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DDR-Grenzturm bleibt erhalten

Börgerende DDR-Grenzturm bleibt erhalten

Gemeindevertretung Börgerende-Rethwisch stimmt für Sanierung des Bauwerkes

Börgerende. Der ehemalige Grenzbeobachtungsturm der DDR BT 11 in Börgerende soll baulich gesichert und restauriert werden. Das haben die Gemeindevertreter von Börgerende-Rethwisch auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend beschlossen. Dafür sollen Mittel über das Leader-Programm zur Förderung innovativer Aktionen im ländlichen Raum beantragt werden. Rund 72

000 Euro sollen Restaurierung und Sicherung kosten, informiert Bürgermeister Horst Hagemeister die Gemeindevertreter. 90 Prozent davon können gefördert werden. Der Eigenanteil der Gemeinde von bis zu 7200 Euro soll im Haushalt für das Jahr 2017 eingestellt werden.

Grund und Boden sowie der Grenzturm gehören dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg. Über einen Pachtvertrag könnte die Gemeinde über Turm und Land verfügen und den Bau aus DDR-Zeiten erlebbar machen. Seit der Wende verfällt der Turm, vor allem die Standfestigkeit macht dem Bürgermeister Sorgen. „Es gibt auch die Möglichkeit des Abrisses, aber ich fand schon bedauerlich, dass das Schleuserhaus weg ist. Das war auch einmalig“, so Hagemeister. Helfried Roubicek merkte an, dass es auch Bürger gebe, die gegen einen Erhalt sind. In der Gemeindevertretung sitzt keiner davon. Sie stimmte einstimmig für den Erhalt.

Als See-Grenzbeobachtungsturm gehört das Bauwerk in Börgerende zu einer Reihe von ehemals 27. Nur noch zwei sind erhalten, einer davon in Kühlungsborn. Der Turm befindet sich in unmittelbarer Nähe des Strandes. Grenzsoldaten sollten von ihm aus Schiffsbewegungen auf der Ostsee beobachten und Fluchtversuche feststellen. Mittels eines fest montierten Fernrohrs mit starker Vergrößerung konnte die vier Mann starke Besatzung von der Kanzel aus ein bis zu zwölf Seemeilen weites Gebiet absuchen. In Kühlungsborn ist diese DDR-Geschichte noch zum Greifen nah. Der Kühlungsborner Verein „Grenzturm“

kümmert sich seit 2002 um die Erhaltung des Denkmals und hat dort ein Museum eingerichtet. Vorsitzender Knut Wiek kann sich so etwas auch für Börgerende vorstellen. Bonuspunkt: Die Zaun-Anlage rund um den Turm steht noch. Auch diese soll nach Beschluss der Gemeindevertreter gesichert werden.

al

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