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Saisonstart für Lebensretter auf Abruf

Kühlungsborn Saisonstart für Lebensretter auf Abruf

In Kühlungsborn sind zwei Türme seit Anfang Mai besetzt, ab Pfingsten wird aufgestockt

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Etienne Wanschek, Arno Schwamberger und Andy Sarne aus Sachsen/Anhalt wachen am Badestrand in Kühlungsborn. Foto (2): Rolf Barkhorn

Kühlungsborn. Das schöne Wetter lockt schon viele Gäste an den Strand. Wer die Zeit hat, mietet sich einen Strandkorb und genießt die Sonne, geschützt vom kühlenden Seewind. Und einige wagen auch schon mal einen Schritt ins Wasser. Aber mit momentan zehn Grad Celsius in Strandnähe und noch kühleren Temperaturen weiter draußen ist die Ostsee für die meisten Strandbesucher noch nicht badetauglich.

OZ-Bild

In Kühlungsborn sind zwei Türme seit Anfang Mai besetzt, ab Pfingsten wird aufgestockt

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Entsprechend entspannt verläuft dann auch der Dienst für die Rettungsschwimmer von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die in Kühlungsborn seit dem 1. Mai bereits zwei von sieben Wachtürmen besetzt halten. „Die wenigsten Strandbesucher gehen jetzt schon baden und wenn, dann bleibt es meistens bei einem Aufenthalt im Bereich zwischen den Buhnen“, sagt Bernd Zawirucha.

Der 48-jährige Kühlungsborner ist der einzige hauptamtliche Rettungsschwimmer im Ostseebad und zugleich als Wachleiter für die Einteilung seiner ehrenamtlichen Mitstreiter zuständig. Die kommen überwiegend aus anderen Bundesländern, melden sich freiwillig für den verantwortungsvollen Dienst am Ostseestrand. „Voraussetzung für einen Einsatz bei uns ist das Rettungschwimmerabzeichen in Silber, welches man ab 16 Jahren erwerben kann“, informiert Zawirucha. Die beiden 17-jährigen Schüler Etienne Wanschek, Arno Schwamberger und der 19-jährige Auszubildende Andy Sarne stammen aus Sachsen-Anhalt. „Dort sind gerade Pfingstferien. Davon profitiert Kühlungsborn doppelt. Urlauber aus dem Bundesland reisen an und Rettungsschwimmer von dort haben wir auch“, meint der Wachleiter. Für die drei jungen Männer ist es der erste Einsatz in Kühlungsborn, beworben hatten sie sich eigentlich für einen Einsatz auf Rügen. „Aber Kühlungsborn gefällt uns auch sehr gut“, sagt Etienne. Die Zeit, in der sie aufgrund des kaum stattfindenden Badebetriebes nicht viel zu tun haben, nutzen die Rettungsschwimmer, um mit ihren Rettungsmitteln zu trainieren. Ob mit Boje, Schlauchboot oder Board – im Ernstfall, wenn ein Badender auf der Ostsee in Not gerät, muss alles ganz schnell gehen. Dafür bereiten sich auch die drei Jungen aus Sachsen/Anhalt jeden Tag vor.

Bis Pfingsten versehen sie noch ihren Dienst in Kühlungsborn. Dann wird die Wache übergeben an die nächste Staffel. „Wir sind froh, dass wir unsere Mitstreiter aus den anderen Bundesländern haben.

Inzwischen hat sich wohl auch herumgesprochen, dass wir ihnen eine solide Gemeinschaftsunterkunft zur Verfügung stellen. Wer solch einen verantwortungsvollen Dienst verrichtet, der soll auch gute Bedingungen vorfinden“, meint Bernd Zawirucha.

Für ihn und die nächsten Gruppen wird es in den nächsten Wochen dann am Ostseestrand zunehmend turbulenter werden. In Kühlungsborn wird der Bereich des bewachten Badestrandes dann stufenweise erweitert. Bereits zu Pfingsten wird zwischen Seebrücke und Bootshafen der erste mobile Stand aufgestellt, Ende Juni sind dann sieben Stationen besetzt. Die Rettungsschwimmer haben bei ihrem Dienst nicht nur stets ein wachsames Auge auf den Badebetrieb. Für die Gäste am Strand sind sie oft auch erste Anlaufstelle für Nachfragen zum Ort, bei kleineren Verletzungen und für die Suche von Angehörigen.

Seit Saisonbeginn wurden vier Erwachsene von ihren Kindern gesucht und in ebenso oft suchten Eltern ihre Kinder. Mit Hilfe von Lautsprecherdurchsagen konnten alle Vermissten gefunden werden. Über den „Strandfunk“ erhalten die Gäste außerdem zu festen Tageszeiten Informationen über die Luft- und Wassertemperaturen und auch wenn das Baden bei stürmischer See nicht erlaubt ist, teilen die Rettungsschwimmer dies mit. Außerdem weht dann eine rote Flagge über dem Rettungsturm.

Bewachte Strände

DLRG-Rettungsschwimmer

Kühlungsborn: seit 1. Mai sind zwei feste Türmen in Nähe der Konzertgärten täglich von 9.30 bis 18.30 Uhr besetzt, ab Pfingsten steht zusätzlich ein mobiler Stand zwischen Seebrücke und Hafen, ab 25. Juni sind sieben Stationen besetzt.

Rerik: ab 14 Mai wird zunächst die Hauptwache an der Seebrücke geöffnet, die Erweiterung auf insesamt vier Wachen erfolgt Ende Juni.

DRK Wasserwacht

In Heiligendamm ist die Rettungswache des DRK ab Pfingsten mit vier Rettungsschwimmern tägich von 9 bis 18 Uhr belegt.

Im Ostseebad Nienhagen nehmen die Wasserwächter ihren Saisondienst ab dem 1. Juni auf.

Von Rolf Barkhorn

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