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Geschichte und Kunst locken Gäste an

Kühlungsborn/Rerik Geschichte und Kunst locken Gäste an

Kulturstätten mit positiver Sommerbilanz / Beste Saison für die Kunsthalle Kühlungsborn

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Die Alamannen-Gruppe schlug für eine Woche ihr Lager am Heimatmuseum Rerik auf. Etwa 1000 Besucher kamen.

Quelle: Fotos: Lutz Werner/ Frank Söllner

Kühlungsborn/Rerik. Auf die Spuren früheren Lebens können sich Einheimische und Urlauber im Heimatmuseum Rerik begeben, am Grenzturm in Kühlungsborn erleben sie DDR-Geschichte zum Anfassen, und in der Kunsthalle erwarten sie nicht nur Jazzklänge. Die Angebote der kulturellen Einrichtungen an der Küste sind in dieser Saison sehr gut angenommen worden – und das nicht wegen des durchwachsenen Wetters.

 

OZ-Bild

Der Grenzturm an der Kühlungsborner Ostseeküste bietet erlebbare deutsche Geschichte.

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Das Wetter hatte keinen Einfluss auf die Besucherzahlen.Thomas Köhler Leiter Reriker Heimatmuseum

„Es war ein richtig guter Sommer“, sagt Thomas Köhler, Leiter des Reriker Heimatmuseums. Bis Jahresende erwarte er etwas mehr als 7000 Gäste, die sich 2017 im Museum umgesehen haben: „Unterm Strich sind das aber nicht mehr als sonst.“ Das Wetter habe keinen Einfluss auf die Besucherzahlen gehabt, so Köhler. Sieben Sonderausstellungen gab es bereits in diesem Jahr, darunter die der Holzbildhauerin Silke Krempien. Mehr als 1000 Gäste zählte das Heimatmuseum, als die Raetovarier ihr Lager im Museumsgarten aufschlugen, berichtet Thomas Köhler: „Sie haben demonstriert, wie unsere Vorfahren gelebt haben.“ Die Besucher konnten Handwerk und Bräuche aus der Zeit der Germanen ausprobieren.

Jede Woche komme jemand mit einem Schatz ins Museum, erzählt der Leiter, der ganzjährig Fossilienbestimmungen anbietet. „Dieses Jahr haben wir eine herrliche Moccatasse mit dem Schriftzug ,Ostseebad Rerik’ erhalten“, so Köhler. Auch die Wanderungen und Vorträge seien von vielen Gästen wahrgenommen worden. Seinen Abschlussvortrag für diese Saison hält Volker Häußler am morgigen Freitag um 17.30 Uhr in der Kösterschün, Dünenstraße 4a, zum Thema „Archäologische Entdeckungen in Rerik und Umgebung“.

Auch Kühlungsborns Kunsthallenchef Franz N. Kröger ist sehr zufrieden mit der Saison. „Sie ist sehr, sehr gut gelaufen. Die Veranstaltungen waren sehr gut besucht, auch die Ausstellungen und Ausstellungseröffnungen“, zieht er Bilanz. Von den 110 Plätzen in der Kunsthalle seien im Schnitt immer 90 belegt gewesen. „Das ist die beste Saison, die wir bisher verzeichnen können“, freut sich Kröger. „Es sind viele Besucher in Kühlungsborn unterwegs, die kulturinteressiert sind, und unser alternatives Angebot jenseits des Mainstreams wird angenommen.“ Die Jazztage und das Gitarrenfestival seien ausverkauft gewesen. Der wettertechnisch durchwachsene Sommer habe damit nichts zu tun. In der Kunsthalle stehen jetzt die Kabarett-Tage und die Kammermusiktage an.

Auch der Verein „Ostsee-Grenzturm“ kann sich nicht über mangelndes Publikums-Interesse beklagen. Der Denkmal- und Begegnungsort in Kühlungsborn verzeichnet seit Jahren wachsende Besucherzahlen.

„Allein zum Tag des offenen Denkmals waren rund 700 Leute auf der Anlage“, erinnert sich Vereins-Mitglied Matthias Further. „Und am Tag der Deutschen Einheit haben wir den Turm schon vier Stunden früher aufgemacht, weil so ein Andrang war.“

Dabei punkten die Macher mit einer interaktiven Ausstellung, originalen Grenzer- oder auch Flucht- Utensilien sowie jeder Menge Fach-Vorträgen. „Gerade Gäste aus dem Westen Deutschlands bekommen so eine noch genauere Vorstellung, was sich hier so abgespielt hat“, ist Further überzeugt. Der Standort des Grenzturms sei Gold wert: „Die Leute kommen zwar vor allem an die Ostsee, um an den Strand zu gehen – aber wenn das Wetter dann nicht wirklich mitspielt, machen sie eben einen Abstecher zu uns.“

Anja Levien und Lennart Plottke

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