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Umweltschützer gründen Ortsverband

Bad Doberan Umweltschützer gründen Ortsverband

Eine BUND- Ortsgruppe unter Carsten Großmann nimmt sich dem Baum- und Alleenschutz in und um Bad Doberan an / Kollbruchweg ist heute Thema einer Infoveranstaltung

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Macht sich für den Natur- und Umweltschutz in Bad Doberan stark: Carsten Großmann im Kollbruchweg.

Quelle: Katarina Sass

Bad Doberan. Für die Stadt Doberan und das Umland gibt es seit kurzem eine Ortsgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND). Sie will vor allem Schnittstelle zwischen Einwohnern und Behörden sein. Ihr Hauptthema ist der Schutz der Bäume. Deren gewählter Vorsitzender, Carsten Großmann, kritisiert seit langem das rigide Vorgehen beim Fällen der Bäume – zuletzt im Kollbruchweg, wo die nächste Fällung bereits besiegelt scheint.

Wenn es um die Bäume im Stadtgebiet Doberan geht, hat Carsten Großmann eine klare Meinung: „Hier wird viel zu schnell mit der Kettensäge und der Axt agiert“, sagt der Ingenieur. Bei jeder Straßensanierung sei das Fällen ein Thema – oftmals unnötig. „In der Goethestraße sind rigoros alle Bäume weggenommen worden. Das war nicht die optimale Lösung.“ Und auch die Lücken in der Dammchaussee könnten neu aufgefüllt werden – ginge es nach dem BUND.

Generell habe er das Gefühl, dass es in der Stadt an kompetenten Ansprechpartnern in Naturschutzbelangen fehle, so Großmann. Im Ortsverband, der bereits zehn Mitglieder umfasst, sind Experten aller möglichen Richtungen konzentriert, ebenso im Landesverband. „Wir wollen als Ansprechpartner für Einwohner, Stadtvertreter, Verwaltung und Behörden agieren.“

Auch der BUND-Landesverband suchte bislang vergeblich nach Experten aus dem Doberaner Raum. Zu den Aufgaben der Ortsgruppe zähle auch die Aufklärung der Bevölkerung und die Umweltbildung, meint Großmann. Die Ortsgruppe arbeitet deshalb mit dem Kornhaus zusammen. Angestrebtes Ziel der Umweltschützer ist es, die Ortsgruppe in Planungen der Stadt mit einzubeziehen.

Ein Thema brennt den Mitgliedern aktuell besonders unter den Nägeln: Die ungeklärte Situation im Kollbruchweg. Nach Großmanns Auffassung hat die Stadt hier erneut Frevel begangen: In der Straße will der Zweckverband ein neues Regenentwässerungssystem unter die Erde bringen, die Stadt will die Straße sanieren. Dazu müssen insgesamt zwölf alte Kastanien gefällt werden, drei sind bereits weg.

Der BUND und Anwohner haben längst eine Alternative ausgearbeitet und sind im Gespräch mit dem Zweckverband. „Wir sind sicher, dass wir eine Lösung gefunden haben, ohne dass weitere Bäume gefällt werden müssen“, meint Carsten Großmann. Wie die aussieht, wird er heute auf einer Infoveranstaltung im „Hengstenstall“ vorstellen: „Anhand des Kollbruchweges wollen wir eine bedarfsgerechte Straßen- und Entwässerungssanierung im Einklang mit der Natur aufzeigen.“

Der Zweckverband bestätigte, dass er im Gespräch mit dem BUND sei. Eine Fällung weiterer fünf bis sechs Bäume sei aber unausweichlich und für die kommende Fällperiode vorgesehen, sagte indes Frank Lehmann, Jurist beim Zweckverband: „Der nächste Straßenabschnitt drängt.“

Dann soll der Doberweg erneuert werden. „Am Wege“ haben bereits die Bauarbeiten begonnen. Bis September sollen hier bis in den Kollbruchweg hinein Leitungen für Trink-, Niederschlags- sowie Abwasser gelegt werden.

Erster Infoabend der BUND-Ortsgruppe

Die „BUND-Ortsgruppe Bad Doberan und Umland“, die bereits zehn Mitglieder hat, lädt heute zu einem Infoabend ein, zu dem jeder herzlich willkommen ist.

Anhand des Kollbruchweges wollen die Mitglieder zeigen, wie bedarfsgerecht saniert werden kann – im Einklang mit der Natur. Es wird aber auch allgemein um den Baum- und Alleenschutz gehen.

Los geht es um 17 Uhr im „Hengstenstall“, Klosterstraße 1 – ehemaliger Bauhof.

Katarina Sass

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