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Gesucht: Fotos von Grenzgängern

Bad Doberan Gesucht: Fotos von Grenzgängern

Fotofestival „Grenzgänger – Zwischen Wildnis und Menschenwelt“ startet / Jeder kann Bilder einschicken / Ausstellung im November

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Hans-Helmut Pentzien ist im vergangenen Jahr mit dem Goldenen Turmfalken ausgezeichnet worden.

Bad Doberan. Die Dohle, die am Doberaner Münster nistet, ist ein Grenzgänger. Ebenso die Fledermaus, die sich ihre Nahrung an den Fischteichen im Hütter Wohld holt. Aber auch die Mauerblume, die am Wirtschaftsgebäude auf dem Klostergelände wächst, verbindet zwei Welten – die von Wildnis und Menschenwelt. Und genau diese Grenzgänger sucht das gleichnamige Fotofestival, das gestern offiziell zum zweiten Mal gestartet ist.

 

OZ-Bild

Grenzgänger-Foto: Die Mauerblume wächst am Wirtschaftsgebäude auf dem Klostergelände in Doberan. Die Pflanze ist ein Grenzgänger. Sie verbindet Natur und Menschenwelt.

Quelle: Fotos: Volker Miske (2), Anja Levien (2)

Ab sofort ist jeder aufgerufen, Fotos einzuschicken, die die Interaktion zwischen Natur und Kultur, Umwelt und Architektur, Stadt und Land zeigen – lokal, Mecklenburg-Vorpommern-weit und erstmals auch deutschlandweit. Die 20 besten Einsendungen werden von einer Fachjury ausgewählt und in Ausstellungen im Doberaner Münster und im Kornhaus gezeigt. Unter ihnen wird der Hauptpreis „Goldener Turmfalke“ sowie der Publikumspreis „Goldener Turmfalke“ vergeben. Zudem vergibt die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde als Partner des Festivals einen Sonderpreis.

Das Fotofestival „Grenzgänger – Zwischen Wildnis und Menschenwerk“ wird vom Kornhausverein veranstaltet und fand im vergangenen Jahr zum ersten Mal statt – mit großer Resonanz. „Wir hatten um die 200 Einreichungen“, erzählt Volker Miske, Mitinitiator und wissenschaftlicher Leiter des Fotofestivals. Dabei geht Inhalt über die Form. „Das Wirkungs- und Spannungsfeld zwischen Mensch und Natur steht im Fokus“, erläutert Volker Miske. „Jeder ist aufgefordert, egal mit welcher Technik draufzuhalten.“ Um ein Motiv einzufangen, kann von der Handykamera bis zur hochwertigen Ausrüstung alles verwendet werden.

„Wir wollen aufzeigen, welche Aspekte und Möglichkeiten es gibt, Natur im Kulturraum zu schützen.“ Denn es gibt nicht nur positive Beispiele, wie Dohle, Turmfalke und Fledermaus, die im und am vom Menschen geschaffenen Doberaner Münster Raum für Nahrungserwerb, Fortpflanzung und Schutz fänden. Ein Negativbeispiel sei das Gras, das zwischen den Wegplatten in der Plattenbausiedlung wächst. Auch solche Motive seien erwünscht. „Die Fotos sollen auch hinterfragen und Menschen anregen, sich mit dem Spannungsfeld auseinanderzusetzen. Wir wollen das Bild, was der Mensch von der Natur hat, präzisieren, erweitern und vielleicht ein wenig ändern.“ Denn nur, was der Mensch kenne, sei er bereit zu schützen.

Denn beim Festival geht es nicht nur um die Fotografie, sondern vor allem auch um Umwelt- und Naturbildung. Daher finden erstmals Sonderveranstaltungen für alle Foto-, Natur- und Kulturinteressierte statt. Es werden naturkundliche Führungen durch den Hütter Wohld und eine Fledermaus-Führung angeboten, kündigt Festival-Projektkoordinator Frank Emmerich an, der sich seit seiner Jugend im Naturschutz engagiert.

Bis zu zehn Fotos kann jeder bis zum 18. September in digitaler Auflösung auf Datenträger oder per Mail zusammen mit der Bestätigung, dass keine Rechte Dritter verletzt werden und dass das Bildmaterial für die Ausstellung, Veröffentlichungen und Werbung kostenfrei genutzt werden kann, einreichen, erläutert Diplom-Biologe Volker Miske.

Die 20 besten Bilder werden vom 13. November bis 20. November im Doberaner Münster und vom 21. November bis 3. Dezember im Kornhaus ausgestellt. Dann können die Ausstellungsbesucher per Stimmzettel über den Publikumspreis entscheiden.

So können Sie teilnehmen

200 Einsendungen hat die Fachjury des Fotofestivals „Grenzgänger – Zwischen Wildnis und Menschenwerk“ 2015 erreicht. Auch dieses Jahr werden aus allen Einreichungen die 20 besten ausgewählt und ausgestellt. Bis zum 18. September können alle Freizeit- und Berufsfotografen aus ganz Deutschland ihre Bilder digital einreichen, wenn möglich in einer Auflösung, die sich für einen DIN-A1-Druck eignet.

Datenträger können per Post an Kornhaus e.V, Klosterhof 2, 18209 Bad Doberan oder per Mail an f.emmerich@kornhaus-doberan.de geschickt werden.

Anja Levien

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