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Parkverbot funktioniert nicht

Rerik Parkverbot funktioniert nicht

Immer wieder Chaos vor der Slip-Anlage / Segler schlagen System mit Schranke und Karten vor

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Eigentlich dürften vor der Slip-Anlage und auf dem Seitenstreifen keine Autos stehen. Gestern war die Situation dort eher spätherbstlich entspannt. Im Sommer sieht es anders aus. Dann herrscht dort Chaos – bis hin zur Zufahrt zur Slip-Anlage.

Quelle: Foto: Lutz Werner (2), Rolf Barkhorn (1), Matthias Otto (1)

Rerik. Es funktioniert einfach nicht mit der Parkverbotszone gegenüber vom Gelände der Segler – am östlichen Rand des Haffplatzes von Rerik. Dort gibt es – neben der Durchfahrt zur Slip-Anlage – einen Seitenstreifen, auf dem zehn Pkw Platz finden können. Vor etwa zwei Jahren beschloss die Stadtvertretung, das Parken dort zu verbieten. Aber das kleine Ostseebad hat kein eigenes Ordnungsamt und die Politessen vom Verwaltungsamt Neubukow-Salzhaff können sich nicht nur um Rerik kümmern: Gestern Vormittag herrschte dort – wie eigentlich immer – ein reger Parkbetrieb, ein ständiges Kommen und wieder abfahren.

OZ-Bild

Immer wieder Chaos vor der Slip-Anlage / Segler schlagen System mit Schranke und Karten vor

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„Der Seglerverein Alt Gaarz hat – schon im eigenen Interesse und des der anderen Anlieger – nichts gegen die Nutzung des Streifens für Pkw-Stellplätze. Aber es sollte geregelt zugehen“, erklärt der Vorsitzende Dr. Martin Wegner-Repke während eines Vor-Ort-Termins gestern. Denn so spätherbstlich entspannt geht es dort nicht immer zu. „In der Urlaubssaison – etwa von Mai bis Ende August – herrscht hier Ausnahmezustand. Nicht nur auf dem Streifen wird geparkt. Die Zufahrt zur Slip-Anlage und das Areal vor dem Rastplatz am Wasser werden wild zugestellt, auf unserer Fläche vor der Vereinshalle stehen sogar oft Wohnmobile. Wenn wir von Regatten zurückkommen, gelangen wir mit den Fahrzeugen und Trailern nicht aufs eigene Gelände und die Kinder zum Training mit ihren Booten nicht ins Wasser. So ging das nicht mehr weiter“, sagt er.

Die Stadtvertretung reagierte und machte die gesamte städtische Fläche neben dem Seglergelände – den Parkstreifen und die Zufahrt zur Slip-Anlage – zur Parkverbotszone. Nur durchsetzen ließ sich das Parkverbot dort bisher nicht. Eine ziemlich pauschale Regelung, mit der weder der Seglerverein noch anliegende Gewerbetreibende vom Haffplatz glücklich sind. „Wir hatten damals eine andere Lösung vorgeschlagen und sogar schon die technischen Voraussetzungen wie die Stromleitung dafür geschaffen: die Installation einer Schranke an der Einfahrt zum Gelände und die Ausgabe von Karten zum Öffnen der Schranken für Berechtigte wie beispielsweise Anlieger“, erklärt Wegner-Repke. Da die Slip-Anlage für Benutzer, die ihre Boote dort zu Wasser lassen wollen – wie beispielsweise Angler – frei zugänglich sein muss, „hätten temporär nutzbare Karten für die Schranke beispielsweise vom Hafenmeister oder von der Kurverwaltung ausgegeben werden können“, so Wegner-Repke. Denn die freie Zugänglichkeit der Slip-Anlage ist eine Auflage für das von der EU geförderte Projekt. „Wir halten diese Lösung noch immer für die beste, konnten damit aber nicht durchdringen“, bedauert der Vorsitzende des Seglervereins.

Thomas Hähnel, der Vorsitzende des Bauausschusses, erläutert den Standpunkt der Stadtvertretung in dieser Sache. „Wir sprechen hier über städtische Flächen. Dort gab es übrigens nie offiziell ausgewiesene Parkplätze. Jeder, der dort am Haffplatz gebaut hat, wusste, dass er Stellplätze anderswo nachweisen musste“, stellt er klar. Bei der von der EU geförderten Baumaßnahme ging es nicht nur um die neue Slip-Anlage, sondern auch der Rastplatz unter den großen Bäumen an der Haff-Promenade und die Aussichtsplattform am Haff-Ufer seien neu entstanden. „Von Parkplätzen war da nie die Rede“, so Hähnel. Außerdem sei es problematisch – bei vielleicht zehn verfügbaren Stellplätzen – „dem einen einen Parkplatz zu geben und dem anderen nicht“. Denn der Bedarf sei sehr viel größer als die vorhandene Kapazität. „Unter diesen Voraussetzungen war die Ausweisung einer kompletten Parkverbotszone die sauberste Lösung, um das wilde Park-Chaos, das dort im Sommer herrscht, zu unterbinden“, betont der Vorsitzende des Bauausschusses.

Was aber bis jetzt Wunschdenken blieb, denn die Praxis sieht nach wie vor anders aus. Siehe Anfang der Geschichte.

Lutz Werner

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