Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Plädoyer für Schwimmhalle am Baltic Platz

Kühlungsborn Plädoyer für Schwimmhalle am Baltic Platz

Der Kühlungsborner Peter Ortenstein kann sich hier ein multifunktionales Zentrum vorstellen

Voriger Artikel
Mehr Kultur für mehr Zusammenhalt
Nächster Artikel
Rerik will Stopp für Ferienwohungen

Kühlungsborn. Ein Zentrum für Sport und Gesundheit, aber auch Kultur und Bildung – als mehrgeschossiges Bauwerk direkt neben der Villa Baltic: Diese Pläne sind im Ostseebad Kühlungsborn nicht neu. Doch seit ziemlich genau zwei Jahren versauern mögliche Konzepte für eine neue Schwimmhalle inklusive Wohnungen, Restaurants und Läden in der Schublade.

OZ-Bild

Der Kühlungsborner Peter Ortenstein kann sich hier ein multifunktionales Zentrum vorstellen

Zur Bildergalerie

Plädiert für eine Schwimmhalle am Baltic Park: der Kühlungsborner Peter Ortenstein.

Hintergrund: Im Jahr 2003 wurde die alte, zunehmend baufällige Halle geschlossen. Mehrere Projekte, die Halle wieder neu aufzubauen, scheiterten. Seit Juni dieses Jahres schließlich ist die Ruine am Rande des Baltic Parks im Ortsteil West nach einem Komplett-Abriss vollständig verschwunden.

„Vor einigen Jahren haben sich bei einer von mir und einigen weiteren Mitstreitern initiierten Unterschriften-Aktion gut 12 000 Leute für eine neue Schwimmhalle ausgesprochen – Kühlungsborner, aber auch Bewohner der Umlandgemeinden und Urlauber“, erinnert sich Peter Ortenstein. „Das Projekt muss mit einer jetzt angepassten Mehrfachfunktion endlich verwirklicht und auf den Weg gebracht werden.“

Denn viele Menschen würden sich nach wie vor am alten Standort eine Meerwasserschwimmhalle inklusive einer Versammlungsstätte wünschen, in der kulturelle und künstlerische Werke dargeboten werden können, ist Ortenstein überzeugt. „Das zeigen viele Umfragen und auch öffentliche Bekundungen.“ So sei die Idee entstanden, ein „Sport- und Kulturzentrum Baltic“ an diesem exponierten Platz zu planen, erklärt der 72-Jährige.

Angelehnt an frühere Skizzen eines bekannten Architekten, die einen Neubau in Säulenoptik zeigen, könne er sich im Untergeschoss eine Tiefgarage sowie im Erdgeschoss neben Einrichtungen zur medizinischen Versorgung auch Sauna, Fitness, Café, Restaurant und Boutiquen vorstellen, sagt Peter Ortenstein: „Im ersten OG hätte dann die Schwimmhalle ihren Platz, und darüber könnte man einen Saal für Konzerte und Ausstellungen, aber auch für Versammlungen und Kongresse einrichten.“

Und das alles vor allem mit Blick auf einen nachhaltigen Gesundheits-Tourismus: „Mecklenburg- Vorpommern wirbt mit dem Slogan als Gesundheitsland“, so Ortenstein. „Dieser Slogan wird von den Bädern und Städten viel zu wenig aufgegriffen und vermarktet. Gesundheitsfördernder Urlaub mit intakter Natur, Strand, Seen und Wäldern, dazu das Reizklima der Küste und saubere, unverbrauchte Luft – Kühlungsborn könnte sich auch mit diesem Zentrum an die Spitze der Bewegung setzen und ein weiteres Alleinstellungsmerkmal mit Zukunftsperspektive aufweisen.“

Darüber hinaus würden die aktuellen Wetterkapriolen klar aufzeigen, dass in Kühlungsborn Indoor-Möglichkeiten für Urlauber fehlen, ist Ortenstein überzeugt: „Die stauen sich bei schlechtem Wetter lieber Richtung Rostock, um dort shoppen zu gehen, den Zoo zu besuchen oder sich umliegende Sehenswürdigkeiten anzugucken – da sind wohl nicht unerhebliche Einnahmen für unsere Gewerbetreibenden verlorengegangen.“

Im Übrigen könne er nicht nachvollziehen, dass jetzt immer wieder als möglicher Schwimmhallen-Standort der Grüne Weg vorgeschlagen werde, macht Ortenstein deutlich: „Wer geht denn an der Peripherie schwimmen – maximal ein paar Kühlungsborner.“ Darüber hinaus sei der Transport von Meerwasser hierher kompliziert und teuer: „Zudem gibt es bereits einen Bebauungsplan für eine Schwimmhalle und eine Tiefgarage am aktuellen Standort – das ist ein wichtiger Bestandteil des Vorhabens.“

Und wer soll das bezahlen? „Mit der finanziellen Ausgestaltung und der Wirtschaftlichkeit müssen sich Fachleute beschäftigen“, meint Peter Ortenstein und stellt klar: „Allem voran steht die Diskussion – als erstes müssen wir die Frage klären, ob wir eine Schwimmhalle brauchen, dann sollten wir wertfrei über das Konzept reden. Manchmal muss man auch ein wenig größer denken . . .“

Seit 14 Jahren Stillstand

1972 wurde die Meerwasserschwimmhalle in Kühlungsborn eröffnet. Jahrzehntelang war sie der Stolz der Kühlungsborner und eine Attraktion nicht nur für die Urlauber, sondern auch für die Menschen in der Umgebung des Ostseebades. Neben dem touristischen Aspekt waren das Schulschwimmen und das Training der Rettungsschwimmer ein wichtiger Aspekt beim Betrieb. Im Februar 2003 wurde die Halle geschlossen – wegen beginnender Baufälligkeit. Projekte für einen Neubau zerschlugen sich. Im Juni dieses Jahres wurde das Gebäude schließlich abgerissen.

Lennart Plottke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Politisierung des Sports
Legt sich mit den Größen des US-Sports an: US-Präsident Donald Trump.

Der Angriff kam aus dem Nichts. An raue Checks und beinharte Kämpfe ist die NFL gewohnt. An einen US-Präsidenten, der ihre Spieler als Hurensöhne beschimpft und feuern lassen will, nicht. Nun könnte Trump eine Bewegung gestärkt haben.

mehr
Mehr aus Kühlungsborn
Verlagshaus Bad Doberan

Service-Center:
Am Markt 2
18209 Bad Doberan

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
10.00 bis 17.00 Uhr

Redaktion:
Alexandrinenplatz 1 a
18209 Bad Doberan

Leiterin Lokalredaktion: Anja Levien
Telefon: 0 38 203 / 55 300
E-Mail: bad-doberan@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.