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Chinesen wollen Kontaktbüro einrichten

Chinesen wollen Kontaktbüro einrichten

Investoren aus China weilten Ende Mai in Kühlungsborn / Zusammenarbeit soll intensiviert werden

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Dirk Lahser, Kämmerer und 1. Stellvertreter des Bürgermeisters Kühlungsborn.

Quelle: Lutz Werner

Kühlungsborn Eine neunköpfige Delegation aus der Volksrepublik China weilte Ende Mai für zehn Tage in Kühlungsborn. Im Interview berichtet der amtierende Bürgermeister des Ostseebades, Dirk Lahser, über das Anliegen des Besuches und das große Interesse der Chinesen an Kühlungsborn.

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Investoren aus China weilten Ende Mai in Kühlungsborn / Zusammenarbeit soll intensiviert werden

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Herr Lahser, woher kamen die Gäste genau und wie kam dieser Besuch überhaupt zustande?

Dirk Lahser: Organisiert wurde der Besuch vom ZCD, dem Zentrum für chinesisch-deutschen Kulturaustausch, und dem Kulturverein Mecklenburg inspiriert, der seinen Sitz in Kühlungsborn hat. Der Delegation unter Leitung von Dr. Jiang Xiukai gehörten Unternehmer verschiedener Branchen aus Peking, Shanghai sowie aus Qingdao an. Unter anderem waren auch der Vize-Direktor der Handelskammer Qingdao und drei Vertreter aus der Filmbranche Chinas dabei.

Und was war das konkrete Anliegen der Delegationsreise?

Lahser: Ziel der Delegationsreise war die Sondierung verschiedener Investitions- und Geschäftsmöglichkeiten in Kühlungsborn und Umgebung sowie das gegenseitige Kennenlernen von potenziellen Partnern in Politik, Kultur und Wirtschaft.

Mit welchen Partnern in Kühlungsborn hatten die Delegationsmitglieder Kontakt?

Lahser: Zwei Veranstaltungen gab es zum Beispiel mit Vertretern aus der Kommunalpolitik, darunter den Fraktionsvorsitzenden der Stadtvertretung und dem Tourismus. Dabei haben die Investoren aus China ganz konkrete Wünsche dargelegt. Am Ende wurde alles in einem Konzept zusammengefasst.

Welche konkreten Wünsche haben die Chinesen denn geäußert?

Lahser: So besteht das große Interesse, für das ZCD ein Kontaktbüro in Kühlungsborn einzurichten.

Welche Aufgaben soll dieses Kontaktbüro haben?

Lahser: Das Büro würde den chinesisch-deutschen Künstleraustausch in Kooperation mit dem KMI organisieren, aber auch Künstler, Medienvertreter und Geschäftsleute aus der Volksrepublik vor Ort betreuen. Es wäre eine erste Anlaufstelle für alle Unternehmen aus China, die hier in der Region investieren wollen.

Wer besetzt das Büro personell und wer finanziert es?

Lahser: Die Rede war von zwei bis drei Mitarbeitern aus China, die vom ZCD bezahlt würden. Vorgeschlagen wurde auch, von Kühlungsborner Seite eine weitere Stelle zur Koordination des Kulturaustausches zu schaffen, die mit im Büro oder in der Nähe untergebracht sein würde. Dafür würde dann, so der Vorschlag, die Stadt aufkommen.

Halten Sie diese Wünsche für realisierbar?

Lahser: Wenn das politisch so gewollt ist und die Stadtvertreter das so beschließen, kann sicher vieles von dem, was in diesem Konzept steht, umgesetzt werden. Aber es gibt auch einiges zu bedenken.

Was meinen Sie damit?

Lahser: Am liebsten wäre es den Investoren, wenn die Stadt die Räume für das Kontaktbüro kostengünstig oder gar zum Nulltarif zur Verfügung stellt. Dafür bedarf es ebenfalls einer politischen Mehrheit. Wünschenswert wäre es, wenn sich auf deutscher Seite nicht nur die Stadt Kühlungsborn und der KMi, sondern auch das Land Mecklenburg-Vorpommern und vielleicht noch andere beteiligen würden.

Gibt es etwas in Kühlungsborn, an dem die Chinesen besonders großes Interesse zeigten?

Lahser: Ja gewiss, sie haben sich geradezu in die Villa Baltic verguckt. In der Diskussion entstand dann irgendwann die Idee, die Villa zu einem internationalen Kulturzentrum auszubauen.

Was halten Sie von dieser Idee?

Lahser: Das würde gewiss dem besonderen Charakter dieses Hauses gerecht werden. Leider gehört die Villa Baltic nicht der Stadt, sondern Herrn Professor Wagner. Wir sind seitens der Stadt schon seit einigen Wochen bestrebt, mit ihm in Kontakt zu treten. Die Stadt würde die Villa gern von ihm für eine öffentliche Nutzung erwerben. Natürlich wäre ein Kulturzentrum in den Räumen der Villa ein mögliches Konzept, sie einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Aber solange wir nicht über diese Immobilie verfügen, bringt es nichts, schon festzuschreiben, wie sie genutzt werden soll.

Rolf Barkhorn

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