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Rerik: Hälfte des Strandes von Munition befreit

Rerik Rerik: Hälfte des Strandes von Munition befreit

Die Räumungsarbeiten am Strand von Rerik kommen gut voran. Etwa 50 Prozent des 1300 Meter langen Abschnitts vom Abgang Steilküste bis hinter dem Abgang an der Teufelsschlucht ...

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Für Urlauber ist ein Strandabschnitt in Rerik derzeit gesperrt. Hier wird nach Munition gesucht.

Quelle: Frank Söllner

Rerik. Die Räumungsarbeiten am Strand von Rerik kommen gut voran. Etwa 50 Prozent des 1300 Meter langen Abschnitts vom Abgang Steilküste bis hinter dem Abgang an der Teufelsschlucht sind von Munition befreit worden. Bisher wurden mehr als 30 Kilogramm Granatmunition der Kaliber zwei Zentimeter und 3,7 Zentimeter gefunden, teilt Marion Schlender, Sprecherin des Innenministeriums mit. „Das sind rund 200 Spreng- und Panzersprenggranaten.“ Weiterhin seien bisher rund 70 Kilogramm Munitionsteile mit und ohne Sprengstoffanhaftungen — in der Masse Hülsen — geborgen.

Hintergrund: Seit drei Wochen wird ein Strandabschnitt in Rerik nach Resten von Munition durchsucht. Mitarbeiter der Firma GFKB — Gesellschaft für Kampfmittelbeseitigung MV — suchen und sichern die gefährlichen Hinterlassenschaften der deutschen Wehrmacht und der Sowjetarmee, die immer wieder von den Wellen an den Strand gespült werden. Auf der Halbinsel Wustrow westlich von Rerik war in der Nazizeit eine große Flakschule mit Flugplatz, nach dem Zweiten Weltkrieg und bis zum Beginn der 1990er Jahre gab es dort eine Garnison der Sowjetarmee.

Seit dem 15. Februar ist der Strandabschnitt gesperrt. Elke Thiedmann steht vor dem Gitter. Schon als Kind habe sie Munition am Strand gefunden. „Wir wurden in der Schule darauf hingewiesen, wie wir uns in dem Fall zu verhalten haben“, sagt die 48-Jährige. „Der Fund blieb liegen und wurde einem Erwachsenen gemeldet.“ Es komme immer mal wieder vor, dass Munition am Strand liege. Daher ist jetzt die Kampfmittelbeseitigung in einer lange geplanten Maßnahme angerückt.

Die Gäste in Rerik zeigen für die Sperrung Verständnis, sagt Stefanie Quaas, Leiterin der Kurverwaltung. Stornierungen habe es nicht gegeben. Einige Urlauber hätte vor ihrer Anreise angefragt und sich informiert, aber andere Strandabschnitte seien ja nach wie vor zugängig.

Derzeit sei die Firma zügig am sieben. „Je weiter sie kommen, desto müßiger wird es“, sagt Stefanie Quaas. Denn in Richtung Teufelsschlucht wird der Strand immer steiniger. Bis zum 1. April sollen die Arbeiten beendet sein. Danach wäre eine Beräumung aus naturschutzrechtlichen Gründen auch nicht mehr möglich, so Stefanie Quaas. „Die Arbeiten liegen derzeit gut im Plan“, sagt Marion Schlender.

Dennoch seien Sturm, auflandiger Wind oder andere Witterungen unvorhersehbar und könnten den Ablauf beeinflussen. „Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt.“

Von al/sah

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