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Kühlungsborn Verein fordert Neubau des Schwimmbads

Förderverein: Ausschreibung muss endlich auf Weg gebracht werden / Dann kann die Ruine verschwinden

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Engagierte Streiter für den Neubau der Meerwasserschwimmhalle: Knut Wiek, Tillmann Hahn, Inge Hagen-Heyde (von rechts). Sie hatten mit Rettungsschwimmerin Claudia Röpcke Verstärkung aus Rerik dabei.

Quelle: Lutz Werner

Kühlungsborn. Zu einer ausgewachsenen Demo hat es nicht gereicht. Aber ein Zeichen wollte der Vorstand vom Verein zur Förderung des Wiederaufbaus der Meerwasserschwimmhalle in Kühlungsborn allemal setzen, als er sich gestern Vormittag demonstrativ vor der Ruine des seit Februar 2003 geschlossenen Schwimmbades versammelte und den Wiederaufbau einforderte.

 

OZ-Bild

Vor der Ruine wirbt der Verein für den Neubau der Meerwasserschwimmhalle.

Quelle:

Die Stadtvertretung wird in ihrer kommenden Sitzung am 21. Juli mit großer Wahrscheinlichkeit endlich den Abriss der Ruine beschließen, die am Rand des Baltic-Parks – direkt am Meer – schon lange ein Schandfleck ist. „Dafür zeichnet sich eine Mehrheit ab. Offensichtlich haben inzwischen fast alle Stadtvertreter begriffen, dass wir unseren Gästen diesen hässlichen Anblick nicht länger zumuten können“, erklärt Stadtvertretervorsteher Uwe Ziesig. Nach dem Abriss könne in aller Ruhe entschieden werden, was mit dem Schwimmhallen-Grundstück geschehen wird.

Der Bebauungsplan lasse jedenfalls den Neubau einer Schwimmhalle zu. Und der gesamte Baltic Park, in dem die Ruine steht, soll ohnehin neu gestaltet werden – möglichst mit einer Villa Baltic in Stadtbesitz. Die Villa Baltic ist das schöne, aber ebenfalls fast zur Ruine gewordene Haus neben der Schwimmhalle. Sie ist in Privatbesitz, die Stadt bemüht sich um den Ankauf. „Da ist zur Zeit vieles im Fluss und viele Probleme sind ungelöst. Vielleicht meldet sich auf die geplante Ausschreibung für den Neubau der Schwimmhalle ein Interessent, vielleicht auch nicht. Möglicherweise wird es auch eine Mehrheit für eine ganz andere Lösung geben. Wichtig ist jetzt: Die Ruine muss weg – so schnell wie möglich“, so Ziesig.

Diese Sicht auf die Dinge hält der Schwimmhallenverein für „gefährlich“, so Vorsitzende Inge Hagen-Heyde. Werde die Ruine abgerissen, bevor es eine Ausschreibung für den Neubau des Schwimmbades gebe, „sei das Problem nicht mehr sichtbar und der Wiederaufbau der Schwimmhalle wird sehr schnell kein Thema mehr sein“, befürchtet sie. Der Verein hatte fachliche Verstärkung mitgebracht:

Rettungsschwimmerin Claudia Röpcke von der Ortsgruppe Rerik der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). „Hier geht es auch um unsere Kinder. Um sicher schwimmen zu können, reicht es nicht, das ,Kleine Seepferdchen’ in einer der vorhandenen Hallen mit 1,35 Meter Wassertiefe zu machen. Die Kinder brauchen auch die Erfahrung, im großen Becken mit tiefem Wasser zu schwimmen“, sagte sie aus Sicht einer Rettungsschwimmerin.

Stadtvertreter Knut Wiek betonte, dass sich Kühlungsborns Städtepartner Büsum und Grömitz Schwimmhallen leisten würden, die je eine Million Euro Zuschuss im Jahr kosteten. „Sie sagen, das zahlt sich aus“, so Wiek. Vereinsmitglied Tillmann Hahn, ein prominenter Gastronom, stellte fest: „Zwischen Wismar und Rostock gibt es keine attraktive Schwimmhalle. Es ist nicht zu verstehen, warum Kühlungsborn diese Chance nicht nutzen will.“

Über eine erneute Ausschreibung zum Bau der Schwimmhalle gibt es einen Beschluss der Stadtvertreter vom vergangenen Herbst – gefasst nach dem Platzen des Vorgängerprojekts. Allerdings ist bisher eigentlich fast nichts geschehen. „Ende 2015 gab es eine Sitzung zu diesem Thema. In ihrem Ergebnis haben wir die Fraktionen der Stadtvertretung aufgefordert, uns Rahmendaten für den Neubau einer Schwimmhalle zuzuarbeiten. Ein Rücklauf kam nur von der Fraktion SPD/Grüne. Daher fehlt uns bisher die Basis für den Text der Ausschreibung“, erklärt der amtierende Bürgermeister Dirk Lahser.

Was wiederum damit zu tun haben dürfte, dass inzwischen die Mehrheit der Stadtvertretung sich erst einmal über die Gesamtneugestaltung des Baltic Parks verständigen will. Die Schwimmhalle ist dabei Teil des Problems.

Lutz Werner

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