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Wollen Kühlungsborner zweite Brücke?

Kühlungsborn Wollen Kühlungsborner zweite Brücke?

Die Meinungen gehen weit auseinander / SPD-Ortsverein diskutierte mit Einwohnern

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Die Kühlungsborner Seebrücke wurde 1991 im Ortsteil Ost errichtet. Sie ist 240 Meter lang und gilt als eines der Wahrzeichen des Ortes. FOTO: LUTZ WERNER

Kühlungsborn. Dieses Vorhaben ist zurzeit Gesprächsthema Nummer eins: eine zweite Seebrücke für das Ostseebad. Ob ein solches Bauwerk ins Stadtbild passt oder es sich die Stadt leisten kann und will, wurde am Montag bis in die späten Abendstunden diskutiert. Der SPD-Ortsverein hatte zu einem ersten Meinungsaustausch eingeladen. Viele Einwohner können sich eine weitere Brücke vorstellen, allerdings nicht zu diesem Zeitpunkt.

„Brauchen wir überhaupt eine zweite Seebrücke? Soll Kühlungsborn-West belebt werden oder nicht?“ Stadtvertreter Peter Hausmann (SPD) stellte zwei wichtige Fragen. Und hier gingen die Vorstellungen weit auseinander. Die einen können sich ein festes Bauwerk – ähnlich wie in Ahlbeck oder Sellin – mit Wohnungen oder Gastronomie vorstellen. Andere wollen die Brücke schlicht halten. Einigen Einwohnern sei das bisherige Angebot ausreichend.

Bei Touristen ist die Meinung oft einstimmig. So berichtet es Klaus Schumacher, der seit einem Jahr als Stadtführer Gästen das Ostseebad zeigt. „Der Tenor von den Leuten: Kühlungsborn-West benötigt eine touristische Attraktion“, sagt er. Als Anziehungspunkt würde aus seiner Sicht eine einfache Brücke reichen. „Ohne viel Bebauung, es soll überschaubar sein“, so Schumacher.

Corinna Hülsmann ist verwundert, dass Kühlungsborn-Ost kopiert werden soll. Aus ihrer Sicht reiche eine Brücke für das Ostseebad aus. „Wer Unterhaltung haben möchte, geht in den östlichen Teil der Stadt. Wer es ruhiger mag, geht nach Kühlungsborn-West“, sagt sie. Sie sei vergangene Woche mit dem Fahrrad durch den westlichen Stadtteil gefahren und habe nur wenige Menschen angetroffen. „Wenn dort eine Brücke beispielsweise mit Restaurant gebaut werden sollte, wird mir angst und bange für den künftigen Betreiber. In der Nebensaison würden nur wenige Menschen kommen“, ist sie sich sicher.

Außerdem hätte für sie die Villa Baltic Vorrang. Für das prunkvolle Gebäude in Strandnähe müsse schnell eine Lösung her.

Axel Braun sieht ebenso andere Projekte weiter oben auf der Prioritätenliste. Für den Kühlungsborner wäre es zwar eine Aufwertung für diesen Teil der Stadt, eine Mehrzweckhalle für das Ostseebad müsse aber zuerst gebaut werden. Als Einwohner und auch als Mitglied des Seniorenbeirates setzt er sich schon länger für eine Halle ein. Man solle bei künftigen Bauvorhaben immer den Nachwuchs im Auge behalten. „Wir müssen etwas für die Jugendlichen machen, damit sie im Ort bleiben und jugendliche Urlauber mit ihren Eltern wieder kommen“, sagt er. Er wünscht sich eine Halle, in der etwa Platz für Tennisplätze und Indoorspielplatz ist.

Roswitha Mehl hält Projekte wie den Ausbau des Grünen Wegs wichtiger als den Brückenbau. Die Diskussion über dieses Thema sei für sie trotzdem wichtig. „Jeder kann seine Meinung dazu haben, die für die Entscheidungsfindung nur hilfreich sein kann. Dass dabei nicht alle Wünsche berücksichtigt werden können, muss jedem klar sein.“

240 Meter lang

Die Seebrücke Kühlungsborn wurde am 3. Oktober 1991 eingeweiht und war damit die erste fertiggestellte Brücke seit der Deutschen Wiedervereinigung. Sie ist mit ihren 240 Metern Länge ein Wahrzeichen der Stadt.

In den Jahren 2007/08 wurde die Seebrücke komplett saniert.

Heute ist die Seebrücke in Kühlungsborn-Ost ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und wird gern von Anglern genutzt.

Mathias Otto

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