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Stadtvertreter stimmen für neuen Markt

Kühlungsborn Stadtvertreter stimmen für neuen Markt

Pläne für einen größeren Edeka sorgen weiter für Zündstoff / Kritiker bemängeln „übereiltes Verfahren“

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Der Edeka-Markt in Kühlungsborn West: Das 25 Jahre alte Gebäude soll abgerissen und durch einen größeren Neubau ersetzt werden.

Quelle: Foto: Lennart Plottke

Kühlungsborn. Kühlungsborns Stadtvertreter haben jetzt den Weg für den Neubau des Edeka-Marktes an der Reriker Straße freigemacht. Die Abgeordneten votierten auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend mehrheitlich für die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes. Demnach soll die Verkaufsfläche von aktuell 700 auf künftig 1500 Quadratmeter vergrößert werden. Dazu kommen auch neue und größere Parkplätze.

 

OZ-Bild

„Wir haben eine große Verant- wortung„ – warum lassen wir die Experten außen vor und drücken das jetzt mit Gewalt durch?“Knut Wiek (SPD), Stadtvertreter

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„„Wie sollte es denn jetzt weitergehen? Folgt auf das erste Gutachten dann ein Gutachten für dieses Gutachten? Das kann es nicht sein.“Christian Mothes (KL), Stadtvertreter

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„Solch’ ein Markt tut unserem Ostseebad gut“, meinte Lars Zacher (CDU). „Im Sommer haben wir durchschnittlich 13000 bis 15000 Leute im Ort – die wissen das breite Angebot eines modernen Vollsortiments sicher zu schätzen.“ Auch seine Fraktion würde einen Neubau befürworten, erklärte Christian Mothes (Kühlungsborner Liste): „Das passt doch nach Kühlungsborn.“

Im Vorfeld hatte vor allem die Grünen-Ortsgruppe scharfe Kritik geübt: Das Gebäude füge sich nicht in die Reihe sonstiger Bebauung ein, habe einen viel zu großen Parkplatz und somit negative Auswirkungen auf die unmittelbare Nachbarschaft (die OZ berichtete). Ähnlich äußerte sich auch Stefan Sorge (CDU) und verwies vor allem auf die geringe Abstandsfläche zur benachbarten Wiese: „Das wäre aus meiner Sicht ein Verstoß gegen das Landeswaldgesetz.“

Er könne nicht verstehen, warum am aktuellen Markt, der beim Bachlauf ende, kein Anbau möglich sei, sagte Peter Hausmann (SPD): „Warum greifen wir hier in das Landschaftsschutzgebiet ein?“

Ihn störe vor allem das „übereilte Verfahren“, erklärte Fraktionskollege Knut Wiek: „Wir als Stadtvertreter wissen einfach zu wenig über das Vorhaben – und auch die Bevölkerung ist doch total außen vor.“ Genau deshalb habe man jetzt einen Aufstellungsbeschluss zur B-Planänderung gefasst, entgegnete Christian Mothes: „Damit haben 38 Träger öffentlicher Belange nun die Möglichkeit, ihre Stellungnahmen abzugeben.“ Ein Argument, dem Wiek nicht folgen wollte: „Den Behörden ist die Stadtentwicklung doch egal – die haben ganz andere Interessen.“

Vorschlag: Experten befragen

Stattdessen schlage er mit Blick auf das 2015 vorgestellte Einzelhandels- und Zentrenkonzept vor, eine Stellungnahme dieser Gutachter einzuholen, so Wiek: „Denn wir als Stadtvertretung haben bei der Entwicklung unseres Ostseebades eine große Verantwortung.“ Er sehe die Sinnhaftigkeit dieses Gutachtens nicht, sagte Christian Mothes: „Wir haben einen politischen Beschluss, dass wir für den aktuellen Edeka-Markt eine Erweiterung brauchen. Und wie sollte es denn jetzt weitergehen? Folgt auf das erste Gutachten dann ein Gutachten für dieses Gutachten? Das kann es nicht sein.“

Ihm gehe es nicht um ein riesiges Gutachten, sondern lediglich um eine Stellungnahme, stellte Knut Wiek klar: „Die kann auch nur eine DIN-A4-Seite lang sein – warum lassen wir die Experten außen vor und drücken das jetzt mit Gewalt und Augen zu durch?“ Das sehe er ganz anders, erklärte Lars Zacher: „Ich will ein mögliches Gutachten nicht unter den Tisch kehren – aber letztlich entscheiden wir als Stadtvertreter, wie sich unser Ort entwickelt.“

Es handele sich hier um ein sensibles Areal, meinte auch der der Bauausschuss-Vorsitzende Hans-Joachim Ollhoff (HGV): „Deshalb haben wir darüber ausführlich in den Ausschüssen diskutiert und daraus ein Sondergebiet gemacht – jetzt kann die Öffentlichkeit gefragt werden und möglicherweise noch Hinweise geben.“

Lennart Plottke

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