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Kühlungsborn Warten auf schnelleres Internet

Der Kühlungsborner Andreas Bartelmann kritisiert lückenhaften Breitbandausbau durch Telekom

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Andreas Bartelmann ist sauer auf die Telekom.

Quelle: Foto: Rolf Barkhorn

Kühlungsborn. Schnelles Surfen im Internet – das ist im Ostseebad Kühlungsborn für einige Bewohner immer noch ein Traum. Dabei sollten sich die Bedingungen in diesem Jahr doch rasant ändern. „Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind.“ Diese Ankündigung machte Arndt Griese, Regionalmanager der Deutschen Telekom, im vergangenen Mai, als der erste neue Verteilerkasten des Netzanbieters in einer Seitenstraße der Ostseeallee gesetzt wurde. Bis Oktober sollten 4000 Haushalte in Kühlungsborn durch die Installation mehrerer Verteiler Zugang zum schnelleren Internet bekommen. Geschwindigkeiten bis zu 100 Megabit (Mbit) pro Sekunde seien dann je nach Entfernung vom Verteiler möglich, warb im Frühjahr die Telekom.

Mit der kurzfristigen Investition war das Unternehmen in Kühlungsborn einem Konkurrenten zuvorgekommen. Das Unternehmen „Glasfaser Deutschland“ hatte massiv im Ostseebad für den Ausbau eines bis zu 500 Mbit schnellen Glasfasernetzes geworben. Zur Realisierung benötigte das Unternehmen allerdings einen Kundenstamm von 40 Prozent der anzuschließenden Haushalte. Dieses Ziel wurde nicht erreicht, der Anbieter zog sich still zurück, die auffällige blaue Werbung auf Tafeln und Fahrzeugen verschwand quasi über Nacht.

Aus Sicht von Andreas Bartelmann wurde es in Kühlungsborn höchste Zeit für den schnelleren Zugang. Doch der Unternehmer und Anwohner in der Hermannstraße wartet immer noch. Weil er mit seiner bislang langsamen Datenleitung nicht zufrieden war, hatte er im März seinen Anschluss bei der Telekom gekündigt. Als es jedoch hieß, Kühlungsborn bekomme bis Oktober schnellere Leitungen, wollte er sich wieder anmelden. Auch, weil ihm Anfang September direkt an seine Adresse und unter seiner alten Kundennummer ein „Treueangebot“ der Telekom ins Haus flatterte.

Zum Magenta M-Tarif könne er mit einer Bandbreite von bis zu 50 Mbit/s im Download und 10 Mbit/s im Upload surfen. „Aber egal wo ich vorsprach, ob im Telekomladen oder bei der Hotline, bekam ich zur Antwort, dass der schnelle Zugang bei mir noch nicht möglich sei. Ich könnte aber einen Anschluss für 16 Mbit bekommen, hieß es“, berichtet Bartelmann.

Von Nachbarn weiß er, dass sich auf der östlichen Straßenseite der Hermannstraße die Internetgeschwindigkeit seit Ende Oktober gebessert hat. „Offenbar wurde der Bereich nördlich der Poststraße und westlich der Hermannstraße noch gar nicht oder nicht richtig an die westliche Straßenseite angeschlossen“, vermutet Bartelmann. Mehrmals schon hat er die Verfügbarkeit der Telekomleitungen im Internet geprüft. „Da werden für die Hermannstraße tatsächlich unterschiedliche Werte angegeben“, weiß der Kühlungsborner. Von Bekannten im Ortsteil Ost hatte er erfahren, dass dort schon einige den schnelleren Zugang nutzen.

Doch auch in diesem Stadtteil ging scheinbar nicht alles reibungslos über die Bühne. So hat T-Online-Kunde Dietrich Rehpenning seinen neuen Zugang schon vor einigen Wochen beantragt. „Aber darauf habe ich noch keine Antwort erhalten. Und schnelleres Internet habe ich auch noch nicht“, beschwert sich der Gastronom aus Kühlungsborn Ost.

Dass es noch immer Probleme mit der Breitbandversorgung im Ostseebad gibt, räumt auch Georg von Wagner, Pressesprecher der Deutschen Telekom, ein. Auf Anfrage der OSTSEE-ZEITUNG teilt er mit: „Im Bereich von Herrn Bartelmann ist der Ausbau noch nicht abgeschlossen, da hier ein fehlerhaftes Teil geliefert wurde. Daher verzögert sich dort die Inbetriebnahme. Wir bemühen uns zusammen mit dem Lieferanten um eine möglichst zügige Behebung des Problems“, so von Wagner. Sobald der Schaden behoben sei, werde der Kunde benachrichtigt.

Rolf Barkhorn

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