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Wanderführer hat Riedensee im Fokus

Rerik Wanderführer hat Riedensee im Fokus

Jetzt hat Andreas Herrmann auch das Naturschutzgebiet Riedensee in sein Programm aufgenommen.

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Andreas Herrmann ist ein engagierter Natur-Fotograf, der auch in der Riedensee-Landschaft viel fotografiert hat.

Quelle: Lutz Werner

Rerik. Jetzt hat Andreas Herrmann auch das Naturschutzgebiet Riedensee in sein Programm aufgenommen. Am Dienstag nach Ostern wird der zertifizierte Natur- und Landschaftsführer zum ersten Mal mit einer Wandergruppe das 95 Hektar große Areal hinterm Riedenstrand zwischen Kühlungsborn West und Kägsdorf erkunden, dessen Besonderheit der rund elf Hektar große Riedensee ist.

Einzigartiger Strandsee ist ein wertvolles Biotop

95 Hektar umfasst das Naturschutzgebiet Riedensee vor der Buk-Spitze zwischen Kühlungsborn und Kägsdorf. Der brackige Strandsee ist rund elf Hektar groß.

1995 wurde das Riedensee-Gebiet unter Naturschutz gestellt. Ein weiterer Schutz: Vor drei Jahren wurden große Teile komplett für Wanderer gesperrt.

„Er ist einer der letzten intakten Strandseen entlang der deutschen Ostseeküste, der nach Sturmfluten immer wieder Zufluss von Salzwasser hat. Der See mit seinen angrenzenden Salzwiesen und Brackwasserröhrichten ist eines der interessantesten Biotope der Region“, erklärt Herrmann. Dort hätten Pflanzen und Tiere, die auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten stehen, ein Refugium gefunden. Und als Brut- und Rastplatz vieler Vogelarten ist der See ebenfalls besonders wichtig, so der Experte.

Der Reriker Andreas Herrmann (64) ist seit sieben Jahren immer wieder mit Urlauber-Gruppen auf geführten Wanderungen am Salzhaff und entlang von Strand und Steilküste zwischen Rerik und Meschendorf unterwegs. Zu etwa 50 Wanderungen im Jahr lädt er ein, rund 800 Leuten erzählt er dabei, was die Ufer- und Strandlandschaft nahe Rerik an Tier- und Pflanzenwelt, Naturgeschichte und Geologie zu bieten hat. Besonders beliebt sind seine Ausflüge entlang der Steilküste unter dem Motto „Donnerkeil & Co.“, weil die Wanderer dabei immer wieder versteinerte Tiere und Pflanzen aus der Urzeit und manchmal sogar Bernstein finden können.

„Mittlerweile gibt es viele Urlauber, die schon mehrfach mit mir auf diesen Touren unterwegs waren. Und einige schlugen mir vor: ,Mach doch mal was Neues!‘“, erklärt Herrmann, wie die Idee mit dem Riedensee-Naturschutzgebiet zustande kam. Und wenn er dann von „dieser wunderschönen Naturlandschaft direkt hinter der Küstenlinie“ spricht, ist er kaum zu stoppen. Er erzählt von seltenen Pflanzen wie Stranddistel, von der Salzmiere mit ihren fleischigen Blättern und vom Mauerpfeffer mit seinen gelben Blüten. Hinter dem Riedensee, auf den Salzwiesen, haben Salzbinse, Strandaster und der Meerstranddreizack einen Lebensraum gefunden. Unter den Vögeln sei der seltene Sand-Regenpfeifer besonders erwähnenswert. Wenn die Wanderer Glück haben, könnten sie viele Vogelarten — auch Graureiher — von den Aussichtsplattformen am See beobachten.

Treff- und Ausgangspunkt der Wanderungen wird der Parkplatz Riedenstrand am westlichen Ende der Waldstraße in Kühlungsborn West sein — gegenüber von der Ostseeklinik. Die Wanderer werden, bevor sie ins eigentliche Naturschutzgebiet gelangen, zunächst eine große, renaturierte Fläche überqueren. Dort standen einst Kasernen und andere Gebäude für das Militär. Der Rieden war vor dem zweiten Weltkrieg ein Standort der Wehrmacht, in der DDR-Zeit war dort ein großes Objekt der Nationalen Volksarmee. Auch darüber kann Andreas Herrmann sehr viel und sehr interessant erzählen.

Wanderung zum Naturschutzgebiet Riedensee: Dienstag, 29. März, ab 9.30 Uhr. Treffpunkt ist der Parkplatz Riedenstrand in Kühlungsborn. Erwachsene zahlen 5 Euro, Kinder 2

Euro.

Von Lutz Werner

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