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Wittenbeck Landschaftspfleger mit Seltenheitswert

Das Ostsee-Golfresort Wittenbeck hat als erste Golfanlage in Deutschland eine Schafherde angesiedelt

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Resort-Manager Werner Gallas ist stolz auf die neue Attraktion der Anlage — die seltenen Skudden-Schafe.

Quelle: Rolf Barkhorn

Wittenbeck. Das Ostsee-Golfresort in Wittenbeck ist um eine Attraktion reicher. Seit vergangenem Sonnabend hat eine kleine Herde einer besonderen Schafrasse am Rande des Abschlags 14 eine neue Heimat gefunden. Die „Skudden“, so der Name der in Deutschland selten gewordenen Rasse, haben sich schnell angepasst.

Unsere Gäste wollen nicht nur einfach ihren Sport ausüben. Sie wollen die Natur erleben.“Werner Gallas, Resort-Manager

Noch befinden sich die Tiere zur Eingewöhnung im eingezäunten Gehege auf der Streuobstwiese. Dort betätigen sich die zehn Schafe schon eifrig als „Landschaftspfleger“. Aber schon bald wird man sie nebenan auf dem 2,5 Hektar großen Grün antreffen. „Dort werden sie uns das Gras kurzhalten. Aber das ist nicht der Hauptgrund, warum wir die Skudden hier halten. Vielmehr ist es schon länger unsere Philosophie, im Einklang mit Natur und Umwelt zu handeln. Mit der Schafherde bekommt unsere Anlage eine weitere natürliche Komponente“, betont Werner Gallas.

Der Resort-Manager berichtet, dass dies auch den Bedürfnissen der Golfer sehr entgegenkomme. „Unsere Gäste wollen nicht nur einfach ihren Sport ausüben. Sie wollen die Natur erleben“, sagt Gallas und verweist auf das bisherige Engagement des Resorts in Sachen Umwelt.

So wurde ein Insektenhotel errichtet, in den Teichen finden sich Saiblinge, Karpfen, Bachforellen und Flusskrebse. „Dafür wurden wir vom Golfverband mit dem Golf- und Natur-Award ausgezeichnet“, berichtet Werner Gallas. Der Manager betont, dass man auch ein bisschen stolz darauf sei, dass das Ostsee-Golfresort Wittenbeck mit dem Ansiedeln der Schafherde einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung leiste. Denn die ursprünglich aus Osteuropa stammende Rasse der Skudden steht auf der „Roten Liste“, weil sie vom Aussterben bedroht ist. Höchstens 2000 Exemplare dieser kleinsten Landschafrasse mit den auffallend dünnen Beinen und dem dichten Wollfell existieren noch.

Die fünf Mutterschafe und ihre Lämmer stammen aus einer Zucht in Nordrhein-Westfalen. Dass es zunächst ausschließlich weibliche Tiere sind, sei beabsichtigt. Eine unkontrollierte Vermehrung der Herde gelte es zu vermeiden. „Wir werden dann aber von der Züchterin für begrenzte Zeit einen Bock dieser Rasse bekommen, den wir zur Herde lassen können. Vielleicht haben wir dann nächstes Jahr unsere eigenen Osterlämmer“, hofft Gallas.

Er betont aber, dass es bei der Schafhaltung nicht um wirtschaftliche Ziele gehe: „Wir wollen den Landwirten keine Konkurrenz machen.“ Geschoren werden die Wollelieferanten dann von einem Fachmann, der als Gegenleistung die Wolle bekommt. Dass die Tiere sehr zutraulich und neugierig sind, könnte allerdings auch ein Problem werden. „Wir möchten natürlich nicht, dass die Schafe unseren Golfgästen beim Spielen in die Quere kommen oder sie mit ihrem Blöken stören. Aber dort, wo sie weiden, behindern sie eigentlich niemanden“, meint Gallas.

Trotzdem sollen die Gäste im Resort schon mal darauf hingewiesen werden, dass die Tiere auf keinen Fall zu füttern sind.

Von Rolf Barkhorn

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