenchecken“, sagt Lagasse. „Gefälschte Lebensläufe sind so nicht mehr möglich.“

Kay Steinke

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