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Polizeistation soll wieder sichtbar sein

Kühlungsborn Polizeistation soll wieder sichtbar sein

Die Polizeistation in Kühlungsborn versteckt sich auf der Rückseite eines großen Hauses. Jetzt bietet sich eine Alternative an.

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Der alte Standort der Polizeistation soll auch wieder der zukünftige sein, fordert Kühlungsborns CDU. Dann aber in einem Multifunktions-Neubau.

Kühlungsborn. Besonders präsent ist die mit nur einem Kontaktbeamten besetzte Polizeistation in Kühlungsborn wirklich nicht. Seit Sommer 2014 ist sie in der Poststraße 1A in Kühlungsborn West zu finden. Eigentlich mitten im Zentrum des Ortsteils West und nahe an Strand und Promenade – aber doch ziemlich unauffällig, fast schon versteckt – auf der Rückseite eines großen Wohn- und Geschäftshauses. Das pulsierende Leben mit den Urlauberströmen spielt sich davor ab – in der Poststraße und der nahen Hermannstraße.

OZ-Bild

Die Polizeistation in Kühlungsborn versteckt sich auf der Rückseite eines großen Hauses. Jetzt bietet sich eine Alternative an.

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Mit dieser Situation möchte sich der Stadtverband der CDU, der dieses Thema schon im zurückliegenden Bürgermeisterwahlkampf auf die Tagesordnung gesetzt hatte, nicht länger zufrieden geben. „Mit dem Kauf des Hauses in der Karl- Risch-Straße im Ortsteil Ost durch die Stadt, in dem die Polizeistation bis 2014 in bester, sichtbarer Stadtlage untergebracht war, haben wir jetzt eine völlig neue Lage.

Wir werden politisch auf allen Ebenen dafür kämpfen, dass die Polizei wieder dorthin zurückkehrt“, erklärt Kühlungsborns CDU-Chef Lars Zacher.

Das ziemlich marode Haus in der Karl-Risch-Straße soll mittelfristig abgerissen werden. Die Stadt will dort einen großzügigen Neubau errichten – ein Bürgerhaus für Veranstaltungen, als Domizil für Vereine und vielleicht auch politische Parteien. „Wir werden diese Planungen nur mittragen, wenn dabei auch Räume für die Polizeistation in angemessener Größe geplant werden und darum in der Stadtvertretung für eine politische Mehrheit werben“, kündigt Zachers Vorstands- und Fraktionskollege Sebastian von Jutrzenka an. Rückblick: Im Zuge der zurückliegenden Strukturreformen bei der Polizei war das Haus in der Karl- Risch-Straße, in dem einst 12 bis 14 Beamte und eine Außenstelle der Kriminalpolizei Dienst taten, viel zu groß und zu teuer im Unterhalt geworden. Dazu kam der immense Sanierungsbedarf. Das Land schrieb die Immobilie zum Verkauf aus. Die Polizeistation – inzwischen nur noch mit einem Kontaktbeamten besetzt, der im Sommer aber durch Bäderpolizisten verstärkt wird – zog in den Ortsteil West um. Sprechstunde nur einmal in der Woche: donnerstags von 15 bis 17 Uhr.

In Kühlungsborn verstummte seitdem die Kritik nicht mehr. Immer wieder wird ein wenigstens tagsüber ständig besetzter Polizeiposten in gut sichtbarer Lage, wie zuvor am Molli-Bahnhof Ost, gefordert.

Die Diskussion flammt immer dann auf, wenn es wieder Diebstahlserien in Kühlungsborn gibt.

„Auch wenn immer wieder gesagt wird, dass die Polizeistation sich im Bereich West versteckt, so liegt sie dicht an der gut besuchten Promenade, die Bewohner von Kühlungsborn wissen nach drei Jahren sehr wohl, wo sie ist, und eine Beschilderung ist ebenfalls vorhanden“, stellt Kristin Hartfil, Sprecherin der Polizeiinspektion Güstrow fest. Außerdem gebe es die Möglichkeit, über die Notrufnummer oder einen Anruf beim Hauptrevier in Doberan den Kontakt zur Polizei herzustellen. Zudem sei der Kontaktbeamte viel in Kühlungsborn unterwegs.

Allerdings sei das Ostseebad durch die vielen Urlauber die „bevölkerungsreichste“ Stadt im Bereich mit einer Häufung von Straftaten wie Körperverletzungen, Kleindiebstählen und Fahrraddiebstählen.

Die Polizeistation im Bereich Ost anzusiedeln sei wegen der guten Anbindung für die Bürger sicherlich sinnvoll und „wird seitens der Polizeiinspektion Güstrow nicht abgelehnt. Wenn die Zeit gekommen ist, eine konkrete Planung herangetragen wird – dann wird sicherlich intensiver darüber nachgedacht“, stellt sie in Aussicht. Allerdings seien da auch bestehende Mietverträge für die jetzigen Räume.

„Vermieter ist unsere stadteigene Wohnungsgesellschaft Noveg. Dieses Problem sollte lösbar sein“, sagt Lars Zacher.

Lutz Werner

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