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Künftig erinnern „Denksteine“

Rostock Künftig erinnern „Denksteine“

Förderverein des Max-Samuel-Hauses wählt neuen Namen und andere Gedenktafeln

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Die letzte Dolomit-Platte wurde am 28. April 2015 in der Kröpeliner Straße 17 für den Maler Bruno Gimpel verlegt.

Quelle: Katharina Ahlers

Rostock. 43 Stolpersteine, die im Alltag an das Schicksal ermordeter Rostocker Juden erinnern sollen, wurden seit 2001 in der Hansestadt verlegt. Künftig werden „Denksteine“ in Rostock verlegt. Hintergrund ist eine juristische Auseinandersetzung des Vereins der Freunde und Förderer des Max-Samuel-Hauses mit dem Kölner Künstler Gunter Demnig, der sich 2006 den Begriff „Stolperstein“ als Marke für sein gleichnamiges Projekt gesichert hat. Er hat bisher rund 55000 Stolpersteine zur Erinnerung an die Opfer der NS-Zeit in 1600 Orten Deutschlands und zwanzig Ländern Europas verlegt. Über Termine, Texte und Gestaltung der Steine entscheidet die Stiftung „Spuren – Gunter Demnig“. „Es kam zu keiner einvernehmlichen Lösung“, sagt Dr. Ulf Heinsohn, wissenschaftlicher Leiter des Max-Samuel-Hauses. So habe sich der Verein entschieden, für sein Projekt den Begriff „Denkstein“ zu wählen. Außerdem werden statt der grauen porösen Dolomitsteine, die Witterungseinflüssen und Beschädigungen durch Fahrzeuge und Vandalismus auf Dauer nicht gewachsen sind, künftig Gedenktafeln aus Messing verlegt. Die ersten vier neuen „Denksteine“ werden am 15.

Juni in der Lessingstraße für Margarethe und Alfred Beyer sowie deren Tochter Anneliese und Enkelin Rosaliese Pietsch enthüllt.

Doris Kesselring

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