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Heimatmuseum zeigt das Glück der Erde

Rerik Heimatmuseum zeigt das Glück der Erde

Vater und elfjährige Tochter stellen in Reriker Gemeinschaftsschau aus / Kulturstätte lockt jährlich rund 7000 Gäste an

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Die Gruppe der „Raetovarier“ führten im Reriker Museum altes Handwerk vor.

Quelle: Thomas Köhler

Rerik. Pferde und das Glück im Allgemeinen haben sich ein Vater und seine Tochter aus Bantow zum Thema ihrer Ausstellung gemacht. Marlene und Dirk Gallas zeigen bis zum 30. September im Heimatmuseum Rerik die Gemeinschaftsschau „Das Glück dieser Erde...“, bei deren Eröffnung jetzt gut 90 Gäste anwesend waren.

OZ-Bild

Vater und elfjährige Tochter stellen in Reriker Gemeinschaftsschau aus / Kulturstätte lockt jährlich rund 7000 Gäste an

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Glück bedeutet für jeden Menschen etwas anderes.“Maler Dirk Gallas

Marlene Gallas ist elf Jahre alt, hat lange, blonde Haare – und liebt Pferde. Vater Dirk, ein Bauingenieur, ist seit Langem künstlerisch aktiv. Er brachte seiner Tochter das Wesentliche bei.

Für Marlene war die Ausstellung in Rerik eine Premiere – Aufregung inklusive. „Schon mit drei Jahren begann sie, Köpfe zu malen“, erinnert sich Dirk Gallas. „Aber Pferde kann ich am besten darstellen“, meint Marlene, die seit ihrem fünften Lebensjahr reitet. Ihre Pferde-Porträts besitzen schon eine recht starke Ausdruckskraft. „Ich habe selbst kein eigenes Pferd, gehe aber regelmäßig reiten“, sagt die kleine Künstlerin.

Das Thema der Ausstellung griff der Vater auf, indem er Zeichnungen und Malereien schuf, die sich mit dem Glück befassen: „Glück bedeutet für jeden Menschen etwas anderes“, meint der 51-Jährige. So tragen seine Bilder Titel wie „Mutterglück“ oder „Glückliche Kindheit“. Ein Hufeisen hängt ebenfalls hier – darunter stehen Holzskulpturen, zu denen sich die Gäste selbst ihren Reim machen, dabei den Titel der Ausstellung jedoch vor Augen haben sollten.

Dirk Gallas wollte eigentlich Malerei studieren, doch er absolvierte auf Wunsch seiner Eltern zuerst eine Maurerlehre, studierte später Bauingenieurwesen und machte eine Ausbildung zum Architekten. Er nahm Unterricht in Illusionsmalerei – auch „Trompe-l'œil“ (täusche das Auge) genannt – und machte sich mit Wandmalereien in unserer Region und darüber hinaus einen Namen.

Illusionsmalerei findet vor allem als Wand- und Deckenmalerei Verwendung, um unter anderem Räume größer erscheinen zu lassen.

Das Heimatmuseum besuchen jährlich rund 7000 Gäste. „Das Glück dieser Erde...“ ist die 161. Kunstausstellung, seitdem das Museum 1997 in der alten Schule eröffnet wurde. Ergänzt durch eine weitere Schau, die Fossilien zeigt. Museumsleiter Thomas Köhler konnte hier im Laufe seiner mehr als 20-jährigen Tätigkeit viele neue Ausstellungs-Stücke präsentieren. Jetzt kamen weitere hinzu – wie etwa Seemanns-Souvenirs aus den 1960ern und 70ern. Darunter Pfeilschwanzkrebse, Hummer, Seespinnen und versteinerte Seesterne aus Australien und Marokko sowie ein Walzahn. Neu sind auch eine Spielkartenpresse aus der Zeit um 1900 sowie Freester Fischerteppiche.

Das Museum ist ein Erlebnisort mit mehr als 1000 Exponaten, wobei nicht alle in der Schausammlung zu sehen sind. Besucher erleben eine Zeitreise, die in der Ur-und Frühgeschichte beginnt, wo rund 830 Partien – Einzelstücke und Gruppen – zu sehen sind. Weitere 260 Partien bilden die Fossilien.

Jedes Jahr lädt Thomas Köhler die Gesellschaft für Geschiebekunde, Sektion Rostock, ins Haus ein. Ihre Fossilienberatung lockt seit elf Jahren Hunderte Sammler ins Museum. Sie bringen eigene Funde mit oder hören sich die Erfahrungen der Fachleute an. Erstmals war jetzt eine Gruppe im Museum zu Gast, die sich „Raetovarier“ nennt. Die Mitglieder führten alte Handwerke vor und schenkten dem Museum Repliken eines knöchernen Nadelkastens aus dem 5. Jahrhundert sowie einen germanischen Ringgürtel.

„Und ich habe neue Schuhe bekommen, die aus einem Stück Leder gefertigt sind“, sagt Thomas Köhler und schmunzelt. Denn er hat eine Vorliebe für das Mittelalter und die Kleidung dieser Zeit. „Ich würde mich freuen, wenn uns die Raetovarier demnächst wieder besuchen“, macht der Museumsleiter deutlich. „Denn allein die Vorführungen dieser Gruppe haben rund 80 interessierte Gäste angelockt.“

• Internet: www.rerik.de

Sabine Hügelland

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