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Langer: „Alles im grünen Bereich“

Langer: „Alles im grünen Bereich“

Mehr Strom, weniger Sand — nach Modernisierungs- arbeiten sieht der TSK-Chef den Hafen in Kühlungsborn für die Hauptsaison gerüstet.

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Alles im Blick: TSK-Chef und Hafenbetreiber Ulrich Langer sieht die Kühlungsborner Marina im Wettbewerb gut aufgestellt.

Quelle: Lennart Plottke

Kühlungsborn Knapp 10 000 Ankünfte, steigende Verweildauer, internationales Gütesiegel: Für Ulrich Langer, Geschäftsführer der Touristik Service Kühlungsborn GmbH (TSK), ist die Marina im Wettbewerb gut aufgestellt.

Zwölf Seemeilen westlich von Warnemünde und 24 Seemeilen östlich von Poel ist Kühlungsborn für Touren-Skipper ein attraktives Segelrevier. Ist der Hafen für die anstehende Saison gerüstet?

Ulrich Langer: Wir bieten 400 Liegeplätze an — 200 davon sind für Dauernutzer reserviert. Die Nachfrage ist ungebrochen gut. Dabei geht die Tendenz immer mehr zu größeren Schiffen — Motor- und Segelboote halten sich hier die Waage.

Apropos größere Schiffe: Vor zwei Jahren drohte die Hafeneinfahrt an der Nordmole zu versanden . . .

Langer: Dieses Problem haben wir im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Stadt durch umfangreiche Ausbaggerungen in den Griff bekommen. Nach aktuellen Lotungen beträgt die Solltiefe im Hafen zwischen drei und vier Meter — es ist alles im grünen Bereich.

Wie steht es um die Stromversorgung? 2015 gab es bei Großveranstaltungen immer wieder Ausfälle.

Langer: Die Stromzufuhr für den Hafen wird erneuert — wir bekommen jetzt eine separate Leitung von der Trafo-Station bis zu unserem Verteiler. Ich möchte aber betonen, dass es durch eine Kopplung von mehreren Umständen zu den Stromausfällen gekommen ist. Und: Die Grundlast war und ist jederzeit gewährleistet.

Alle Jahre wieder kommt es rund um den Hafenbereich zu großen Verkehrsproblemen. Vor allem die prekäre Parkplatz-Situation nervt Gäste und Einheimische gleichermaßen . . .

Langer: Zumindest den Parkplatz oberhalb des Hafenhauses haben wir im vergangenen Jahr deutlich aufgewertet. Durch ein neues Kassensystem sowie feste Markierungen der einzelnen Parkflächen nutzen wir hier zumindest die etwa 150 Stellplätze optimal aus.

Das reicht aber hinten und vorn nicht aus . . .

Langer: Natürlich wäre es hilfreich, wenn das noch unbebaute Grundstück weiterhin als Parkfläche genutzt werden könnte. Aber seit 2012 ist dieses Areal nun mal für Autos gesperrt. Es handelt sich hier um ein Privatgrundstück — und wir sind auch nicht bei „Wünsch‘ Dir was“. Insgesamt muss allen Beteiligten klar sein, dass wir deutlich mehr Freiraum brauchen — gerade mit Blick auf das hohe Verkehrsaufkommen in diesem Bereich.

Was heißt das konkret?

Langer: Wir müssen endlich das Nadelöhr Hafenstraße/Fulgen entschärfen. Um den Begegnungsverkehr von Radlern, Fußgängern und Autos zu lösen, muss die Verkehrsführung geändert werden — hier laufen aktuell Gespräche mit dem Eigentümer des Grundstückes hinter dem Hafenhaus.

Was wird zur neuen Saison noch in und an der Marina getan?

Langer: Die Hauptstege bekommen eine längere und stabilere Beplankung, um den größeren Booten gerecht zu werden. Dazu werden auch die Schwimmstege erneuert. Und das Hafenhaus soll noch vor Pfingsten komplett neu gestrichen werden.

Hier ist die Tourist-Info untergebracht — wird das Gebäude auch anderweitig genutzt?

Langer: Das Haus verfügt jetzt über einen renovierten Tagungsraum. Diesen Raum wollen wir ganzjährig vermarkten — unter dem Motto „Tagen am Meer“. Dazu gehört auch die Dachterrasse — mit diesem Pfund wollen wir arbeiten.

Gibt es rund um den Hafen weitere Baustellen?

Langer: Als Betreiber haben wir den Wunsch, dass das Provisorium rund um den Segelverein endlich beendet wird. Ein Container, der langsam wegrostet, kann nicht im Sinne eines Ostseebades sein. Da sind wir in Gesprächen. Klar ist, dass wir dringend guten Nachwuchs brauchen — dann sollten wir optimale Bedingungen schaffen. Dazu gehört auch, die Taucher und die Segelschule künftig mehr an den Kühlungsborner Hafen anzubinden.

Gut 10 000 Boote legen pro Jahr im Hafen an

400 Liegeplätze gibt es in der Kühlungsborner Marina — 200 sind für Dauernutzer reserviert, die andere Hälfte nutzen Saisonlieger.

18 Meter lang dürfen die Boote maximal sein, um in das Hafenbecken zu passen.

3 bis 4 Meter beträgt die Wassertiefe im Becken— nach umfangreichen Ausbaggerungen im vergangenen Jahr drohen aktuell keine Versandungen. 10 000 Boote legen etwa pro Jahr im Ostseebad Kühlungsborn an.

Von Interview von Lennart Plottke

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