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Schifferklavier schwingt seit 70 Jahren

Rerik Schifferklavier schwingt seit 70 Jahren

Die Reriker Heulbojen planen ihr Programm fürs Jubiläumsjahr / Arbeitsgruppen bereiten Auftritte vor

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Joachim Schultz (83) wird von seinen Kollegen als ein Meister am Akkordeon bezeichnet. Er ist schon mehr als 50 Jahre als zweiter Chorleiter bei den Heulbojen aktiv.

Quelle: Fotos: Gerrit Meier

Rerik. Seit 1947 unterhalten sie Besucher mit ihren Gesangseinlagen – mit deutscher Shantymusik und Liedern der Seefahrt. Fast 70 Songs sind es bisher, die die Reriker Heulbojen geschrieben und gesungen haben. Und es sollen noch viele weitere hinzukommen. Jetzt planen die Sänger ein würdiges Programm zum 70. Geburtstag. An mehreren Tagen wollen sie den dienstältesten Shantychor des Landes feiern.

 

OZ-Bild

Klaus Wolfert (58) ist seit vier Jahren Vorsitzender des Vereins.

Quelle:

„Wer diese Musiker nicht kennt, hat etwas verpasst. Sie passen zum Norden, wie die Möwen zur Ostsee. Mir geht das Herz auf, wenn ich die Heulbojen singen höre“, schwärmt der Reriker Martin Randler (41). Genauso ergeht es auch Klaus Wolfert (58). Er kommt ins Schwärmen, wenn er von seinem Verein spricht. Vor zwei Jahrzehnten schloss er sich den Heulbojen an. Mehr als 15 Jahre lenkt er als Vorstandsmitglied die Geschicke der maritimen Truppe, seit vier Jahren sogar als Vorsitzender. Sein Wunsch für das Jubiläumsjahr: „Wir wollen zum einen optisch die vergangenen 70 Jahre zusammenfassen. Deshalb planen wir, eine Chronik mit Bildern, Texten und alten Zeitungsartikeln zu veröffentlichen“, meint er. Zum anderen soll das gezeigt werden, was den Verein so berühmt und bekannt gemacht hat: die Musik.

Gestartet wird im April mit einem Empfang. Zu dieser Feierstunde wollen alle Vereinsmitglieder ein Konzert für die Reriker geben. Hinzu kommt noch ein Sängerball sowie ein Festkonzert im Sommer. „Wir werden die einzelnen Auftritte so gestalten, dass sie auch würdige Saisonhöhepunkte für die Stadt sind“, so Wolfert. Damit im Jubiläumsjahr alle Vorhaben umgesetzt werden können, wurden schon jetzt Arbeitsgruppen gebildet. „Für jede einzelne Veranstaltung gibt es einen Kreis, der sich regelmäßig trifft. Dort werden die Einzelheiten besprochen“, sagt er.

Stolz ist Klaus Wolfert auf viele seiner alteingesessenen Mitstreiter. Allen voran Jochen Renz, der mit seinen 85 Jahren das älteste Mitglied ist. Er hatte damals miterlebt, wie aus dem 1947 gegründeten Männerchor, am 1. September 1957 die Reriker Heulbojen wurden. Der Chor soll damals kurz vor der Auflösung gestanden haben. Das Ensemble habe damals seine Lieder auf maritimes Liedgut umgestellt und mit einem Höreraufruf im Radio nach einen neuen Namen gesucht. „Durch diese ungewöhnliche Aktion wurde der heutige Name bestimmt. Jochen Renz war damals dabei und hat dafür gesorgt, dass der Verein immer große Beachtung bekam“, so Klaus Wolfert. Mehr als 50 Jahre war Joachim Renz Chorleiter, bis ihn Horst Schirmer im Jahr 2008 abgelöst hat.

Zweitälteste sind Jürgen Ziems, Theo Schmidt und Hans Joachim Schultz (alle 83). „In jedem einzelnen Mitglied steckt viel Erfahrung drin. Ich habe große Freude daran, mit allen gemeinsam auf der Bühne zu stehen“, sagt Wolfert. Es gebe aber immer wieder mal Abgänge. Damit die Mitgliederzahl auch weiterhin konstant bleibt, hofft er auf Gleichgesinnte, die sich den Heulbojen anschließen. „Wenn wir neue Akkordeonspieler bekommen könnten, wäre das wie ein Fünfer im Lotto“, so der Vorsitzende.

Männerchor seit 1947

Der Shantychor Reriker Heulbojen , der der älteste Shantychor in Mecklenburg-Vorpommern ist, wurde im April 1947 noch als Männerchor Rerik gegründet.

Seinen ungewöhnlichen Namen verdankt der Chor einem Rundfunk-Höreraufruf des Senders Rostock. Am 1. September 1957 übernahm Joachim Renz die Leitung des Reriker Ensembles und das Repertoire des Männerchores wurde auf maritime Lieder umgestellt.

Im Schnitt haben die Reriker Heulbojen 100 Einsätze pro Jahr.

Mathias Otto

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