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Straße gesperrt: Baustelle nervt Anlieger

Kühlungsborn Straße gesperrt: Baustelle nervt Anlieger

Wegen Hochbauarbeiten wird der Straßen- und Geschäftsverkehr in Kühlungsborn Ost erneut eingeschränkt

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Händler Hermann Clausen ist von der erneuten Sperrung der Doberaner Straße in Kühlungsborn Ost genervt. Kunden würden dadurch vergrault, beklagt er.

Quelle: Rolf Barkhorn

Kühlungsborn. Tabakwarenhändler Hermann Clausen kann es nicht fassen. „Was die mit uns machen, ist eine Riesensauerei“, schimpft der Kühlungsborner. Seit gestern ist die Kreuzung Doberaner Straße/Strandstraße ein weiteres Mal für zwei Tage gesperrt. Auf Betreiben des Bauunternehmens aus Nordwestmecklenburg, das an der Ecke Doberaner/Strandstraße in Kühlungsborn Ost einen Hochbau für Ferienwohnungen und Ladengeschäfte errichtet. Wenn der große Autokrahn kommt, mit dessen Hilfe Betonelemente in die Baustelle gehoben werden, braucht er Platz – viel Platz!

Die Kunden werden regel- recht vergrault durch diese Baustelle.“Hermann Clausen,

Tabakwaren- und

Souveniershändler

Der in der Saison sonst sehr rege Durchgangsverkehr wird umgeleitet. Auch Fußgänger suchen sich andere Wege oder meiden diesen Bereich am besten ganz. Aber gerade das ist es, was Händler Clausen, der neben Tabakwaren auch Zeitungen und Souvenirs verkauft, nervt. „Die Kunden werden regelrecht vergrault durch diese Baustelle“, schimpft Clausen und fährt fort: „Wir kleinen Geschäfte brauchen die Kundschaft im Sommer, um zu überleben. Uns überweist niemand ein festes Monatsgehalt.“

Erst vorgestern Morgen, einen Tag vor der Sperrung, übergab ihm ein Bote der Baufirma ein Schreiben, in dem die Sperrung angekündigt wird. „Das ist zu spät, da kann man auch nicht mehr irgendetwas in die Wege leiten oder improvisieren“, meint Clausen.

Sein Nachbar Yilmaz Basari, der in der Doberaner Straße das „Antalya-Bistro“ betreibt, wurde gar nicht über die Sperrung informiert. „Bei mir war niemand“, sagt der 38-Jährige. Auch er spürt bei Straßensperrungen tagsüber einen deutlichen Umsatzrückgang. „Es wird dann viel schwerer für die Kunden, herzukommen“, weiß der Mann vom Dönergrill.

Hermann Clausen hat sich nach Erhalt des Schreibens bei der Stadtverwaltung beschwert. „Aber der junge Mann vom Ordnungsamt sagte, dass er da auch nichts machen könne“, berichtet Clausen. Wäre die Sperrung der Kreuzung eine einmalige Angelegenheit, würde er es gar nicht beanstanden. „Aber wir hatten hier neun Monate eine Baustelle vor der Haustür, als die Doberaner Straße im Schneckentempo saniert wurde. Kaum war diese Zumutung für uns beendet, begannen die zeitweisen Sperrungen wegen des Baukrans nebenan“, erläutert Clausen.

Marika Wieck, im Bauamt des Kühlungsborner Rathauses für den Tiefbau zuständig, muss ebenfalls passen. „Damit hat die Stadt nichts zu tun. Die Genehmigung für die Straßensperrung erteilt das Straßenverkehrsamt des Landkreises. Informiert wird von der Kreisbehörde dann nur unser Ordnungsamt“, erklärt die Mitarbeiterin.

Regina Kebler von der Kebler-und Kaiser-Sanierungsgesellschaft in Tollow bei Neukloster bedauert die Unannehmlichkeiten, die für die Anlieger entstehen. „Wenn es für uns einen Weg gäbe, die Sperrung zu vermeiden, würden wir diesen sofort gehen. Es ist auch für uns kein Vergnügen, ständig Sondergenehmigungen zu beantragen“, so Kebler.

Noch könne sie nicht ausschließen, dass künftig Beeinträchtigungen dieser Art ganz ausblieben. Bis zum nächsten Sommer werden die Bauarbeiten am neuen Wohn- und Geschäftshaus noch anhalten. Aber:

„Wenn die Kellerdecke, die wir jetzt gießen, fertig ist, haben wir etwas mehr Platz auf dem Baufeld. Vielleicht reicht dann künftig eine halbseitige Sperrung“, hofft die Bauunternehmerin.

Das Straßenverkehrsamt des Landkreises verteidigt die Genehmigung zur Sperrung und teilt mit: „Derzeit werden Deckenelemente eingehoben. Für den Kraneinsatz sind kurzzeitige Straßensperrungen notwendig. Eine Umleitung ist jeweils ausgeschildert.“

Auch wird darauf verwiesen, dass die „Stadt Kühlungsborn an der Entscheidung beteiligt worden ist“ und „keine Einwände gegen die kurzzeitige Sperrung“ hatte.

Rolf Barkhorn

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