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„Mit Humor geht alles leichter“

Rerik „Mit Humor geht alles leichter“

Edith und Hans Kray sind seit 60 Jahren verheiratet / Sie feiern am Donnerstag Diamanthochzeit

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Musik ist ein ständiger Begleiter von Edith und Hans Kray. Er hatte unter anderem 30 Jahre lang den Hohenfelder Chor geleitet, davon 20 Jahre gemeinsam mit seiner Frau an seiner Seite.

Quelle: Fotos: Mathias Otto, Privat

Rerik. Seit 62 Jahren verlobt, seit 60 Jahren verheiratet: Edith (82) und Hans Kray (85) feiern am 30. März Diamanthochzeit. Das Paar lebt im Ostseebad Rerik und hat drei Kinder, fünf Enkel und drei Urenkel. „Bei uns gibt es wie in jeder anderen Beziehung auch Höhen und Tiefen. Wir können aber viel lachen. Mit Humor läuft vieles besser im Leben. Schöne, aber auch kritische Momente haben wir somit gemeistert“, sagt der Jubilar.

Edith Kray zupft die rote Fliege ihres Mannes zurecht. Er lächelt und nimmt ihre Hand. Es wirkt auch nach fast 60 Jahren Ehe harmonisch im Hause Kray. Das Paar sitzt an seinem Esstisch vor alten Fotoalben – alle weit aufgeschlagen. Immer wieder fallen beim Blättern Worte wie: „Erinnerst du dich noch an dieses Bild?“ Hinter jedem Foto stecken Erinnerungen, vor allem aber gemeinsame.

„Wir hatten auch oft gegenteilige Standpunkte und haben unangenehme Dinge angesprochen. Das Versöhnen ist bedeutsam. Ein Kuss am Abend und ein Kuss am Morgen gehören dazu“, sagt Hans Kray. Außerdem gegenseitige Achtung, Akzeptanz und Ehrlichkeit. „Man muss es ebenso zulassen können und lernen, sich zu entschuldigen. Das Miteinander-Reden – dies ist das Wichtigste in einer Beziehung“, ergänzt seine Frau.

Zum ersten Mal gesehen haben sie sich schon als Jugendliche. Beide stammen aus Flüchtlingsfamilien – sie aus Königsberg und er aus Danzig. Der Krieg war seit drei Jahren beendet, als sich ihre Blicke zum ersten Mal trafen. Beide landeten durch Zufall in demselben Ort – in Hornstorf bei Wismar. „Als ich auf dem Weg zur Schule war, sah ich einen Jungen, der am Fenster stand und mich beobachtet hatte“, erinnert sie sich. Es war Hans Kray: „Ich entdeckte ein hübsches Mädchen mit schwarzen Haaren. Ich war sofort begeistert“, sagt er. Doch erst Jahre später fand er den Mut und sprach sie auf einer Tanzveranstaltung in Hornstorf an. „Wir saßen an getrennten Tischen und ich war mit meiner damaligen Freundin dort. Der letzte Tanz gehörte aber Edith und mir“, sagt er. Edith und Hans verliebten sich ineinander. Beide waren zu diesem Zeitpunkt Lehrer: er für Musik und Kunsterziehung, sie für Sport und Deutsch. Aber beide an Schulen, die weit auseinanderlagen. Damit sie in derselben Stadt unterrichten dürfen, haben sie sich am 10. April 1955 verlobt. „Wir haben in unserer Beziehung schon früh gewusst, dass wir dauerhaft zusammengehören und später heiraten möchten.

Mit dieser Entscheidung waren die Chancen größer, dass wir weiterhin zusammenleben dürfen“, sagt er und erinnert sich, dass er traditionsgemäß bei seinen künftigen Schwiegereltern um Erlaubnis gefragt hatte.

Drei Orte zum Arbeiten wurden ihnen angeboten: Satow, Kröpelin und Rerik. Sie haben sich für das Ostseebad entschieden. Anfangs lebten sie dort in zwei getrennten Ein-Zimmer-Wohnungen. „Wir haben dann aus meiner Wohnung unsere erste gemeinsame gemacht“, sagt Edith Kray. Später hat das Paar ein Haus für sich und den Nachwuchs gebaut.

Auch ihre Freizeit haben Edith und Hans Kray oft gemeinsam gestaltet. Er hat unter anderem 30 Jahre lang den Hohenfelder Chor geleitet, davon 20 Jahre zusammen mit seiner Frau an seiner Seite. Hinzu kommen gemeinsame Reisen, etwa nach Schweden, Dänemark, Serbien, Russland, Italien und Österreich.

Mathias Otto

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