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„Bummi“ hilft Sprache auf die Sprünge

Neubukow „Bummi“ hilft Sprache auf die Sprünge

Integrative Kita in Neubukow erhält 100000 Euro aus dem Bundesprogramm zur Sprachentwicklung

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Sophia, Maja, Leonie, Luca, Alexa, Leon und Fabian (v.l.) gehören zu den „Kleinen Wölfe“ in der Kita „Bummi“ in Neubukow. Die Beschäftigung mit dem Bild unterstützt die Kinder bei ihrer sprachlichen Entwicklung.

Quelle: Foto: Katarina Sass

Neubukow. Die Kindertagesstätte „Bummi“ in Neubukow ist in das Bundesprogramm der „Sprachkitas“ aufgenommen worden. Damit soll die Sprachentwicklung der Kinder unterstützt und begleitet werden. Bis 2020 erhält die Einrichtung 100000 Euro, die sie für diese Zwecke ausgeben kann.

„Die kleinen Wölfe“ nennt sich eine Gruppe von 15 Kindern. In einer Ecke ihres Raumes hängt ein großes buntes Plakat, auf dem Menschen und Alltagssituationen abgebildet sind. Sophia, Maja und die anderen Drei- bis Fünfjährigen in der Gruppe spielen „Ich sehe was, was du nicht siehst“ mit ihrer Erzieherin. Auf dem Bild müssen sie die Gegenstände suchen. Es gibt auch Karten, die ein Detail aus dem Bild zeigen. Die Kinder sollen reden, Fantasien entwickeln und kommunizieren.

Die Kita „Bummi“ ist eine integrative Einrichtung des Institutes für Lernen und Leben (ILL), hier werden 128 Kinder mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen betreut. Generell haben Sprachauffälligkeiten zugenommen, berichtet die leitende Erzieherin Jutta Voß aus 30-jähriger Erfahrung. Sie meint damit nicht Sprachstörungen wie Lispeln, Stottern oder Stammeln, die logopädisch behandelt werden. Es gehe um Probleme wie falscher Satzbau, geringer Wortschatz, Einsilbigkeit. Der Grund ist für sie klar: „Wir müssen mehr darauf achten, dass uns die Kinder zuhören“, sagt sie auch in Richtung der Eltern, die Vorbilder sind bei der Ausbildung der Sprache. Ganz wichtig sei es, mit den Kindern zu erzählen, viel zu singen, Geduld und Verständnis zu zeigen.

Nicht nur Eltern, auch den Erziehern im Kindergarten kommt eine wichtige Rolle zu. Das Projekt „Sprachkitas“ begleitet Kinder in ihrer sprachlichen Entwicklung, ohne einen therapeutischen Ansatz zu verfolgen. Dazu wird eine Erzieherin speziell geschult und als Multiplikatorin eingesetzt: „Sie soll dann alle Erzieher mit ins Boot holen.“ Vorgesehen ist auch die Einbeziehung der Eltern. Sie ersetzt aber keine Logopädin, die spezielle Ausspracheübungen mit den Kindern macht. Ihre Arbeit betrifft den Alltag in den Gruppen, in denen einige Jungen und Mädchen sprachlich bereits sehr weit sind und andere noch etwas mehr Zeit brauchen.

100000 Euro – davon wird der Anteil der Stelle der Multiplikatorin bezahlt, und dafür können die Räume so umgestaltet werden, dass Kinder zum Reden angeregt werden. Es können auch neue Spiele angeschafft werden, zum Beispiel Gemeinschaftsspiele.

Die integrative Kita „Buchenbergzwerge“ des DRK in Bad Doberan ist seit 2011 Teilnehmer des Projektes. Dort seien beispielsweise eine Bibliothek und neue Bücherregale gekauft worden, sagt die Projektverantwortliche. Bei den Buchenbergzwergen fasst man das Thema Sprache weiter: „Es geht auch darum, die Teamfähigkeit der Kinder auszubilden, zu zeigen, wie sie zusammenarbeiten und Konflikte lösen können.“ Ein Punkt sei auch, dass sie sich bewegen könnten. Von dem Bundesprogramm der „Sprach-Kitas“ würden insbesondere Kinder profitieren, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, heißt es auf der Internetseite. Dazu, was konkret gefördert wird, heißt es: „Die Träger der Kitas erhalten einen Zuschuss zu den Personalausgaben für eine zusätzliche halbe Fachkraftstelle (mindestens 19,5 Wochenstunden) mit herausgehobener und schwieriger, verantwortungsvoller Tätigkeit sowie zu projektbezogenen Sachausgaben und Gemeinkosten in Höhe von insgesamt 25000 Euro pro Jahr.“

Katarina Sass

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