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Ein Dach für Satows Kirchenruine

Satow Ein Dach für Satows Kirchenruine

Der Verein „Lebendige Steine“ lässt eine Bühne mit Überdachung für Veranstaltungen bauen

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Konzerte wie das im vergangenen Jahr finden künftig häufiger statt. Dazu wird es eine Bühne mit einer Kuppel aus Lkw-Plane geben.

Quelle: Foto: Ehrhard Liehr

Satow. Kinovorführung, Theater, Band-Auftritte und Jahrmarkt: Der Satower Verein „Lebendige Steine“ rückt die Kirchenruine noch stärker in den Mittelpunkt und will das Denkmal zu einem multikulturellen Ort machen. Dazu lässt der Verein eine maßgeschneiderte Bühne mit einer Überdachung aus einer Plane bauen. Geplante Kosten: 35000 Euro.

„Unser Ziel ist es ja, die Ruine mit Leben zu füllen“, sagt der Vereinsvorsitzende Ehrhardt Liehr. Nach der umfangreichen Sanierung der Ruine 2014 fanden im Kirchenschiff bereits vereinzelt Veranstaltungen statt. Nun soll es eine professionelle Bühne geben. Der Reinshäger Architekt Rainer Witzel, der die Baumaßnahmen an dem Gebäude in den vergangenen Jahren begleitet hat, ist der verantwortliche Planer, die Sattlerei Wendt aus Heiligenhagen ist für das Dach zuständig. Das Dach besteht aus einem Stahlgerüst in Form einer Kuppel, über das eine helle wetterbeständige Plane gelegt wird. Die Gesamtkosten in Höhe von 35000 Euro stammen von der Gemeinde, der Mosterei Satow sowie zu einem kleinen Teil vom Verein selbst. „Wir wollen aber noch die Ospa-Stiftung anfragen“, sagt Liehr. Die Konstruktion soll fest im Mauerwerk verankert werden, dient aber nur als Schutz für die Protagonisten auf der Bühne. Das Publikum sitze unter freiem Himmel. Die Kosten würden exorbitant steigen, wenn man das komplette Kirchenschiff überdachen wolle. Dafür sei der Verein gegen ein kleines Entgelt aber aufgeschlossen für andere Interessenten. „Natürlich können auch die Kirchengemeinde, die Schule, die Kita etc. die Bühne nutzen“, sagt der Vereinschef. Auch Fotoshootings für private Zwecke seien bereits angefragt worden. Geplant ist auch eine Kinovorführung, für die man den Regisseur Sebastian Lindemann aus dem Ort ins Boot geholt hat. Die Etablierung eines Jahrmarktes ist ein weiteres Projekt auf der langen Liste des Vereins.

Ein Datum für die Einweihung der Bühnenkonstruktion steht bereits fest. Am 2. Juli lädt der Verein zum zweiten „Picknick an der Ruine“ ein, das die Mitglieder zu einer festen Marke etablieren wollen. „Von 14 bis 16 Uhr kann jeder kommen, der will“, sagt Liehr. Zum Auftakt 2016 sei die Einladung sehr gut angenommen worden. Die Menschen würden mit Camping-Stühlen oder Decken kommen und auf dem Gelände rund um das Gemäuer picknicken. Anschließend, von 16 bis 18 Uhr, wird es ein Konzert mit zwei Bands geben, die dann die überdachte Bühne einweihen. Die „Atlas-Band“, die auch schon auf dem Kamp in Bad Doberan aufgetreten ist, wird spielen. „Die zweite Band steht noch nicht fest. Wir sind im Gespräch.“ Doch es werde auf jeden Fall abwechslungsreich, das sei beim Publikum gut angekommen.

Einen persönlichen Wunsch hat Ehrhardt Liehr noch. Denn, wenn er von der Seeseite aus auf die Kirchenruine blicke, da sei gut zu erkennen, wie die Slawen früher einmal gebaut hätten. „Es wäre toll, wenn man die Zeit der Christianisierung hier in Satow einmal nachspielen könnte“, sagt er und hat dabei die Laiendarsteller vom „Theater in der alten Schule“ im Blick.

Zwischen 2011 und 2014 ist die Kirchenruine saniert worden. Knapp eine halbe Million Euro floss in das Projekt, allein 300000 Euro stammen aus EU-Mitteln. Die Gemeinde Satow hatte über Jahre hinweg insgesamt 150000 Euro in den Haushalt eingestellt. Eine Sanierung war dringend notwendig, da die Kirchenruine als eines der älteste Baudenkmale des Landes zu verfallen drohte.

Katarina Sass

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