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Hobbyfotografen finden Grenzgänger in Bäumen

Bad Doberan Hobbyfotografen finden Grenzgänger in Bäumen

Irina Weber und Ulrich Höntzsch haben ihre Kamera immer dabei / Für das Doberaner Fotofestival „Grenzgänger“ haben sie mehrere Fotos eingereicht

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Irina Weber hat dieses Baumhaus fotografiert. Für die Bad Doberanerin ein Grenzgänger, der sich harmonisch in die Natur einpasst.

Quelle: Anja Levien

Bad Doberan. In der Nienhäger Chaussee in Bad Doberan hat Irina Weber einen Grenzgänger entdeckt. Die 61-Jährige hat das Baumhaus fotografiert und für das Fotofestival „Grenzgänger – Zwischen Wildnis und Menschenwerk“ eingereicht. Ihr Bild ist eines von mittlerweile mehr als 250, die bei Frank Emmerich, Projektkoordinator des Festivals, eingegangen sind.

OZ-Bild

Irina Weber und Ulrich Höntzsch haben ihre Kamera immer dabei / Für das Doberaner Fotofestival „Grenzgänger“ haben sie mehrere Fotos eingereicht

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„Ich habe meine Kamera immer dabei“, sagt Irina Weber, die gern Blumen, Häuser und Tiere fotografiert. Das Baumhaus sei für sie ein Grenzgänger, weil hier Mensch und Natur freundlich aufeinandertreffen. „Das Haus wurde in die Natur integriert. Kinder sind hier mit der Natur zusammen, das finde ich gut.“ Sie selbst hatte kein Baumhaus, ist aber oft auf Bäume geklettert. „Mit meinem Vater war ich viel in der Natur spazieren“, sagt sie. Für das Fotofestival hat die Bad Doberanerin noch weitere Fotos eingereicht. Sie zeigen eine Blume, die aus einem Gulli herauswächst oder eine Schnecke, die über einen Gehweg kriecht. „Die Fotografie ist mein Hobby. Ich möchte zeigen, wie ich die Natur sehe und die Meinung von anderen darüber wissen“, begründet sie ihre Teilnahme am Festival.

Noch bis zum 30.Oktober können Fotos eingereicht werden, die die Interaktion zwischen Natur und Kultur, Umwelt und Architektur, Stadt und Land zeigen. Mitmachen kann jeder. Und egal, ob das Foto mit dem Handy oder der Profikamera aufgenommen wurde – entscheidend ist das Motiv. Eine Jury wählt Anfang November die besten 20 Bilder aus, die vom 13. November bis 20. November im Doberaner Münster und vom 21. November bis 3. Dezember im Kornhaus ausgestellt werden. Unter ihnen wird der Hauptpreis „Goldener Turmfalke“ sowie der Publikumspreis „Goldener Turmfalke“ vergeben. Zudem vergibt die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde als Partner des Festivals einen Sonderpreis.

Ulrich Höntzsch hat seine Kamera meistens bei sich. Der ehemalige Berufsschullehrer hat sich seit seiner Altersteilzeit mehr mit der Fotografie beschäftigt. „Im Familien- und Bekanntenkreis bin ich als ,Paparazzo’ verschrien“, sagt der 63-Jährige und lacht. Aber am Ende seien dann doch alle froh, wenn er seine Kamera dabei habe. Am liebsten fotografiere er jedoch Landschaften und Naturaufnahmen. „Menschen und Porträts sind nicht so meins“, sagt er. Seit zwei Jahrzehnten beobachtet und knipst er einen Baum, an dem eine Egge lehnt. Mittlerweile „verschlingt“ der Baum das landwirtschaftliche Gerät. „Die Egge wuchs mehr und mehr in die Weide“, beschreibt er. Der Baum stehe auf einem Acker in Groß Kiesow. Da sei er oft mit seinem Hund spazieren gewesen: „Die Reste vom Flug hat jemand weggeholt.“

Einen weiteren Grenzgänger hat Ulrich Höntzsch auf dem Fischerfest in Freest bei Lubmin gefunden: einen Badeschuh, der mit Muscheln bewachsen ist. „Den habe ich 2009 fotografiert. Den muss ein Fischer mal im Netz gehabt haben. Er lag da ausgestellt auf einem Stein“, erinnert sich Ulrich Höntzsch. Da griff er zur Kamera. Als er Motive für das Fotofestival suchte, fiel ihm der Badeschuh wieder ein: „Der muss lange im Wasser gelegen haben.“

Ein anderes Motiv von ihm zeigt ein Schiff auf Grund. „Trockenschiff“ hat er das Bild genannt: „Das habe ich bei einer Wattwanderung mit Bekannten gesehen. Durch die Ebbe lag das Schiff auf Grund.

Das passt zum Thema.“ Der Groß Kiesower macht zum ersten Mal beim Fotofestival mit. „Meine Frau hat schon öfter gesagt, ich soll meine Bilder mal zeigen“, sagt er.

Bis zu zehn Fotos kann jeder bis zum Sonntag, 30. Oktober einreichen – in digitaler Auflösung auf Datenträger oder per Mail zusammen mit der Bestätigung, dass keine Rechte Dritter verletzt werden und dass das Bildmaterial für die Ausstellung, Veröffentlichungen und Werbung kostenfrei genutzt werden kann. Die Bilder sollten, wenn möglich, in einer Auflösung geschickt werden, die sich für einen DIN-A1-Druck eignet.

Fotos bis 30. Oktober

250 Fotos und mehr sind mittlerweile bei Frank Emmerich, Projektkoordinator des Fotofestivals „Grenzgänger – Zwischen Wildnis und Menschenwerk“, eingegangen. Sie stammen von mehr als 37 Bildautoren. Beim Festival, das Volker Miske ins Leben gerufen hat, kann jeder mitmachen und bis zum 30. Oktober Motive einreichen. Datenträger können per Post an Kornhaus e.V, Klosterhof 2, 18209 Bad Doberan oder per Mail an f.emmerich@kornhaus-doberan.de geschickt werden. 200 Einreichungen hat die Jury im vergangene Jahr gezählt.

Anja Levien

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