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Schlechte Bewertung für Riedensee

Kühlungsborn Schlechte Bewertung für Riedensee

Ökosystem leidet unter starker touristischer Nutzung / Institut erarbeitet Bestandsaufnahmen

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Der Riedensee, die Salzwiesen und Kleingewässer wurden als „mittel bis schlecht“ bewertet.

Quelle: Foto: Manfred Sander

Kühlungsborn. Nachholbedarf im Naturschutzgebiet Riedensee, gute Bewertung für die Bäche in der Kühlung – das Institut Biota GmbH hat eine Bestandsaufnahme für die Gebiete Riedensee und Kühlung erarbeitet und in sogenannte Managementpläne zusammengefasst. Diese Fachpläne bilden die Arbeitsgrundlage für die Naturschutzbehörde und wurden jetzt in Kühlungsborn vorgestellt. Vor allem im Gebiet Riedensee gibt es Handlungsbedarf.

OZ-Bild

Ökosystem leidet unter starker touristischer Nutzung / Institut erarbeitet Bestandsaufnahmen

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Die Fachpläne wurden im Auftrag des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (Stalu MM) erstellt und bilden die naturschutzfachliche Grundlage für den Schutz und die Erhaltung von Lebensraumtypen und europäisch geschützten Arten in den Flora-Fauna Habitat-Gebieten (FFH) Kühlung und Riedensee. Der Biota-Institutsleiter Dr. Volker Thiele und seine Mitarbeiter gaben Einblick in die Beschaffenheit und den Zustand von Lebensraumtypen der Küsten, wie Strandseen, Dünen und Riffe im 113 Hektar großen Gebiet Riedensee. Naturnahe Bäche standen in der 521 Hektar großen Kühlung im Blickpunkt. In den Managementplänen wurden Offenlandlebensräume behandelt, Waldlebensräume sind Gegenstand von Forst-Managementplänen. „In der Kühlung existieren noch sehr naturnahe und mit seltenen Wasserwirbellosen besiedelte Bachläufe, die das FFH-Gebiet durchziehen“, so Thiele: „Aufgenommen wurden jedoch auch kleine Standgewässer, die partiell im Sommer austrocknen.“ Die Bäche hätten seine Mitarbeiter zum Teil mehrfach abgelaufen. Die Fließgewässer befänden sich in einem guten Zustand. „Wir kennen das Gebiet Kühlung seit Anfang der 90er. Nun haben wir die seinerzeit gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse mit der naturschutzfachlichen Überprüfung verbunden, um Lösungsansätze in den Plan einfließen zu lassen“, so Thiele.

Über den Riedensee informierte Biota-Planerin Diana Sonnenburg. Dort sei das empfindliche Ökosystem einer starken touristischen Nutzung ausgesetzt. Die Zustände des Riedensees, der atlantischen Salzwiesen und des Kleingewässers am Ostrand des FFH-Gebietes seien als „mittel bis schlecht“ bewertet worden. Besucher der Informationsveranstaltung schlugen deshalb Ranger vor, die im Gebiet kontrollieren sollen. „Wir wissen noch nicht, wie wir mit der Besucherlenkung genau vorgehen“, so Karin Schmidt vom Stalu. „Zudem ist die vorhandene Beschilderung zu klein. Die muss ersetzt werden“, sagte Diana Sonnenburg. Auch gibt es Lebensraumtypen, die eine landwirtschaftliche Nutzung benötigen, sodass die Belange des Landwirtes mit einbezogen werden müssen.

Ralph Emmerich, Vorsitzender des Naturschutzbundes Regionalgruppe Mittleres Mecklenburg, sagte: „Wir hätten gern den Grundlagenteil präzisiert, sodass die Maßnahmen genauer geschildert werden. Im Riedensee wollen wir den Tourismus nicht ausgrenzen, aber eindämmen und eine naturschutzverträgliche Lenkung erzielen.“ Das Projekt ist kofinanziert aus Mitteln des Landes MV.

Die Pläne: www.stalu-mv.de

Sabine Hügelland

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