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Wunden lecken nach verlorener Wahl

Kühlungsborn Wunden lecken nach verlorener Wahl

Die drei unterlegenen Bürgermeister-Kandidaten verarbeiten Niederlage ganz unterschiedlich

Kühlungsborn. Tag eins nach der Bürgermeister-Wahl in Kühlungsborn: Während sich Rüdiger Kozian und Peter Menzel auf das entscheidende Duell am 8. Oktober vorbereiten, heißt es für die unterlegenen Kandidaten, Wunden zu lecken und nach vorn zu blicken. „Zugegeben – ich bin immer noch etwas ratlos“, sagt etwa Stephan Krauleidis. „Denn eigentlich habe ich mich nach einem guten Wahlkampf schon in der Stichwahl gesehen.“ Doch die Mehrheit habe eben anders entschieden, so der CDU- Mann: „Das ist Demokratie – das muss ich akzeptieren.“ Dennoch seien fast 1000 Stimmen für einen „Neu-Kühlungsborner“ ein durchaus beachtliches Ergebnis, meint der 42-Jährige: „Da bin ich meinen Wählern schon sehr dankbar.“

 

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„„Erstmal ziehe ich mich jetzt zurück. Aber ich werde künftig weiter am politischen Leben teilnehmen – in welcher Form auch immer.“Fritz Brüßhaber (37) Sachbearbeiter

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„„Ich habe zwar nicht unbedingt mit der Stichwahl gerechnet – aber ein bisschen mehr als gut neun Prozent hatte ich mir schon erhofft.“Gerd Susemihl (53) Diplom-Ingenieur

Stichwahl in zwölf Tagen

Zwölf Tage haben Rüdiger Kozian und Peter Menzel noch Zeit, die Kühlungsborner für sich zu gewinnen.

Die Stichwahl für das Amt des neuen Bürgermeisters ist für Sonntag, 8. Oktober, angesetzt.

Künftig könne er sich wieder mehr seinem eigentlichen Beruf widmen, sagt der Versicherungsmakler: „Und es bleibt mehr Zeit für die Familie – das ist doch ein Lichtblick.“ In den verbleibenden Tagen bis zur Stichwahl am 8. Oktober werde er aktiv Rüdiger Kozian unterstützen, kündigt Krauleidis an: „Weil er das Zeug dazu hat, einen Ort wie Kühlungsborn weiter kompetent zu führen.“

Das sieht Gerd Susemihl ähnlich: „Ich halte Rüdiger Kozian auch für den geeigneteren Bürgermeister-Kandidaten“, sagt der 53-Jährige, der bei der Wahl für den Handwerker- und Gewerbeverein ins Rennen gegangen war. „Er hat einfach mehr Erfahrung, dazu ähnliche Ansichten wie ich – wenn es mir möglich ist, werde ich mich für ihn stark machen.“

Über sein eigenes Ergebnis sei er schon sehr ernüchtert, gibt Susemihl zu: „Ich habe zwar nicht unbedingt damit gerechnet, in die Stichwahl zu kommen – aber ein bisschen mehr als gut neun Prozent hatte ich mir schon erhofft.“ Über mögliche Gründe könne er nur spekulieren: „Vielleicht habe ich einen falschen Wahlkampf gemacht – zumindest konnte ich einiges fürs Leben lernen.“

Er sei „froh, aber nicht zufrieden“, sagt auch Fritz Brüßhaber. Immerhin habe er insgesamt 129 Stimmen bekommen: „Ich freue mich sehr über den Zuspruch und danke allen, die mich gewählt haben.“ Mit Beendigung des Wahlkampfes wolle er sich jetzt erst einmal aus der „ersten Reihe“ zurückziehen, so der 37-Jährige: „Aber ich werde künftig weiter am politischen Leben teilnehmen – in welcher Form auch immer.“

Eine vordergründige Unterstützung des einen oder anderen Kandidaten werde es durch ihn nicht geben, macht Brüßhaber deutlich: „Die beiden dürften in den nächsten Tagen genug zu tun haben – und letztlich müssen sie das ohnehin untereinander ausfechten.“

Am übernächsten Sonntag gilt’s – dann treten Rüdiger Kozian und Peter Menzel ein weiteres Mal gegeneinander an. Die Geschäfte des bisherigen Amtsinhabers Rainer Karl (parteilos) übernimmt der neue Mann am 2. Januar 2018.

Lennart Plottke

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