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Voller Tatendrang: Grüne wollen Ostseebad positiv entwickeln

Kühlungsborn Voller Tatendrang: Grüne wollen Ostseebad positiv entwickeln

Fünf Themen stehen auf der Agenda der Kühlungsborner Ortsgruppe

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Oliver Radeke (v. l.), Tino Just und Thomas Oberwalder sind Teil der Grünen-Ortsgruppe Kühlungsborn.

Quelle: Foto: Mathias Otto

Kühlungsborn. Umweltschutz, Kinderbetreuung, Verkehr, Wanderwege in der Kühlung, Glasfaser-Netz: Fünf große Schwerpunkte setzt sich die Grüne-Ortsgruppe aus dem Ostseebad für 2017. Vor knapp zwei Jahren hat sie sich gegründet. Mit dem Ziel: „Wir wollen etwas verändern im Bewusstsein für Umwelt und Natur. Wir setzen uns ein für die weitere positive Gestaltung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in Kühlungsborn“, sagt Mitglied Tino Just. Der feste Kern dieser Gruppe besteht aus zehn Leuten.

Beim Thema Umwelt- und Naturschutz sprechen sie den Bebauungsplan 25 an. Hier wurde erst kürzlich beschlossen, dass sich dort eine einheimische Firma ansiedeln kann. Eine Entscheidung, die die Grünen nicht mittragen. „Bestehende B-Pläne sollen in ihrer beschlossenen Form erhalten bleiben und nicht nicht ständig umgestoßen beziehungsweise erweitert werden. Hier geht es auch um den Schutz der Grünflächen und das richtige Augenmaß bei der Versiegelung von Flächen“, sagt Oliver Radeke, der für die Grünen im Kurbetriebsausschuss sitzt. Eine große Sorge bereitet den Mitgliedern der Stadtwald, der aus ihrer Sicht dem gewachsenen Bauinteresse langsam schrumpft. Auch für den Strandschutz möchte sich die Ortsgruppe in diesem Jahr aktiv einsetzen. „Statt den Strand alle sieben Jahre kostspielig aufzuschütten, sollte langfristig darüber nachgedacht werden, ob eine passive Sanddrainage möglicherweise sinnvoller wäre“, meint Thomas Oberwalder, Finanzausschuss-Mitglied. Damit könnte einem seewärtigen Sedimenttransport entgegengewirkt werden.

Beim zweiten großen Themengebiet Kinderbetreuung erhoffen sich die Grünen eine baldige Änderung. Sie wünschen sich eine ausreichende und umfassende Betreuung. „Kühlungsborn ist gewachsen. Deshalb ist der Bedarf an Kita- und Hortplätzen sehr groß. Alle Kitas sind momentan ausgelastet“, so Oliver Radeke. Die Fraktion hat bereits einen Antrag für die nächste Stadtvertretersitzung gestellt, den Hort in der Hermannstraße auszuweiten und eine neue Kita zu errichten.

Obwohl die Stadt aktuell ein Planungsbüro beauftragt hat, ein Verkehrskonzept zu erarbeiten, möchte die Grünen-Ortsgruppe parallel auf einer Diskussionsveranstaltung mit Einwohnern und Berufstätigen einen Ideenkatalog erstellen. „Wir wollen eine Entschleunigung des innerstädtischen Verkehrs, ein vernünftiges Park- und Radwegekonzept, sowie den Ausbau des Öffentlichen Personalverkehrs“, so Radeke. Die öffentliche Veranstaltung dazu soll im ersten Halbjahr stattfinden.

Touristen und auch Kühlungsbornern sollen vernünftige Wanderwege zur Verfügung gestellt werden – dies steht ebenfalls auf der Grünen-Agenda. Die Wanderwege in der Kühlung, die vor zwölf Jahren eingerichtet wurden, seien mittlerweile weitestgehend verfallen. Hierzu haben sie einen Vorschlag eingereicht: Die Stadt soll zusammen mit Umlandgemeinden einen Antrag auf Förderung stellen, um die Finanzierung dieser Maßnahmen zu ermöglichen. Erste Gespräche mit umliegenden Gemeinden, dem Landkreis, der Stadt und der Touristik-Service-Kühlungsborn GmbH habe es bereits gegeben.

Beim Thema Glasfaser-Netz sind die Mitglieder der Grünen-Ortsgruppe skeptisch. Bisherige Informationen zu den bestehenden Möglichkeiten seien widersprüchlich. „Der Zeitpunkt der Umsetzung ist ebenso wichtig wie die Frage der Finanzierung mit oder ohne Fördermittel, die nötigen baulichen Maßnahmen und die Einbindung privater Mittel“, erklärt Bauausschuss-Mitglied Tino Just.

Mathias Otto

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