Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Segler warten auf den Drachenwind

Kühlungsborn Segler warten auf den Drachenwind

Die Drachen-Segler werden von ihren Kühlungsborner Gastgebern gut umsorgt. Nur an Wind mangelt es.

Voriger Artikel
Seewasser-Taufe im Gottesdienst an der Seebrücke
Nächster Artikel
Granulat-Kosmetik für den Kunstrasen in Kühlungsborn West

Schon die Startvorbereitungen waren gestern von einer Flaute begleitet.

Quelle: Rolf Barkhorn

Kühlungsborn. Der Dragon Grand Prix, eine von fünf hochrangigen „Grade I“-Regatten der Drachenklasse wurde gestern Vormittag pünktlich mit dem Meeting der Teilnehmer im Kühlungsborner Bootshafen eröffnet.

Wenn Segler wie Jochen Schümann zu uns kommen, ist das eine Ehre und Werbung für Kühlungsborn.“Yvonne Menzel, Org-Team

Auch die Startvorbereitungen liefen noch nach Plan. Den Rest der Tagesplanung machte jedoch eine Flaute zunichte. Mit mäßigen fünf Knoten wehte nur ein laues Lüftchen aus südlicher Richtung. Keine Bedingungen, unter denen ein internationales Wettsegeln stattfinden kann. „Die Drachen sind auch nicht gerade leicht. Windgeschwindigkeiten um 20 Knoten sollten es schon sein“, meinte Yvonne Menzel, vom Segelclub Kühlungsborn. Zusammen mit rund 30 Mitgliedern des Clubs und anderen freiwilligen Helfern gehört sie zum Organisationsteam, das rund um die Regatta für einen möglichst reibungslosen Ablauf sorgt.

Die Aufgaben der Helfer sind bis zum Abschlussmeeting am Sonntag verteilt. Während Yvonne Menzel und Ehemann Peter in der Rennleitung mitwirken und so auch die Übersicht über das sportliche Geschehen haben, kümmern sich andere um die Versorgung der Segler mit Verpflegung, Quartieren und Informationen. Die meisten Clubmitglieder, die im Einsatz sind, haben extra Urlaub für die Zeit des Grand Prix genommen. Reiner Kukeit ist der Chef des Fuhrparks vor Ort. Er kümmert sich auf dem Hafenvorplatz darum, dass die Trailer ordentlich abgestellt sind und dass die Boote möglichst chaosfrei mit dem Kran ins Wasser gelangen oder wieder rausgehievt werden. Andere sind mit dem Schlauchmotorboot unterwegs, um im Auftrag der Rennleitung die Markierungstonnen auszulegen. Aber gerade das gestaltete sich schon am ersten Renntag als äußerst schwieriges Unterfangen. War ein Kurs gerade gelegt, drehte sich der Wind. In der Hoffnung, dass sich die neue Windrichtung stabilisieren könnte, wurden Tonnen eingeholt und nach neuen Parametern verlegt. Aber nach wenigen Minuten erwies sich auch die Änderung als Fehlschlag.

Die Schiffe, die im Start- und Zielbereich des Regattakurses postiert wurden, mussten ebenfalls mit Freiwilligen besetzt werden. Auch hier übernahmen Mitstreiter des einheimischen Segelclubs die Aufgabe, die viel Konzentration und Segelkenntnisse verlangt.

„Und weil die Boote, die ständig zwischen Hafen und Regattafeld hin- und herfahren, muss auch immer genug Benzin da sein. Rund 200 Liter verbrauchen die Außenborder zusammen am Tag“, weiß Clubchef Dr. Peter Menzel vom vergangen Jahr.

Auf große Begleitpartys mit Showprogramm wurde zum Dragon Grand Prix in diesem Jahr verzichtet. Dafür können die Crews das große Zelt auf dem Hafenvorplatz nutzen, um nach den Rennen abends noch zusammenzusitzen. Und so herrschte auch gestern Abend ein buntes Sprachengewirr. Italienisch, Russisch, Dänisch, Portugiesisch, Arabisch und Englisch sind in diesen Tagen im Kühlungsborner Hafen wohl öfter zu hören.

Stolz sind die Kühlungsborner, dass mit Rico Hellenbach und Philip von Heidebreck auch Lokalmatadore in Dragon-Crews aktiv mitsegeln. Besonders wertvoll sei es aber auch, echte Hochkaräter wie Ranglistenführer Hendrick Witzmann und Deutschlands Seglerlegende Jochen Schümann im Teilnehmerfeld zu haben. „Wenn ein Segler wie Schümann, der schon drei Mal olympisches Gold gewann, nach Kühlungsborn kommt, ist das eine große Ehre für uns und zugleich eine tolle Werbung für unser Ostseebad“, findet Yvonne Menzel.

Auch wenn es bei den Drachenseglern trotz kultureller Unterschiede fast schon familiär zugeht, können Zuschauer dennoch am Regatta-Geschehen teilhaben. Auf der Bühne im Hafen ist eine LED-Leinwand aufgebaut, auf der Szenen von den Wettfahrten live zu sehen sind. Außerdem moderiert Matthias Bohn, selbst aktiver Segler, die Veranstaltungen und informiert die Gäste im Hafen über alles Wissenswerte rund um die Drachenklasse und den Grand Prix.

Rolf Barkhorn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stralsund
Die Urlauber Mareile und Norbert Riehl aus Dortmund wählten für ihren Radausflug die alte Pflasterstraße zwischen Stralsund und Brandshagen. „Sehr anstrengend. Hier wird man total durchgeschüttelt. Ein Radweg wäre dringend nötig“, sagt Norbert Riehl.

Die Trasse für den nächsten Abschnitt steht jetzt fest / Vom Tisch ist die Variante über den Deviner See / Zunächst erfolgt der Ausbau des Teschenhäger Weges bis zur Pflaster-Allee

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Kühlungsborn
Verlagshaus Bad Doberan

Service-Center:
Am Markt 2
18209 Bad Doberan

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
10.00 bis 17.00 Uhr

Redaktion:
Alexandrinenplatz 1 a
18209 Bad Doberan

Leiterin Lokalredaktion: Anja Levien
Telefon: 0 38 203 / 55 300
E-Mail: bad-doberan@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.