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Kühlungsborn Traumjob mit Ausblick

Vom Hobby zum Beruf: Seit drei Wochen arbeitet Felix Rewel als neuer Hafenmeister in der Kühlungsborner Marina

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Hat beste Sicht und genießt die Atmosphäre in der Kühlungsborner Marina: der neue Hafenmeister Felix Rewel.

Quelle: Lennart Plottke

Kühlungsborn. Felix Rewel steht hinter dem Hafenhaus an der Kühlungsborner Marina und harkt allerlei lose Äste und Zweige zusammen. „Ja“, sagt der 23-Jährige und lacht, „auch das gehört zur Arbeit eines Hafenmeisters dazu!“ Seit drei Wochen ist der junge Mann nun im Amt. „Ein wahrer Traumjob“, sagt Rewel und lässt seinen Blick über das Wasser und die Bootsstege schweifen. „Vor allem morgens, wenn der Tag langsam erwacht, herrscht hier eine ganz besondere Atmosphäre.“

Ausbaggerungen beugen Versandungen vor

18 Meter lang dürfen die Boote maximal sein, um in das Kühlungsborner Hafenbecken zu passen.

400 Liegeplätze gibt es in der Marina — 200 sind für Dauernutzer reserviert, die andere Hälfte nutzen Saisonlieger.

3 bis 4 Meter beträgt die Wassertiefe — nach Ausbaggerungen drohen aktuell keine Versandungen.

Felix Rewel weiß, wovon er spricht — ist er doch ein Kind der Küste. Geboren zwar in Oldenburg/Holstein, liegen seine Wurzeln dennoch in Kühlungsborn. Direkt nach der Wende hatte es die Eltern nach Grömitz verschlagen, im Jahr 2000 kehrten sie ins mecklenburgische Ostseebad zurück. „Die Familie lebt hier, Oma und Opa“, sagt Rewel. „Bewusst habe ich eigentlich mein ganzes Leben in Kühlungsborn verbracht.“

Nach seinem Abschluss am Schulzentrum absolvierte er eine Ausbildung zum Schiffsmechaniker auf den Schweden-Fähren der TT-Line. „Das war cool“, erinnert sich Felix Rewel. „Da war ich quasi den ganzen Tag auf dem Wasser.“ Es folgte ein kurzes Intermezzo auf der Fachschule für Seefahrt in Warnemünde: „Da wollte ich mich eigentlich zum nautischen Offizier ausbilden lassen — aber Informatik war nicht so mein Ding.“ Deshalb arbeitete der Kühlungsborner wieder ein halbes Jahr als Schiffsmechaniker, bevor er zur Windkraft wechselte: „Hier war ich für die sicherheitstechnischen Elemente an den Anlagen zuständig, bin dafür jeden Tag durchs Land gefahren.“

Über den Segelverein, in dem der 23-Jährige gut acht Jahre aktiv war, hörte er vom vakanten Hafenmeister-Posten: „Wolfgang Guhlke ist ja schon länger krank, und es ist ungewiss, ob und wann er seine Arbeit wieder aufnehmen kann“, erklärt Felix Rewel. „Da habe ich mich einfach mal initiativ beworben — und es hat zum Glück geklappt.“

Ihm sei bei der Besetzung der Stelle wichtig gewesen, „dass der neue Mitarbeiter weiß, wovon er spricht“, macht TSK-Chef und Hafenbetreiber Ulrich Langer deutlich: „Dazu hat er seine Wurzeln in Kühlungsborn — das sind doch schon mal gute Voraussetzungen.“ Er spreche die Sprache der Skipper, sagt Rewel — seit einigen Jahren teilt er sich mit elf weiteren Mitstreitern ein 30-Fuß-Boot, das auch im Hafen liegt: „Das macht die Sache deutlich einfacher.“

Seine morgentliche Runde hat der 23-Jährige gerade hinter sich: „Rettungsringe, Feuerlöscher, allgemeine Sicherheit, Zustand der Stege — ich kontrolliere den gesamten Hafenbereich“, sagt Felix Rewel stolz. „Und ich gucke gerade bei starkem Wind, ob die Boote richtig vertäut sind und es keine Schäden gegeben hat.“ Hinzu komme die Betreuung der Segler sowie Öffentlichkeitsarbeit beim Besuch anderer Häfen sowie einiger Messen.

Noch schöpft der Kühlungsborner Hafen Kraft für den Saison-Ansturm: „Wirklich viel los ist gerade nicht — das wird in einigen Wochen bestimmt deutlich stressiger“, sagt Rewel und nimmt‘s gelassen.

„Aber das weiß man ja, wenn man hier aufgewachsen ist.“ Los geht‘s für den frischgebackenen Hafenmeister täglich um 8 Uhr in der Früh. „In der Saison fangen wir schon um 7 Uhr an — da kann ein Arbeitstag schon mal zwölf Stunden dauern“, erklärt Felix Rewel und zuckt mit den Schultern. „Aber das wird kein Problem sein — denn ich mag den Hafen und das ganze Drumherum.“ Ein echter Traumjob eben . . .

Von Lennart Plottke

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