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Neubukow Auf den Spuren Heinrich Schliemanns

Zweimal im Monat werden in Neubukow wieder historische Stadtrundgänge angeboten

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Christian Bresching an der Stele vor dem Bürgerhaus. Hier startet der historische Stadtrundgang zweimal im Monat.

Quelle: Fotos: Renate Peter

Neubukow. Jeden ersten und dritten Sonnabend im Monat können sich Interessierte wieder auf die Spuren Heinrich Schliemanns begeben. Nach 2014 wird dieser Höhepunkt zwischen Juni und August zum zweiten Mal angeboten, sagt Christian Bresching. Der langjährige Leiter der Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte sowie Hans Albert Kruse, Vorsitzender des Heinrich-Schliemann-Klubs, führen im Wechsel die Besucher durch den Ort, in dem 1822 der Troja-Forscher geboren wurde.

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Zweimal im Monat werden in Neubukow wieder historische Stadtrundgänge angeboten

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Start des etwa zweistündigen Rundgangs ist die Gedenkstätte im Bürgerhaus. „Hier bieten wir eine Führung durch die Ausstellungen an und gehen auf bekannte Neubukower ein“, erzählt Christian Bresching. Weiter begeben sich die Teilnehmer zur Peter-und Paul-Kirche, dem ältesten Bauwerk der Stadt. Dort, wo heute das Pfarrhaus steht, stand einst das Geburtshaus Schliemanns. Es war Ende des 19. Jahrhunderts abgerissen worden. Eine Gedenktafel erinnert daran. Gegenüber war 1990 eine Stele errichtet worden.

Durch die Brandstraße führt der Rundgang zum historischen Marktplatz. „Wir erzählen etwas zur Stadtgeschichte, und die Besucher erfahren ein paar nette Anekdoten aus der Historie Neubukows“, sagt Christian Bresching. Gern erwähnt er, dass Neubukow mal eine Stadtmauer mit vier Toren hatte. Davon ist nichts mehr übrig.

Dann werde ein Abstecher zum Ostsee-Hotel gemacht. Dort hatte Heinrich Schliemann auf zwei Rundreisen übernachtet. Eine Tafel am Haus erinnert daran. Christian Bresching und Hans Albert Kruse erklären dort den barocken Bau des historischen Rathauses, das Ende vorigen Jahrhunderts restauriert und saniert wurde. Es gehe dann durch die Altstadt, vorbei am ehemaligen Stadtgefängnis in der Amtsstraße, das heute Wohnhaus ist. Dann durch die Wollenweberstraße, vorbei an der ehemaligen Stadtschule und einstigen Dr.-Gronau-Schule. Das Gebäude war Ende des 19. Jahrhunderts erbaut worden.

Heute befindet sich dort eine Tagespflege des DRK. Hingewiesen werden die Besucher durch die beiden Stadtführer auch auf den Gebetsraum der ehemaligen jüdischen Gemeinde von Neubukow, heute ein Privathaus.

Dann begeben sich die Besucher in die Höhe. „Wir gehen zum Wallberg, der höchsten Erhebung Neubukows“, sagt Bresching. Die alte Wassermühle aus dem 14. Jahrhundert wird besucht. Am Mühlenteich erfahren die Gäste dann, dass die Fischtreppe 107 Meter lang ist und die Meerforellen zum Laichen über die Fischtreppe in den Hellbach gelangen. Die Meerforellenstation wird besichtigt, und der Weg führt weiter zur Galerie-Holländermühle. Zurück geht es dann durch die Mühlenstraße, vorbei an der Kirche wieder zum Bürgerhaus, in dem seit 2003 die Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte eingerichtet ist.

Um 11 Uhr beginnen die historischen Stadtführungen. Sie kosten fünf Euro.

Der Start zur ersten Führung sei noch verhalten gewesen, sagt Christian Bresching. Ein ehemaliger Neubukower habe sich seine alte Heimatstadt mal wieder ansehen wollen. Die Erfahrung aus 2014 zeige, dass weniger Einheimische mitkommen, dafür vor allem Gäste und Touristen sich für die historischen Rundgänge interessieren, sagt Bresching.

Jeden Mittwoch ab 11 Uhr wird außerdem in der Saison eine Führung durch die Schliemann-Gedenkstätte angeboten – das bereits im fünften Jahr. Mit dem Erwerb der Eintrittskarte des Bürgerhauses ist die Führung bezahlt.

Entdecker Trojas

Heinrich Schliemann wurde am 6. Januar 1822 in Neubukow als fünftes von neun Kindern des Pastors Ernst Schliemann (1780–1870) und dessen Frau Luise, geborene Bürger (1793–1831), Tochter des späteren Bürgermeisters von Sternberg, geboren. Er war Kaufmann, Archäologe sowie Pionier der Feldarchäologie. Als erster Forscher führte er Ausgrabungen im kleinasiatischen Hisarlik durch und fand die von ihm und zuvor schon anderen Forschern hier vermuteten Ruinen des bronzezeitlichen Trojas.

 

1873 erklärte Schliemann der Öffentlichkeit, Troja gefunden zu haben. Den eigentlichen Durchbruch zum Ruhm erlangte er allerdings durch den Fund des sogenannten Schatzes des Priamos im selben Jahr. Er starb am 26. 12. 1890 in Neapel.

Renate Peter

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