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Ostseebad diskutiert über zweite Seebrücke

Kühlungsborn Ostseebad diskutiert über zweite Seebrücke

30-Millionen-Projekt bewegt Kühlungsborner / Gegner und Befürworter halten sich die Waage

Kühlungsborn. Es ist im Ostseebad derzeit das alles bestimmende Gesprächsthema: eine Seebrücke mit Schwimmbecken, Aquarien und Geschäften in Kühlungsborn West. Ob in der Stadtvertretung, im Hafen oder auch in Kneipen — überall wird heiß über die Pläne der amerikanischen Investmentfirma Mount Withney Consulting diskutiert, unter dem Projekt-Namen „Paradise Island“ eine 500 Meter lange Brücke in die Ostsee zu bauen. Kostenpunkt: rund 30 Millionen Euro (die OZ berichtete).

„Eine zweite Seebrücke ist an sich ja eine gute Idee — aber das ist schon ein ganz schöner Batzen Geld“, meint etwa Ulrich Langer, Chef der Touristik Service Kühlungsborn GmbH (TSK). „Wer bezahlt das alles — vor allem dann, wenn die Finanzierungspläne nicht aufgehen?“ Denn die meisten Seebrücken im Land wurden von der öffentlichen Hand bezahlt — die Mount Whitney-Gruppe will hingegen private Investoren gewinnen. „Ein paar Geschäfte, Restaurant und Schwimmbad sollen diesen Millionen-Betrag erwirtschaften — das halte ich für illusorisch“, sagt Langer.

Während viele Einwohner zu viel Superlative, zu viel Kommerz befürchten, kann sich Dietrich Rehpenning, Chef des Kühlungsborner Handwerker- und Gewerbevereins, eine zweite Seebrücke für das Ostseebad gut vorstellen. „Für den oft zu ruhigen Ortsteil West wäre das doch eine tolle touristische Attraktion — auch, wenn wieder einige Bedenkenträger dagegen sein werden.“ Damit meine er in erster Linie Geschäftsinhaber in der Hermannstraße, so Rehpenning: „Die fürchten um ihre Existenz, wenn auf der Seebrücke weitere Läden entstehen — aber erstens belebt Konkurrenz das Geschäft, und zweitens glaube ich nicht, dass das einen unmittelbaren Einfluss haben würde.“

Aktuell sei man mit Blick auf konkrete Planungen noch nicht mal bei einem Prozent, betont Bürgermeister Rainer Karl (parteilos): „Die Idee liegt zwar in der Schublade — aber mit dem potenziellen Investor habe ich seit einem halben Jahr nicht mehr gesprochen.“ Dennoch begrüße er die jetzt angestoßene Diskussion, so Karl: „Das zeigt doch, wie sehr der Ort den Einwohnern am Herzen liegt.“

Deshalb werde es zu gegebener Zeit auch eine Bürgerversammlung zu diesem Thema geben, verspricht Rainer Karl: „Denn die Kühlungsborner sollen die Entwicklung ihrer Stadt ja auch mitbestimmen.“

Von Lennart Plottke

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