Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Politik fordert mehr E-Ladestationen

Kühlungsborn Politik fordert mehr E-Ladestationen

Die Stadtvertreter von Kühlungsborn haben dafür votiert, die Einrichtung von öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge zu forcieren. Die Verwaltung soll nun prüfen, wo solche Ladestationen errichtet werden können. Eine öffentliche Station gibt es bereits.

Voriger Artikel
Kritik am Tourismuskonzept
Nächster Artikel
Hermann Clausen sagt „Tschüss“

Bereits vor zwei Jahren installierte das Mitsubishi-Autohaus in Kühlungsborn eine Ladestation für E-Mobile. Bisher blieb es die einzige öffentlich nutzbare Station in Kühlungsborn. Die Nachfrage hat in letzter Zeit stark zugenommen. Im Bild: Juniorchef Kai von Jutrzenka.

Quelle: Foto: Rolf Barkhorn

Kühlungsborn. Schon kurz nach der Wende warb Kühlungsborn mit dem Untertitel „Grüne Stadt am Meer“, was sich damals aber mehr auf den hohen Baumbestand im Ostseebad bezog.

OZ-Bild

Die Stadtvertreter von Kühlungsborn haben dafür votiert, die Einrichtung von öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge zu forcieren. Die Verwaltung soll nun prüfen, wo solche Ladestationen errichtet werden können. Eine öffentliche Station gibt es bereits.

Zur Bildergalerie

Heute gelten für eine „grüne Stadt“ noch andere Kriterien. „Wenn wir das sein wollen, müssen wir noch mehr tun“, ist Sebastian von Jutrzenka, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Kühlungsborner Stadtvertretung, überzeugt. In diese Richtung ging auch der Vorschlag der CDU-Fraktion, die Einrichtung öffentlicher Ladestationen für Elektrofahrzeuge zu forcieren. Einstimmig wurde dieser Antrag in der vergangenen Sitzung der Stadtvertreter angenommen. Wörtlich heißt es in dem Beschluss „Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wo in Kühlungsborn öffentlich zugängliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge errichtet werden können und welche rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen entsprechen. Unter Berücksichtigung finanzieller Fördermaßnahmen legt sie einen entsprechenden Aktionsplan (einschließlich Finanzplanung) für die Errichtung mindestens einer Stromtankstelle noch im Zeitraum 2017/2018 vor.“

Vor allem die Chance, jetzt noch Fördermittel für derartige Infrastrukturmaßnahmen zu erhalten, müsste ausgenutzt werden, erklärt von Jutrzenka. Und natürlich gehöre solch eine Maßnahme mit in das neue Verkehrskonzept, das gerade erarbeitet werde.

Für Knut Wiek (Bündnis90/Die Grünen) ist der Beschluss „sehr zu begrüßen“, er sei jedoch nur ein „erster Schritt in die richtige Richtung“ und hätte seiner Meinung nach noch viel weiter gehen können.

„Eine Ladestation ist zu wenig. Davon bräuchten wir mehr auf öffentlichen Parkplätzen. Ich fände es auch nicht schlecht, wenn es dazu auch mehr Anstrengungen vom Handel gäbe. Wir haben in Kühlungsborn mehrere Discounter, die über große Parkplätze verfügen. Dort würde es sich doch empfehlen, Plätze mit Ladestationen auszustatten“, argumentiert Wiek. Auch plädiert er dafür, dass der neu eingerichtete städtische Parkplatz am Grünen Weg mit mindestens einer Stromsäule ausgestattet werden sollte. Diese Plätze müssten dann aber auch entsprechend ausgeschildert werden.

Die in der Sitzung von Bauamtsleiterin Peggy Westphal geäußerte Befürchtung, die Kommune könnte auf den Kosten sitzen bleiben, wenn man keinen Partner oder Anbieter für solche Stationen finde, teilt der Stadtvertreter von der Fraktion SPD/Grüne nicht. „Der Strom soll nicht umsonst sein, die Nutzer bezahlen dafür.“

Die Abrechnung könnte für Urlaubsgäste auch mit über eine elektronische Kurkarte erfolgen. „Wenn das mit einem Rabatt verbunden ist, wird es auch genutzt“, ist Uwe Wiek überzeugt.

Dass die Nachfrage nach Möglichkeiten, Elektromobile aufzuladen, steigt, bestätigt Ulrich von Jutrzenka, Inhaber des Mitsubishi-Autohauses in Kühlungsborn Ost. Seit zwei Jahren bietet er auf seinem Firmengelände die im Ostseebad einzige öffentlich nutzbare Ladestation mit zwei Parkplätzen an. „Vor allem an den Wochenenden werden diese rege genutzt.“ Zwar braucht man für den Zugang eine spezielle Chipkarte. „Aber wer ein E-Mobil fährt, hat in der Regel auch diese Karte“, weiß Kfz-Meister Ulrich von Jutrzenka.

Rolf Barkhorn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kalkhorst

Kalkhorst: Vor Ausbau der Ortsdurchfahrt galt das Limit / Verkehrsinsel bietet nicht genug Schutz

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Kühlungsborn
Verlagshaus Bad Doberan

Service-Center:
Am Markt 2
18209 Bad Doberan

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
10.00 bis 17.00 Uhr

Redaktion:
Alexandrinenplatz 1 a
18209 Bad Doberan

Leiterin Lokalredaktion: Anja Levien
Telefon: 0 38 203 / 55 300
E-Mail: bad-doberan@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.