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Politischer Zuwachs an der Küste

Kühlungsborn Politischer Zuwachs an der Küste

Im Ostseebad hat sich die Alternative für Kühlungsborn gegründet

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Peter Kempe (64) ist Gründungsmitglied der AFK. Er möchte mit den Kühlungsbornern regelmäßig über politische Themen diskutieren.

Quelle: Fotos: Mathias Otto, Jens Wagner

Kühlungsborn. bekommt Zuwachs – und zwar auf politischer Ebene. Erst vor wenigen Tagen hatte sich die Alternative für Kühlungsborn (AFK), eine Ortsgruppe der AFD, mit fast zehn Leuten gegründet. Zum Auftakt am Sonnabend möchten sich die Mitglieder vorstellen, aber gleichzeitig auch über Dinge diskutieren, die die Leute im Ostseebad beschäftigen. Künftig sollen Diskussionsrunden im Zwei-Wochen- Rhythmus stattfinden.

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Im Ostseebad hat sich die Alternative für Kühlungsborn gegründet

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Ein Gesicht, das dahintersteckt: Peter Kempe, 64 Jahre alt, gebürtiger Schweriner. Er lebt erst seit Mitte Dezember in Kühlungsborn, war zuvor unter anderem Leiter eines Rettungsdienstes und Stadtvertreter in Bützow, erzählt er über sich. Sich einer anderen Partei oder Fraktion anschließen wollte er nicht, Politik machen: ja. „Kühlungsborn ist an vielen Stellen festgefahren“, so Kempe.

Nach Gesprächen mit einigen Leuten im Ort ist schließlich der Entschluss gefasst worden, eine eigene politische Ortsgruppe zu gründen.

Wenn die AFK am Sonnabend um 18 Uhr in die Gaststätte „Gleis 2“ einlädt, sollen interessierte Bürger, Schüler, Auszubildende, aber auch Mitglieder anderer Parteien und Organisationen kommen.

„Jeder kann sich an der Diskussionsrunde beteiligen. Wichtig dabei: es soll eine offene Runde werden“, erklärt Kempe.

Für ihn soll Politik von unten nach oben gehen. „Und nicht umgekehrt. Der Bürger soll mitentscheiden dürfen“, erklärt der Zugezogene. Künftig wollen sich die Mitglieder der AFK jeden zweiten Sonnabend mit Interessierten treffen. Bisher war es im Ort so, dass einzelne Fraktionen bis zu vier Mal im Jahr zu Diskussionsveranstaltungen aufrufen. „Das reicht aber nicht aus. Es gibt immer jemanden, dem etwas auf der Zunge brennt. Da reichen vier Termine im Jahr nicht aus“, sagt Peter Kempe. Nach jeder Veranstaltung will sich die AFK mit den Fragen der Thementage an die politischen Gremien wenden, damit sie innerhalb weniger Tage beantwortet sind.

Viele Themen, die die AFK auf ihrer Agenda hat, sind nicht neu im Ort. Diskutiert werden soll darüber trotzdem. Unter anderem plädieren die AFK-Mitglieder für eine neue Schwimmhalle. Die alte wird derzeit für den Abriss vorbereitet. So wie Peter Kempe gehört hat, soll dies nicht vollständig möglich sein, denn die Fundamente seien zu tief gegraben. Deshalb die Idee: eine neue auf alten Fundamenten errichten. „Es ist schade, dass es in diesem Einzugsgebiet keine Schwimmhalle gibt. Wir müssen jetzt die Kräfte bündeln und auch mit Nachbargemeinden wie Kröpelin und Satow ins Gespräch kommen, um gemeinsam dieses Projekt anzupacken“, so Kempe. Bei diesem Thema solle auch die Ostsee nicht aus den Augen verloren werden, denn jedes Jahr würden Rettungsschwimmer aus anderen Bundesländern den Kühlungsborner Strand bewachen. „Und warum? Weil wir keine eigenen Rettungskräfte ausbilden können“, sagt er. Früher habe er selbst die Prüfungen der Rettungsschwimmer abgenommen.

Aus seiner Sicht werde eine Bahn benötigt, die mindestens 18 Meter lang und 1,8 Meter tief ist. Kempe: „Dies ist wichtig, um das Bergen und Retten simulieren zu können.“

Weiterer Punkt ist das Parkhaus, das schon mal im Ostseebad thematisiert wurde. In der Nähe vom Sportplatz West sollte es gebaut werden. „In Bereichen, wo Kinder zur Schule, Kita oder zum Sportplatz gehen, ist ein Parkhaus mehr als unangebracht. Die sind hier größter Gefahr ausgesetzt. Die Stadtvertreter sollten dieses Konzept noch einmal überdenken“, meint er. Auch Themen wie Diskothek oder nationale wie internationale Jugendarbeit stehen zur Diskussion am Sonnabend. Auch, dass es eine Entlastung für Gewerbetreibe geben soll, in Form einer Jahresparkkarte. Damit soll Kurzparken etwa für Handwerker oder Gastronomen erleichtert werden.

„Wir warten ab, welche Themen die Bürger noch an uns herantragen, die wir dann bei den nächsten Treffen diskutieren können“, sagt Peter Kempe.

Mathias Otto

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