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Sanierung der Seebrücke wird teurer

Rerik Sanierung der Seebrücke wird teurer

Geplante Vorhaben kosten mehr, neue sind dazugekommen: Rerik beschließt einen Nachtragshaushalt

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Im vergangenen Jahr wurde die Beplankung der Seebrücke in Rerik erneuert, 2017 soll endlich die Sanierung des inzwischen ziemlich brüchigen Betons erfolgen. Dafür wartet die Stadt allerdings noch auf Fördermittel vom Land.

Quelle: Lutz Werner

Rerik. Weil einiges teurer wird als geplant, neue Vorhaben dazugekommen sind und auch bei den Ausgaben für Soziales draufgesattelt wird, beschloss die Stadtvertretung des Ostseebades Rerik jetzt einen Nachtragshaushalt für das Jahr 2016. „Unser Haushalt bleibt weiterhin in Ausgaben und Einnahmen ausgeglichen. Neue Kredite brauchten wir deshalb nicht aufnehmen“, erklärt Stadtvertreter Manfred Baumann (SPD), der Vorsitzende des Finanzausschusses. Geplant ist der Nachtragshaushalt in zwei Zahlenwerken – im Kernhaushalt der Stadt und im Finanzplan der Kurverwaltung.

 

OZ-Bild

Die Heizung in der Unterkunft der Rettungs- schwimmer muss dringend erneuert werden.“Stefanie Quass, Leiterin Kurverwaltung

Das ändert sich im Haushalt der Stadt: Die Freie Schule Rerik bekommt, wie in jedem Jahr, eine Förderung durch die Stadt in Höhe von 29000 Euro. Diesmal allerdings später bewilligt als sonst.

„Die Schule war mit ihrem Antrag spät dran, sodass wir die Förderung im März, als wir den Haushalt beschlossen, nicht mehr berücksichtigen konnten. Jetzt kommt sie mit dem Nachtrag“, so Baumann.

2800 Euro gehen an den Chorverein „Reriker Heulbojen“ zur Verschönerung der Fassade des Vereinshauses. Der dienstälteste Shanty-Chor in MV feiert im kommenden Jahr seinen 70.Geburtstag. Zu den Feierlichkeiten werden – wenn es der Terminkalender hergibt – sogar der Ministerpräsident von MV und die Bundeskanzlerin erwartet. „Da sollte die Fassade des Heulbojen-Hauses schon schmuck sein“, so Baumann.

Weit größere zusätzliche Ausgaben sind im Nachtragshaushalt der Stadt für Planungsleistungen und für Eigenmittel bei Vorhaben geplant, die neu ins Zahlenwerk aufgenommen wurden. Allein 185

000 Euro werden die Änderung und Überarbeitung von insgesamt 14 Bebauungsplänen kosten. „Nach der ganzen Unruhe um die plötzlich verbotenen Ferienwohnungen in Wohngebieten müssen wir das Nebeneinander von Dauerwohnungen und Ferienwohnungen rechtssicher regeln. Dazu kommen Änderungen, die andere Bereiche betreffen“, erklärt Reriks Finanz-Experte.

Geplant sind auch 277 700 Euro für den Neubau eines Gemeindehauses im Ortsteil Russow und 92500 Euro für die Erweiterung des Gemeinschaftshauses in Blengow. „Eigenmittel, die notwendig sind, um Förderanträge stellen zu können“, so Baumann. Weitere Positionen sind 10000 Euro für die Anschaffung von zwei weiteren Parkscheinautomaten und 6000 Euro für den Bau eines Parkplatzes für Motorräder. Der genaue Standort stehe jedoch noch nicht fest.

Die Veränderungen im Haushalt der Kurverwaltung kommen vor allem dadurch zustande, weil große Vorhaben und Anschaffungen teurer werden als geplant. Die Betonsanierung der Seebrücke wird jetzt mit 252900 Euro geplant – das sind Mehrkosten von 12900 Euro. Allerdings ist kaum davon auszugehen, dass die Stadt diesen großen Brocken allein stemmen muss. „Wir haben beim Land einen Antrag auf eine Sonderbedarfszuweisung gestellt und sind optimistisch, dass wir Hilfe in beträchtlicher Höhe bekommen“, erklärt Bürgermeister Wolfgang Gulbis (SPD). Daher sei mit der an sich dringenden Sanierungsmaßnahme auch noch nicht begonnen worden.

Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass für Kauf und Aufbau einer Badeplattform 5000 Euro reichen würden. Dann sollte eine größere her als geplant, die Statik änderte sich und aus Gewährleistungsgründen wurde sie von einer Firma aufgebaut: Auf einmal kostete das Vorhaben 10800 Euro netto – dann kam noch die Mehrwertsteuer drauf.

Neu im Haushalt der Kurverwaltung sind Kauf und Einbau einer neuen Heizungsanlage in die Unterkunft der Rettungsschwimmer. Die alte hat es hinter sich. „Die Warmwasserversorgung ist schwankend, die Heizleistung kann nicht mehr reguliert werden“, begründet Stefanie Quaas, die Leiterin der Kurverwaltung. Mehrkosten von 35000 Euro entstehen auch, weil Erschließungsmaßnahmen auf dem Wustrower Hals für den Neubau öffentlicher Toiletten sehr viel aufwendiger sind als vorher angenommen.

Nach dem Vorbild anderer Ostseebäder will Rerik künftig auch mit einem schönen Image-Film um Urlauber werben. Die Kosten halten sich dafür jedoch in Grenzen – 5000 Euro. Denn Rerik hat dabei einen solventen Partner – die Landesgrunderwerb MV GmbH, die dort auch ihre Leistungen als Projektentwickler in Rerik darstellen will.

Lutz Werner

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